7inch: front – verlierer

Bei „verlierer“ denke ich eigentlich an DT from USA.
Aber hier geht’s ja glücklicherweise um Musik.

Front sind back on Vinyl. Lange Pause gewesen für die Band.
Bei 200 km/h bin ich Nachts auf der Straße unterwegs, brauche Musik. Was Zuckendes!
Und gleich kommt so 80’s Style Aggro-Mucke. Diesen nöligen Gesang hab ich echt vermisst.
Der erste Song heißt „verlieren“ und geht nicht ums verlieren, sondern das wir uns verlieren. Es ist zappelig! Ja!!! Und zieht sich über 5 Minuten.
Das Intro lässt an „eisbär“ von Grauzone erinnern, sobald die Gitarre ihren Stakkato-Rhythmus anstimmt, ist die schnörkellose Apokalypse da.
An diesem Punkt ist Front einfach total geil, auch die zweite Seite ist sogar noch ein wenig flotter.
Die Frage, die ich mir allerdings stelle ist, warum das Schlagzeug klingen muß, wie ein Pappkarton.
Schöner Off-Beat auf der Gitarre „ich ich ich“ schön nölig, yeah. Es waren sehr coole 8 Minuten.
Und wenn ihr was sucht, was so New-Wave-Post-Punk ist, dann seid ihr bei Front richtig. Es gibt so viele Bands, die haben dieses „punk“ mit in ihrer Genre-Beschreibung und sind so poppig – unerträglich.
Hier wird dir musikalisch in die Suppe gespuckt, aber auch vor die Füße.

Erschienen bei DreiLabel. (sterbt alle)
Front – verlieren

Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. Chef-Redakteur bei ProvinzPostille (Fanzine, Online-Mag) seit 2014 Gitarrist*in bei pADDELNoHNEkANU (Punkband) seit 2002 CEO bei Krachige Platten (Label) seit ewig Redakteur bei Vinyl-Keks (Online-Mag) seit 2019 "Irgendwas mit Medien" bei Lautstarke Filme (Videoclips) seit ewig Labertasche bei Plattenschau Podcast seit 2023

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