Mich erinnert Anfangs der Sound von Kalte Zeiten an irgendeine Band. Der Gesang… ob ich da noch drauf komme?
„Drei Akkorde Vergangenheitsbewältigung“ startet also tatsächlich für mich in irgendwelchen Gehirnwindungen, die unter dem Teppich der Neuzeit verschwunden sind. Klar, Mönchengladbach und Tischlerei Lischitzki!
„alte werte“ fand ich ein wenig hinkend, was vermutlich an der Double-Base liegt.
Bei „irgendwo auf den Feldern“ hab ich sofort Stefan Mahler im Gehörgang, der auch ein sehr Variantenreiches Trommelspiel an den Tag legt. Ähnlich hier.
Abwechslungsreich, ein wenig flotter, als die meisten Deutschpunkbands, düsterer, und alles hört sich nach selbst gemacht an!
Kalte Zeiten sind eine Mannheimer Band, die es wohl seit den 90ern gibt. Also auf über 30 Jahre Bandgeschichte zurückblicken.
Wer auf wirklich urigen Deutschpunk steht, der auf (fast) jedem Deutschpunksampler zwischen 1988 und 1996 Bombe funktioniert hätte, sollte ohne Bedenken zugreifen!
Kalte Zeiten sind bei einem, wenn man in den Backkatalog reinschaut, absolut passendem Label: Sterbt alle. Dort gibt’s die 7inch in zwei Varianten.