review: BIJOU IGITT – Der letzte Dodo LP

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Schon eine ganze Weile sind wir in Kontakt, da die Band schon mal eine Split 7inch veröffentlichen wollte. Passte damals nicht, also gleich mal an ein Album gemacht.
Das klingt dann auch ganz anders, wie die Songs der vermeindlichen 7inch. In zwei der Songs könnt ihr auch auf dem letzten Postillensampler reinhören (allerdings nur und exklusiv auf Tape!!!)

Nun.
Die Platte wurde in diversen Farben gepresst, ich habe sie in orange. Das Ganze ist simpel und formschön aufgemacht. Außen ein Cover mit einem Bild, selbst gemalt, mit Pommesbude wie beim Kölner Tatort, gefolgt vom Bandnamen und dem Titel der Platte. Einmal in der Hälfte gefaltet und in eine PVC-Hülle gesteckt. Der Dodo ist auf dem Cover nicht zu finden er sei „gleich wieder da“. Auf den Labels hat er sich versteckt!
Wenn man nun die Platte herausnimmt, kommen die Texte zum Vorschein, die auf die Innenseite gedruckt sind. Sogar genau in dem selben Rund der Platte. Cool.
Das gefiel mir bis dahin so gut, daß ich die LP auch noch auf den Plattenspieler legte und auf PLAY drückte.
Die Gitarren schrammelig schön und der Gesang, wie auch die wortspieligen Texte, gut verständlich. Man könnte evtl. sagen, daß die Herren nach ner Mischung von irren Captain Planet und – nun fällt mir nichts mehr ein.
Denn es schnaggelte es in den Ohren! Der dritte Track „scheisse in the end“ so herzlich wie auch wundervoll nölig vorgetragen. Minimalistischer Punkrock mit einem ganz großen Chor!
Da die erste Seite irre schnell zuende war, ließ ich sie nochmals laufen. dann nochmal, dann nochmal und….. nochmal.
Hatte mich schon so an die Songs gewöhnt, daß mir die zweite Seite vorkam, wie eine neue Platte; eine gänzlich neue Erfahrung.
Herrlich. Mit „Fallobst“ holen sie nochmals den großen Chor raus, bevor es dann mal ein wenig melodisch melancholisch wird.
Zum Abschluß wird doch mal die Istortion ausgepackt, nur nicht so, wie man es denn erwarten würde.
Alles in Allem Musik mit Ecken und Kanten, nicht zu dollen, damit wir uns den Kopf nicht stoßen, gelle 😉
Knappe 20 Minuten Spielzeit.
Hörenswert und überhaupt!

Zum Schluß noch der Lexikaeintrag des benannten Vogels.

Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. fanzine seit 2014. Gitarristin bei pADDELNoHNEkANU

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