review: OIRO – zähmen 7inch

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ironie wird groß geschrieben. Wie der Anfang eines Satzes. Zuerst fremdle ich ein wenig mit Seite A. Da ist der 1 1/2 minütige Songs auch schon durch. Mein Plattenspieler hat, zum Glück, „Repeat“ und funktioniert nicht ganz so kryptisch wie Jonny’s Lyrics. Ach. Texte sind ja auf der Rückseite, dieses übersichtlich gestalteten Covers. „Repeat“ und mitgelesen. Lesen kann ich also auch. Wie die Drehung der Scheibe auf dem Musikteller. Schön langweilig das Cover auch. Dafür der Song zu kurz. Hatte ich schon erwähnt?
0€ für nen Iro? Die Jungs sind also Frisöre geworden. Haben Die Ärzte und Dackelblut auch schon hinter sich. Der Song wurde als erstes gekürzt. Schnipp Schnapp Musik ab!
„Zähmen“.
Dann also auch mal umdrehen. Den Drehstuhl. Nicht mich. Die Platte aufm Teller. Macht also Seite 2. Die Verpackung drehe ich auch ein weiteres Mal um. „Play“. Hat der Spieler auch.
Text liest sich schneller als er auf Platte gesprochen ist. So wie ich das hier ausm Bauch mache, nicht mit dem Verstand.
„Stadt / Erde III“ klingt nach Jugend. Nach Damals-Jugend. Nach sehr gut produzierter Damals-Mucke. Wollte ich gar nicht mehr hören. Bin nämlich jung geblieben. Höre trotzdem. Mache ich aber jetzt. Im Jetzt. Gerade. „Repeat“. Kann gar nicht beschreiben, wie mich das Gepiepe nervt. „elektroscheiß macht jetzt schluss. nicht mit uns, punk lebt weiter. new wave time, nein nein nein. wollt ihr mehr, nein nein nein. elektroschocks, nein nein nein.“
Bin total gespannt auf die ganze Platte.
Single ist mir zu wenig. Bin ja auch verheiratet.
Stehe auf Gesamtkunstwerke.
Und da kommt sicher einiges.
Ironie OFF (sagt man ja heutzutage so).
Dann höre ich jetzt mal schnell was freshes.
Bijou Igitt. Mitmachen!

PS: Das will heute nicht klappen, mit dem Kackfoto. Ander mal!

Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. fanzine seit 2014. Gitarristin bei pADDELNoHNEkANU

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