review: KUBALLA – auf dem Weg durch die Zeit 7inch

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Als die Single nach so unglaublich langer Vorankündigung endlich rotiert, fallen mir sofort 2 Dinge auf:
1. der Sound, die Attitüde haben sich kaum verändert zu den beiden vorhergehenden Releases
2. viel Kompression.

Ich finds saugeil, daß es Bands gibt, die immer weiter an ihrem Sound feilen, an ihrer Art zu spielen. Sie haben seit etwas über einem Jahr einen Neuzugang Martha an der Klampfe, was Tom dazu zwang seinen CaptainPlanet gleichen Elfengesang, eben wie Arne, anzupassen. Schliesslich hat er ja kein Instrument mehr in der Hand.
Das hat er.
Nicht in der Tonlage, nein eher im Tonfall. Wo die letzte Single aufhört, geht es nahtlos noch ein Maulen weiter. „Fuck off, Tür zu!“
Und das ist nicht kindisch oder schlecht gereimt. Es ist aufbegehrend, immer noch. Das Alter ändert an der inneren Haltung gegenüber faktisch Schlechtem nichts. „Alabama ist überall“
Englisch/deutsche Wortspiele, man sollte zuhören, wenn man hört. Das Hörgerät mal wieder anmachen. Volume up to 12!
Wobei mir da eben die etwas zu gut gemeinte Kompression auffällt. Ich mag den etwas „offeneren“ Sound. Empfinde das „drückende“ bei KUBALLA dadurch als Alleinstellungsmerkmal. Sollte auch nicht zu laut maulen, denn wir pissen uns nicht ins eigene DIY-Nest. Alles selbst aufgenommen, produziert und veröffentlicht auf dem eigenen Label Kuballa-Records. So geht das!
In der Flut von langweiligen Punkbands sticht die MS Kuballa mit 33 1/3 Knoten in See. Das ist nicht immer Vollgas, bekommt aber in jeder Abspielsekunde mehr (Nach) Druck.
Man könnte sie geradewegs in einem Atemzug mit meinen anderen Heroen aus Dortmund AUßER ICH nennen. Mach ich ja auch.
Wunderprächtiges Artwork von Micha, der schon so einige tolle Artwoks für tolle Bands gemacht hat, veröffentlicht die im SchwarzenRand macht und mit seiner Band WeHadADeal auch aus Ludwigsburg kommt.
Und die Herren verabschieden sich von dieser toll gemachten Single mit „too old to die as the legendary“.
Scheiße ist das wahr 🙂
Also Alles in Allem ein echter Knaller: druckvoll, klare Attitüde, nice Artwork, DIY!

Im Oktober für 3 Tage mit pADDELNoHNEkANU auf Kurztour durch den Schwarzwald. Nein, so düster wie es sich anhört wird es nicht. Nur dunkel.
30.09. LUDWIGSBURG DemoZ !!!nur begrenzte Plätze, bitte ne Mail schreiben!
01.10. SCHRAMBERG Zodiac
02.10. TBA

Und nun die links:
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Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. fanzine seit 2014. Gitarristin bei pADDELNoHNEkANU

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