buch: Kalle Stille – WAS EIN FANZINE BRAUCHT

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Ich dachte so „joah, da kann man doch mal gucken, ich mag einfach so Ratgeberbücher.“
Bei einer Bestellung bei meiner Tante Guerilla dann mit einpacken lassen und zuhause dann ganz aufgeregt aufgerissen. Was ein fetter Wälzer.
Mensche du, Kalle, da haste aber viel geschrieben in den letzten Jahren. Und gemalt und gebastelt.
Hat mich total überrascht, zu sehen, daß mich Herr Stille schon sehr lange Zeit begleitet. Ich bin ja so ein Namensignorant in Heften. Ich lese die Artikel, Interview und Reviews und und und, aber die Namen am Anfang oder am Ende eines Artikels….. Ups.
Das PLOT habe ich heissgeliebt. Klar, weil damals auch Flopitz und einige Baden-Badener daran in irgendeiner Form beteiligt waren. Und ich als Kiddiepunker bei den „großen“ nicht so ankam. Wir hatten mit unserer Band HÜNERSÜPPCHEN irgendwie andere Vorstellungen von Punk. Kleinstadtrebellion oder sowas. Unsere Zeit verkiffen. Mit Scheuklappen rumrennen und Frei-sein gleichzeitig.
Wie auch immer.
Ich hab das Buch verschlungen und werde ganz sicher noch einige Male reinschauen und lesen und stöbern.
Kalle Stille ist schon seeeeehr lange in der Punk/Hardcoreszene unterwegs und hat schon viel gesehen und erlebt und über all das geschrieben. Es gibt einen Erlebnisroman „kurz vor dem Arsch der Welt links ab„, der selbstverständlich auch von mir schon gelesen wurde! Spiegelt die Zeiten der 80er Jahre ganz gut wider!
Aber alles was ihr wissen müsst, kann euch Kalle sozusagen selbst erzählen, denn er schreibt fleissig fürs OX und hat dort ein Portrait was wirklich ausführlich ist.
Dem ist dann auch nichts hinzuzufügen und ich mag auch nicht abschreiben.
Super Buch, wer nicht eine Armada von Fanzines in seinem Hause beherbergen möchte! (oder bereits beherbergt)
Oder auf Ratgeber steht, die keine sind.

review: ÜBERFLÜSSIG – seltsamageddon MC / CD / digi

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„2016 – und wir sind immer noch hier und das nach feinster Spaß-Manier“
so steht es im Textblatt der MC, die mir Joscha zugeschickt hat. I like Tapes. Ist eines von 28, das Maik Aldi, dem Elektropunkgott.
Also ich so: Tape rein – Alltag raus.
Ich erinnere mich sofort an die Zeit, als die Band ÜBERFLÜSSIG angefangen hat. Damals gab es noch die ABSTÜRZENDEN BRIEFTAUBEN (gibts heute ja wieder!) und ne Menge anderer Funpunk-Bands. Ich mochte die einfachen, simplen Strukturen, die sch durch lichtdas 2-Mann-Bandgefüge gegeben sind. Inzwischen gibt es ja einige Bands, die zwar keinen Funpunk machen, aber zu zweit ein ordentliches Brett abliefern.
Wat soll ich sagen:
Joscha ist immer für einen Spaß zu haben und vor allem für Musik.
Er macht seit einigen Jahren sein eigenes Label RöRec auf dem die 3 Sampler „Soundtrack gegen das Vergessen I – III“ erschienen sind und gerade frisch aus dem Werk „Punk dir deine Meinung“.
ÜBERFLÜSSIG machen Musik, weil sie ihnen Spaß macht und sie jede Menge Texte gegen Nazis, für Fussball so einige andere auf Lager haben. Klar fallen mir Songs auf wie „my bonnie“, habe sofort die Brieftauben-Version in den Ohren. Beim „Stausong“ machen sie sich einen riesen Ulk daraus, HEITER BIS WOLKIG, ZWAKKELMANN und MIRKO von den Tauben am Ende des Songs Radiomeldungen und andere Sprüche zum Thema loszuwerden.
Das ist echt einwandfrei gemacht und gemischt und vor allem: DIY.
So wie das Video zum „anti fascho song“ es wird einfach draufgehalten. Das hat nicht die Hochglanzästhetik irgendwelcher Majorlabelbands, muss es auch überhaupt nicht. Ist mir um einiges sympathischer so wie es ist!
Als ich bei den letzten drei Songs angelangt bin, fällt mir dann aber doch auf, daß meine Euphorie etwas gewichen ist und ich immer diese trostlose, melancholische Mucke höre und bei so viel guter Laune einen Hass auf alle Autofahrer schiebe.
Also wenn das der Plan ist: Daumen hoch 😉
Ernsthaft: gebt ÜBERFLÜSSIG ne Chance, hört rein, besorgt euch eine der besiebdruckten Mini-LP’s mit dem Anti-Fascho-Song oder die Neue: SELTSAMAGEDDON
Seit 20 Jahren unterwegs und kein bisschen leise!

review: WORDS OF REVOLT – same world – different sides CD

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Ich hab mir ja fest vorgenommen, die HC / Punk – Szene zwischen Karlsruhe und Offenburg näher zu betrachten. Da geht ja einiges und vieles ist gar nicht vernetzt oder kennt sich, da sind Konzert die stattfinden, doch meist mit Bands aus fernen Bundesländern belegt sind, nicht. Komplizierter Satz, einfacher Zustand.
genügend Bands, die Headlinen könnten, nicht.
WORDS OF REVOLT aus Neuried bei Offenburg spielen technisch einwandfreien Metalcore mit einer ordentlichen Spritze von allem, was das Hardcoreherz mag: Growls, Deathcore, Melodiccore, Gangshouts… alles da!
Ich darf gestehen: mich fetzt das Gesangsmäßig nicht so, wobei ich die Musik für ziemlich erwachsen halte. Gut durchdachte Parts, gute Tempiwechsel! Vielleicht liegt es auch der sehr guten Produktion. Die ganze CD ist d.i.y. hergestellt, sprich aufgenommen, gemischt, etc ebenso wie das Cover und noch ohne Label. CD gibt es also am besten direkt bei der Band zu erwerben (link weiter unten).
Zum Schluß noch ein paar Worte zum Gesang. Denn wenn ich mir die Texte anschaue, habe ich das Gefühl, da singt jemand von etwas, was er selbst nicht ist; oder versteckt sich zumindest hinter harten Worten. Wie zB „ihr werdet uns nicht brechen, niemals auseinander reissen, dein gesicht auf einer wand zertrümmern“ ?????!???!
Bei HardcoreWorldWide gab es eine exklusive Videopremiere von „same world – different times„.

Wer’s mag: WORDS OF REVOLT
haben auch einige Termine anzubieten, an denen sich die agilen Herren im Herbst durch die Republik bewegen!

konzert: NO COMPLY CD release

Konzert war am 17.09. ist auch schon wieder her…. also schnell einen Bericht ins Netz gezimmert!
Backbite Records hat die neue CD „reversion“ an eben jenem Tage rausgebracht. Daniel, der Sänger, erzählte mir, daß die CD bis auf den letzten Drücker auf sich warten ließ.
Scheint sich also nicht nur bei Vinyl die Vorlaufzeit verlängert zu haben!
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Den Abend eröffnet haben KRASSER FAHRSTIL, die im April mit pADDELNoHNEkANU und KLOTZS und FREIBURG noch in einer anderen Besetzung gespielt haben. Nur noch Fauli, der Gitarrist und Sänger ist vom alten Line-Up übrig. Neu dabei also an den Fellen Armand, Gitarre Juki und am Bass Feu. Die Herren haben echt ordentlich zusammen gespielt, für eine Woche proben. Feu hat den Bass ordentlich von der Bühne gebretzelt! Armand um einiges fester in die Trommeln gehauen! Ich fands gut, bleibt ein Demo abzuwarten!
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Als Zweite haben dann BACK IN GAME die Bühne gerockt. Sänger Böhne war die ganze Zeit mit dem Publikum unterwegs, während sich die anderen 4 mit vertracktem Melodiccore die Zeit vertrieben, haha! Ich darf gestehen, daß bei mir der Funke nicht so recht übersrpingen wollte. Die Band hat jedenfalls sichtlich Spaß gehabt und dem immer größer werdenden Publikum ordentlich eingheizt.
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Bei NO COMPLY war’s dann echt gut voll, die Temperatur schon vor ihrem Auftritt auf ca. 43°. Und dann, 1, 2, 3, 4 ging das ab. Mit gutem Pogotanzen, mitgröhlen, Stagediving, Wall of Death.
Zum 20 jährigen Jubliläum haben die Herren keinen Fatz ihrer Energie verloren!
Am 22. Oktober spielen sie noch auf der Labelparty von Backbite im P8 (das ist die alte Halle14-Crew!) in Karlsruhe. Labelreleaseparty ihrer CD „reversion“ (review demnäx hier) bis dahin zum Zeitvertreib in den Sampler #2 reinhören und eines der wenige Interviews mit NO COMPLY lesen!

video: OIRO – zirkus europa

ZIRKUS EUROPA

In meiner Review zur Platte „meteoriten der großen idee„, die ja nun schon eine ganze Weile raus ist, schrieb ich „…die Platte mehrmals durchzuhören. Na gut!“
Habe ich gemacht. Und mir diesen Clip nochmal angeschaut.
Erster Eindruck war, denn bei einem Mal gucken darf es nicht bleiben, daß das Video und sein Tänzer supergut zusammenpassen. Das Tänzer Zsakatou seine Performance spontan nach dem Song ausgerichtet hat.
Es stellt, mit dem Anfang in der Verhörkabine, sehr gut die Sprachlosigkeit der meisten Menschen dar und konterkariert damit die Lyrics von Jonny Bauer, der später singt: „sie kommen nicht rein.“
Dieses Video ist mal was völlig anderes, was ich so von einer Punkband noch nicht gesehen habe. Bemerkenswert und toll!
Und das nun auch beim zweiten, dritten Mal gucken.
Da die Herren von OIRO aber überhaupt und sowieso äußerst kreativ sind, haben sie sich von und mit anderen Bands Videos zu allen Songs des Albums gemacht. Machen lassen. Wie auch immer….. Man kann sich das ganze Album reinziehen mit oder ohne Bilder. Jedenfalls ohne diese dämlichen Coverbilder oder Fotoslideshows die es sonst so alle gibt.

noch von OIRO:
ZAEHMEN
EIN FRIEDHOF MIT NUR EINEM GRAB

der ganze Rest auf ihrem tubenkanal
oder bei vimeo

post-review: BEAR VS SHARK

 photo Bear VS Shark 01_zpsqpcjq4vi.jpg (Foto von brooklynvegan.com)
ENGLISH VERSION below (…. i translate it myself with dictionary 😉 )
Die Entdeckung dieser Band muss noch im Post-Napster-Zeitalter stattgefunden haben, als ich mir Musik ohne Ende von den emuleservern dieses Planeten gezogen habe. Das Allermeiste, ich würde sagen 96% ist direkt wieder im Papierkorb gelandet. Doch ein paar wenige Bands haben es Zack! geschafft die volle Punktzahl zu gewinnen. Ich habe dann immer wieder versucht eine LP von ihnen zu bekommen, doch ca. 2011 war das ein aussichtloses Unterfangen, denn die Platten waren restlos ausverkauft.
Zuerst war da dies irrwitzig atemlose von „ma jolie“ vom „right now you’re in the best of hands“-Album (2003). Ein treibendes Posthardcoreriff. Ebenso plötzlich wieder raus. Cleane Gitarre. Eine gefühlte Ewigkeit. Dann Marc’s eingängiger Gesang, der mit einem Mal in einer Megafetten Distortiongitarre eintaucht und sich überschlägt und schreit und singt und……
Very impressive!
Ich hörte voll Spannung die nächsten Songs an und war verknallt.
Energie, wie sie einige Jahre vorher allerhöchstens REFUSED (1998) oder AT THE DRIVE-IN (2000) hatten und live in einer unglaublichen Lärmwand (zu oft) verschluderten. BEAR VS. SHARK habe ich leider nie live gesehen.
Die Herren haben sich 2005 nach 2 Alben aufgelöst.
Das Erste war eben „Right Now, You’re in the Best of Hands. And If Something Isn’t Quite Right, Your Doctor Will Know in a Hurry” in 2003.
Nachdem sie sich 2001 gegründet hatten, machten sich die Bandmitglieder auf die Suche nach Torpedogleichen Riffs mit harten Vocals aber auch vielen Melodien. Mich erinnerte es an manchen Stellen an die unglaublichen FUGAZI. An die Energie vergangener Helden wie MC5.
Anfang diesen Jahrtausends (nennt man es nun Nuller-Jahre, oder was?) wurde Punkmusik ja durch das Internet/digitale downloads noch schneller gefressen, als es sich irgendwer hätte träumen lassen.
Alle Bands fingen an zu schreien, zu keifen, Lyrics auszuspucken. Kombinierten Hardcore und Punk zu Post-Hardcore, Emo oder Screamo. Immer neue Blüten trieb diese Musik. Und für mich war das oft zu rauschhaft. Denn jeder Rausch ist anders und eine Stecknadel in einem Rausch zu finden…. Dieser Vergleich ist wohl in die Hose gegangen, haha!
Sänger Marc Paffi fasst die Attitüde sehr gut zusammen: “I don’t think there was ever a mantra behind what we were doing,” recalls Gaviglio. “I mean, we were never going to wear makeup or dress in matching outfits. … We wanted to be ourselves. We were playing because we loved to play, not because we ever thought we were cooler than anyone. Why would we think we’re better than anyone? When all we’re doing is writing songs and, frankly, rolling around in a cramped, crappy, rusty van and sleeping on other people’s floors! We did that all for the music! And, maybe it’s those Midwestern values, but we also answered every piece of fan mail. If anyone came up after a show, we’d talk with them.”
Es ging immer um die Musik. Und bei den Strecken, die die Band aus Highland, Michigan auf Tour hat zurücklegen müssen, ist mir klar, warum da allsbald die Luft raus ist. Zumal als Grund für die Trennung eben die von Marc erwähnten Tourbedingungen angeführt werden.

2005 kommt noch, bevor die Band sich trennt, das Album „terrorhawk“ raus.
Ich empfand das sofort als Steigerung zur ersten Scheibe. Die ersten Tracks haben wieder diesen unnachahmlichen Druck. Dieses Anschiebende, mit einem fetten Grinsen im Gesicht. Doch die Band kann es auch Größer. Das stellt sie mit dem, in meinen Ohren, fast schon QUEEN-haften „Baraga Embankment“. Die Lyrics gehen natürlich in eine andere Richtung wie die von Freddy Mercury. In diesem Song geht es um die Abwehr von schicksalhaften Katastrophen, die für viele aber unvermeidlich sind und passieren müssen. „and you always learned a lot from the deep end of faith and you worry yourself sick”. Eine klare Pianolinie beginnt mit Marc’s mitreißendem Gesang, um sich immer weiter hochzuschrauben, die toll gesungenen Lyrics mit seinem Gebrüll zu paaren, es folgen Drums und Lärm und: Freude!
Das ganze Album pendelt für mich zwischen den typisch energiegeladenen Songs von BEAR VS. SHARK über all das, was die meisten Emobands bspw als Alleinstellungsmerkmal auf ein ganzes Album auswalzen. Es gibt die träumerischen Songs, die extreme noisigen, die Math-rock vertrackten, es gibt Fragmente, die nicht so recht wissen, wohin sie wollen.
Das ist ganz großes Kino!
Das komplette zweite Album ist abwechslungreicher und mein absoluter Fav!

Anspieltips:
„right now….“: Ma Jolie / MPS / Bloodgiver
“terrorhawk”: Catamaran / 5, 6 kids / Antwan / I fucked your dad
Und genau diese beiden Alben gibt es nun bei EQUAL VISION als Doppel LP mit neuem Artwork vom Sänger Marc.

hier eine session @audiotree. haben auch einen tollen kanal bei utube!

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ENGLISH VERSION:
the recovery of this band must reach back to the post-napster-era. the most i loaded through emule-server world-wide and 96% of it landed in trash. but a few bands made the full 10 points and BEAR VS SHARK was one of them. i searched for an LP but in 2011 it was really hard to find one, cause they were completely sold-out.
first of all songs catches me „ma jolie“. this completely breathless and ridiculous song. this pulsive post-hardcore-riff. slap-bang cut into a clean guitar lasting for an eon. than marc’s catchy vocals. dunking into a heavy distortion guitar and overturn and screaming and singing…..
very impressive!
i was electrified! heard the next few songs and: fell in love!
i remembered REFUSED or AT THE DIRVE-In with this maximum of energy in their songs. which ATDI for example often wasted on stage. but unfortunately i missed a live show of BEAR VS SHARK. and they split in 2005.
first album was „Right Now, You’re in the Best of Hands. And If Something Isn’t Quite Right, Your Doctor Will Know in a Hurry” in 2003.
after founding the band in 2001 they make themselves up to find torpedo-like riffs with hard vocals and many melodies. on some points while listening i remembered the incredible FUGAZI but also the energy of MC5.
in the beginning of this century punkrock was eaten faster than ever through digital downloads. noone could have forseen that. everyone seems to begin to scream, to jangle, to spit out the lyrics. combinig hardcore and punk to posthardcore or emo or screamo. singer marc paffi summarise this attitude like this: “I don’t think there was ever a mantra behind what we were doing,” recalls Gaviglio. “I mean, we were never going to wear makeup or dress in matching outfits. … We wanted to be ourselves. We were playing because we loved to play, not because we ever thought we were cooler than anyone. Why would we think we’re better than anyone? When all we’re doing is writing songs and, frankly, rolling around in a cramped, crappy, rusty van and sleeping on other people’s floors! We did that all for the music! And, maybe it’s those Midwestern values, but we also answered every piece of fan mail. If anyone came up after a show, we’d talk with them.”
it’s all about the music. not more and not less.
in 2005 comes the second album „terrorhawk“ before band split up.
when i heard it the first time, for me it was a heightening! the first tracks have had this inimitable power. the music pushes forward with a big smile! and there are those „bigger than life“ songs like „baraga embankment“. it has something QUEEN-ful for me. the lyrics are about the inevitable catastrophesin life that has to happen. „and you always learned a lot from the deep end of faith and you worry yourself sick”.
starting with a clear pianoline and marc’s electrifying vocals. raise up with the lyrics, getting noiyer an louder, followed with energy and: pleasure!
the whole album oscillate between this typical energy of BEAR VS SHARK and one variety that take other bands as a unique feature for a whole album – what bores after 3 songs.
on this album are dreamy songs, math-rocking, extremely noisy parts, and fragments who don’t know where to go 😉
that IS big cinema!
the second album is much more diversified and my all-time fav!

for example:
„right now….“: Ma Jolie / MPS / Bloodgiver
“terrorhawk”: Catamaran / 5, 6 kids / Antwan / I fucked your dad
those albums have a re-release on EQUAL VISION as Double LP with new artwork from singer Marc.

here a great livesession recorded @audiotree. also on utube.

review: NO°RD – dahinter die Festung LP

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Erste Töne erinnern sofort an EXIL. Oder halt eben TURBOSTAAT. Früher.
Als wir noch jung waren ist jetzt! Oder?
Je länger die Scheibe läuft, desto mehr stellt sich ein DUESENJAEGER-Gefühl ein. Sowas wo es um was geht, was manchmal einfach nur im Nebel liegt. Dabei gehen die Lyrics in eine sehr konkrete Richtung: Verantwortung, Ausgrenzung, Verletzung, Einsamkeit.
So viele Namen. Gleich zu Anfang.
Die Band gibt es noch nicht so lange, im Jahre 2014 gegründet und auch den ersten Gig gespielt.
Ich wurde durch das Demo schon aufmerksam und habe die 5 Herren mit ihrer tollen PostPunkMucke erfolgreich auf Sampler #3 der Provinzpostille untergebracht. Mit den Songs „schlagring“ und „flutlicht“ (damals 😉 war der song noch exklusiv!!!). Nun, beide sind auch auf der Platte drauf! Geilo.
Da vorne kommt schon ein Ende!
Ich mag die Musik der NORDer. Sie haben zwischen all den genannten Bands ihren eigenen Blick auf ihre Themen und geben der Musik hier und dort Schubser, wie man sie sonst nicht hören kann. Das ist echt toll, weit ab vom Mainstream, ohne total durch zu sein!
Die spärlichen Einwürfe von (verdammt, wer von Holz, Maik, Wilhelm, Andreas, Tim is’n nu der Sänger…. nix auf der Homepage, im Video nur alte Männer, im Infoschrieb och nüscht…. manno), naja eben dem Sänger, sind toll gesetzt und stützen die Melancholie der Musik. Was ich echt gut finde ist, nicht eine halbe Stunde angeschrieen zu werden sondern kleine Geschichten erzählt zu bekommen. Was ich aber zum einzigen Manko bringt, das ich anmerken möchte: Punk darf konkreter sein! Vor allem textlich 😉
Am Ende: das Cover.
Ich kann, verdammt noch mal, nicht erkennen, was der alte Rocker da in der Hand hält. (ich kenne aber den Typen, der so doof aus der Wäsche guckt!)
Vielleicht ist das Absicht. Vielleicht aus Versehen. Vielleicht geht es nach Norden. Vielleicht ist das deine Richtung. Aber auch in meiner Richtung.
Oder nach Süden? Soll ich dich mitnehmen? Spring rein!
Danke, daß ihr mich nicht erschossen habt.

VIDEO
LP / MP3 bei Kidnapmusic erschienen.
und Termine auf der FB Seite

dates: SEPT / OKT 2016 teil 01

Folgendes gibt es anzukündigen:

2 Kurztouren meiner Lieblingsbands:

KUBALLA (mit neuer 7inch „auf dem weg durch die Zeit„)
und
pADDELNoHNEkANU (mit neuer 7inch „1+1=2fel„)

30.09. DEMOZ Ludwigsburg
01.10. ZODIAC Schramberg
02.10. TEESTUBE Singen
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und
DRUNKEN MOTORCYCLE BOY (mit neuer Platte „try“ bei backbite records)
videotrailer

video: BITTER GROUNDS – struck out

Eine Neue Kategorie, ein erstes Video.
Ja, inzwischen kommen Anfragen rein, die auch mal ein Video beinhalten.
Was wäre das 21te Jahrhundert ohne Trailer (vor dem Album), ohne offizielles Video (vor dem Album) und dann noch ein Video, wenn denn das Album draussen ist.
Soviel dazu 😉

BITTER GROUNDS
(english version below)
Der Song „struck out“ ist ein klarer, typischer TwoToneSkaSong.
Die Band kommt ohne Gebläse daher, sondern mit punkigen, angezerrten Gitarren.
Der Sound erinnert mich stark an den Übertrack „timebomb“ von RANCID.
Und wie der Track, so auch das Video: einfach gehalten, klare Bilder, keine Überlangen Stories. Aber auch ncihts, was man doof finden könnte, haha!
Gegründet aus der niederländlischen Band BEANS, die 4 Alben rausgebracht hat und bis 2005 existierte.
Nun hat sich die Band neu formiert und bringen Ende des Jahres ein erstes Album als BITTER GROUNDS raus bei dem deutschen Label ring of fire records.
In die Labelfamilie passen sie auch hervorragend rein. Zwischen JAYA THE CAT, DR. RINGDING und auch NEON BONE.
Ich bin gespannt auf die kommende EP „remnants…“
VIDEO

BITTER GROUNDS (english version)
The song „Struck out“ is a clearly TwoToneSkaSong.
Band comes without the typical Hornsection, instead a bit more distortion and punk.
Sound reminds me at the great track „timebomb“ of RANCID.
And like the Track is the video: clear pictures, kept simple and no long stories which can get boring real fast, haha!
Formed out of the Band BEANS from Netherland, which has released 4 Albums until they break-up in 2005.
Now they are back in town with their new band BITTER GROUNDS and will release a new Album this year on ring of fire records.
The band really fits good in the labelfamily with bands like JAYA THE CAT, DR. RINGDING und auch NEON BONE.
I’m exited to hear the upcoming EP „remnants…“
VIDEO

review: LULU & die EINHORNFARM – ihr seid alle scheisse

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Ich soll ein Review schreiben über eine total witzige Band names: LULU UND DIE EINHORNFARM.
Lese mal schnell während des Hörens dieser wundervoll einfachen Songs ein Interview, in dem der Wunsch geäußert wird, mal einen Verriss zu bekommen.
Also gut. Verrisse kann ich gut. Achtung:
Geile Riffs (nein, das ist nichts sexistisch gemeint)
Gute Hooks.
Es geht um Penisse, Bier und Vollidioten.
Erwachsen albern.
Ne, ich mag das nicht verreissen. Ist doch oke, eure Mucke! (ich bin bei Song 2 – ohne zu spulen)
Kann man machen.
„Ihr seid alle scheiße“ (der Titel des Albums) ist doch n Klasse Titel, um sich zwischen alle Stühle zu setzen.
So Ja/Nein; ohne vielleicht. Fast schon ein politisches Statement. UND: in den Farben der Saison „schwarz rot gold“
Man darf auf keinen Fall erwähnen, dass die Sängerin Luise Fuckface bei so ner anderen Band mitmacht.
Also mache ich es nicht.
Super, oder?
Musik und Texte also cool (sagt man das heute noch?), zweideutig erwachsen. Erwachsen albern.
So NDW-Deutschpunk-Songwriting. Manchmal Funpunk wie früher mal die BRIEFTAUBEN (andere lustige Bands habe ich nicht lustig gefunden, nein auch nicht die ________ (bitte selbst ausfüllen)). Manchmal auch voll rockig wie NICHTS (aaaaahhhh, jetzt. da gibts doch auch n Track von denen, wo die so „scheisse, scheisse, scheisse – ihr seid alle scheisse“ singt – haha! ich habs rausgefunden!!! Erster, nänänänänä —- oder eben) IDEAL.
Habt ihr die Mucke eigentlich für so alte Säcke wie mich geschrieben? So als Provokation?
Ich hab nämlich nach Song 5 aufgehört zu lachen. Mir ist es steckengeblieben. Im Hals. Flaschenhals.
Was mache ich bloß falsch in meinem Leben?

Ach ja, Reviews schreiben ist auch nicht so mein Ding.

Anspieltipps:
wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht (müssta selbst gucken, wo ihr den anhören könnt. bei bandcamp gibts nur den!)
und
wenn man morgens aufwacht (ein ganz doll liebenswertes Video mit Pferden (für alle Bibi&Tina-Fans))

17 Songs für die Ewigkeit.
Als CD oder LP mit allem möglichen Modequatsch.
Bei bakraufarfita-records
(klammer auf)klammerzu