review: LYPURÁ – Á LP

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Sie fallen gleich mit der Tür ins Haus.
Rau, unsauberer Sound. Dafür umso aufgeräumter das Songwriting und das Zusammenspiel.
Gegen all die vielen glattgebügelten Bands, die einen so umzingeln im Backkatalog der größeren Mailorders, eine absolute Wohltat.
Trotz das es klar aus dem Screamo kommt werde ich nicht die ganze Zeit angeschrieen. Immer schwingt Sehnsucht und Verzweiflung gemeinsam über der Musik. Was daran liegt, daß die Herren alle gemeinsam singen, schreien, sprechen.
Man merkt auch, daß sie nicht seit gestern zusammen Musik machen.
Hach, ich liebe live eingespielte Platten. Zum Metronom zu spielen wie einst Helmet…. würde mir auch nicht einfallen.
Plötzlich brechen Parts heraus, die einen in Soundsphären mitnehmen und danach wird munter ein flotter Ufta gespielt.
Ein toller Genremix. Screamo, Emo, Punk, Postrock. Ich lasse das mal mit dem Name-dropping, da man sich da nur vertun kann, haha! Ich habe mal „…who calls so loud“ entdeckt. Ne Ami-Screamo-Combo. Daran erinnert mich LYPURÁ.
Mein absoluter Lieblingshit, schon auf dem Demo: „growing“. Minimalistsich. Nicht ausschließlich auf Effekt des Laut/Leise reduziert. Sondern ein ganz konzentrierter Aufbau im Song. Da fällt mir „tiger magic“ ein (review ihrer letzten scheibe). Die machen sowas auch. Es sind übrigens alle 4 Songs des Demos auch mit auf der Platte.
Also durchweg heftigst geil. Und dann kommen die auch noch aus Karlsruhe.
Mehr Provinz geht nicht. Deswegen auch mit einem Interview und Songs in der kommenden Ausgabe!
Stay tuned!

Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. fanzine seit 2014. Gitarristin bei pADDELNoHNEkANU

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