review: FLUID TO GAS – on air EP 7inch

fluid to gas - on air EP

Neulich schrieb ich über die nice 10inch von LHOTSE und Blockshot und kurz darauf bekam ich Post von einer mir altbekannten Band: FLUID TO GAS.
Sie haben 1995 ihre erste 10inch bei dem famosen Bonner Label REVOLUTION INSIDE rausgebracht. Le Sabot (der Name des Labelmachers) war nur wenige Jahre tätig, leider. Ich weiß nicht mehr, ob er noch vor 2000 aufhörte, jedenfalls hat er viel von GUTS PIE EARSHOT rausgebracht. Das Internetz hat das Label jedenfalls durch die Maschen flutschen lassen.
Nach der besagten 10inch gab es dann auch noch eine LP. „flow“
Der Sound klingt heute schon sehr nach 90er Jahre, ich habe ein Grinsen im Gesicht, wenn ich das wieder höre!
Da dieser ganze amerikanische Emosound, außer den übergroßen FUGAZI, ziemlich an mir vorbeigegangen ist, hat diese Band einen besonderen Platz in meiner Sammlung.
Wo auf der 10inch noch elegisches Songwriting angesagt war mit etwas vertrackteren Beats und noisigeren Gitarren, wurde auf der LP die Distortion und das Tempo hochgeschraubt. Auch die Melodien sind klarer, doch der Gesang bleibt, wie auch die Lyrics im poetischen. Gibt dem Gesamtbild einen melancholischen, wavigen Anstrich.
Ich bin also mehrfach begeistert, nach so vielen Jahren einen neuen Release in den Händen zu halten. Die in der Zwischenzeit veröffentlichten Demo/CDs sind mir (leider) entgangen. Auch haben die Herren sich von einem Trio zu einem Quartett vergrößert und ihr eigenes Label F-SPIN RECORDS gegründet. Darauf haben sie eben schon LHOTSE und BLOCKSHOT (und so einiges anderes) veröffentlicht. So schließt sich der Kreis und ich höre nun mal auf mit dem Infotainment 😉

Die vorliegende 7inch „ON AIR EP“ (bereits 2017 rausgekommen) ist ein guter, gelungener Schritt! Und dieser hat 11 Jahre gedauert. Wenn man in Bandzeiträumen denkt, haben andere in dieser Dekade drei Bands gegründet und wieder versinken lassen. Nicht FLUID TO GAS. Sie haben weiterhin geprobt und gespielt und mit Immi einen zweiten Gitarristen eingespannt.
Der Sound ist wieder etwas reduzierter, dafür verdammt gut gemischt. Die zweite Gitarre füllt Räume, der zweite Gesang bringt Abwechslung. Da haben ein paar älter gewordene Herren echt Spaß an ihrer Mucke. Und das macht wirklich Spaß zu hören. Noisig treibend, vertrackt harmonisch.
Die Texte sind auch erwachsener geworden.
Jeder Song ist rund und ich freue mich euch sagen zu dürfen:
da kommt noch eine 7inch!
Und Konzerte!
23.03.2018 / Dresden, Chemiefabrik + Scraps of Tape + Yon
28.03.2018 / Hamburg, Hafenklang + Party Diktator
15.06.2018 / Mönchengladbach, Blubox + Yarn und Haikkonen
16.06.2018 / Düsseldorf, Brause + Yarn und Haikkonen
25.08.2018 / Mannheim, Brückenaward + viele andere

Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. fanzine seit 2014. Gitarristin bei pADDELNoHNEkANU

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