fanzine: PLASTIC BOMB #105

plastic bomb #105
Ich lese das Plastic Bomb im Grunde in jeder Ausgabe, gehe immer fleissig zum Bahnhof und hol mir die Neueste!
Habe nur noch nie drüber geschrieben.
Heute tue ich das, weil diese Ausgabe wirklich klasse geworden ist.
Das Cover hat mich erstmal abgeschreckt, da so ne HorrorPunkBand drauf ist „horror vacui“. Ich mags gar nicht. Kein Kaufgrund also.
Jedenfalls, die Band macht sehr punkigen, düsteren Wave. Könnt ihr mal hier reingucken. Eigentlich ganz okay, wers mag!

Diese Ausgabe mag ich aber nicht herausheben wegen der Mucke, der Interviews, die darin besprochen werden. Es sind die Berichte, die mich diesmal echt gefetzt haben.
Zum einen ist es der offensichtlich gut recherchierte und geschriebene Bericht „Geschichten aus der Gruft“ zu den Herren Braunhut und Kauka. Ihreszeichen Herausgeber von Kindercomicheften YPS und Fix & Foxi.
Mir war wirklich nicht bewusst, daß eben jener Rolf Kauka bspw Asterix für Deutschland lizensiert hat und seine eigenen, Naziverbundenen Texte in die Sprechblasen gesetzt hat. Gruselig. Ich habe den Quatsch auch gelesen…..
Dann auch der Artikel „gefühlte Wahrheiten“. Ich finde es super, wie deutlich die Situation in Deutschland gemacht wird, wo Menschen ihren Alltagsrassimus inzwischen mit einigen Nazihonks gemeinsam ausleben können und toleriert werden. Die Lösungsansätze sehe ich ganz klar wie der Autor „…das sich (staatliche) Institutionen ohne wenn und aber antifaschistisch positionieren müssen,…“ Da bin ich sehr froh, daß auf der Schule meines Sohnes „Schule gegen Rassismus“ schon in der Lehranstalt dahingehend gebildet wird. So ist es nämlich am Ende egal, wer sich auf dem Schulhof kloppt. Jeder hat einen Namen 😉

Mit dem „zwinker zwinker“ verabschiede ich mich.
Geht zum Bahnhof und kauft euch mehr schlaue, linke Lektüre.

PS: schade, ohne CD fühle ich mich unbemuckert, haha! Dafür schön, daß ihr wieder die Kleinanzeigen aufgenommen habt. Das ist echt ne Rubrik, die sich im letzten Jahrzehnt komplett verloren hat… warum eigentlich?

Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. fanzine seit 2014. Gitarristin bei pADDELNoHNEkANU

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