review: KIOSK – institut für weltanschauliche fragen EP

kiosk - institut für weltanschauliche fragen

Die Richtung, wohin die Songs führen ist gleich in den ersten paar Takten klar: der Punk verrascht sich auch gerne mal selbst. Das ist ja irgendwie das Schöne an diesem Genre, man nimt sich nicht zu ernst.
Das ist wichtig und hält die Szene gesund! Titel wie „nass allein genügt nicht mehr“ , „kein schöner pfand“ oder „wenn schmetterlinge von doc martens träumen“ drücken wirklich klar aus, was in den Lyrics besprochen wird. Natürlich gibt es auch ernsthafteres wie „kreislauf“.
Bei dieser vorliegenden EP handelt es sich also um ein Produkt der Freude.
Man merkt, dass die Band viel Spaß hat, bei dem, was sie da machen.
Mir persönlich ist das an vielen Stellen zu simpel gestrickt und zu vorhersehbar. Das Reimschema manchmal völlig aus dem Tritt. Die Reime „…die Frisur steht … mein Friseur heisst Fred“ entbehren jeden Kommentars.
In den Texten geht es um Stillstand, den gepflegten Widerstand und die Melancholie, die einen so bei Touries mit Selfie-Sticks ereilt.

Die CD steckt in einer außergewöhnlichen Verpackung, die aber auch in keine Plaste-Verpackung passen will, die ich hier so rumfliegen habe. A3 drei mal gefaltet.
Alle Texte, ein paar Bildchen, handnummeriert.
Das ein Kiosk (oder auch Büdchen, wie man im Rheinland sagt) ein Ort des Besprechens weltanschaulicher Fragen ist, steht außer Frage.
Reinhören: bandcamp
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Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. fanzine seit 2014. Gitarristin bei pADDELNoHNEkANU

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