review: LUNATIC SPIRIT – II DoLP

LUNATIC SPIRIT - II
Vorweg: in nächster Zeit gibt es kreuz und quer Reviews von Bands zwischen Mannheim / Karlsruhe / Baden-Baden / Stuttgart um mal ein wenig die hiesige, manigfaltige Musikszene zu beleuchten.

Im Mai schon habe ich die Platte von LUNATIC SPIRIT überreicht bekommen und inzwischen einige Male durchlaufen lassen.
Für so’n Punker wie mich ist das ganz schön harter Stuff, haha!
Das Trio aus Karlsruhe macht sich laut Eigenbeschreibung auf, Doom und Death geben sich die Hand und werden mit einem psychedelischen Hauch von Düsterniss überzogen.
Trifft.
Die ersten beiden Songs, sprich Seite A, auf der mit einer üppigsten Spielzeit ausgestatteten Doppel LP (!!!!) , nämlich knapp 50 Minuten, „lost innocence“ und „bleeding fire“ graben sich so tief wie möglich in dein Hirn. Rollen, umschmeicheln dich mit dem fast grungigen Gesang. Ne. Jetzt weiß ich, da lässt BLACK SABBATH grüßen, wie heißt der Sänger noch 😉 ?
Seite B startet mit einem Sample und stampft sich in Trioden und etwas mehr Tempo ins Genick. Der Gesang pendelt zwischen der schon hörbaren Schmeichelei und tiefen Growls, was einen wirklich verschrobenen Effekt erzielt.
und auch mit „the torch“ schaffen sie wieder eine Überraschung.
In den manchmal sehr minimalistisch wirkenden, doomigen Riffs, die sich immer und immer wiederholen, hauen LUNATIC SPIRIT dir ihre flache Hand ins Gesicht, um dich aus der selbstproduzierten geradezu hypnotischen Einsamkeit herauszureißen.
Dann kommt der, meiner Meinung nach, Stoner-Smasher „mountain in flames“ – sehr geil.
Das „mescaline sunrise“ fällt dagegen etwas ab; meint man, anfangs, dann kommt der leicht vertrackte Refrain. Und DOOM. Auch mal noisiger und bissiger als auf den anderen Tracks.
Und auf Seite D klatschen sie uns dann noch ein astreines Metalriff um die Ohren.
Fazit:
Sehr gut auf dem provinziellen Label EUCALYPDISC produziert (die auch leider verblichene Bands wie ELECTRO BABY und den Geheimtipp [e:on] beherbergt). Auf den Punkt gespielt, klasse gesungen. Einzig ein wenig seltsam finde ich die kleinstmögliche Entwicklung beim Artwork. Das Cover ist exakt das der „I“. Anderer Farbton. That’s it. Hm. Soll ich sie mal fragen, warum?

Reinhören
website
eucalypdisc

Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. fanzine seit 2014. Gitarristin bei pADDELNoHNEkANU

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.