Ob ich das Tape besprechen möchte? Tommy macht tolle Sachen. Ein ständiger Garant für gut gespielten, witzigen, fantasievollen, lärmigen Punk!
In diesem Falle ein bisschen weirdo.
Bei Apéro hat er (allein bestimmt nicht 😉 ) diesmal die ätzendsten Instrumente der Rockmusik „i like rock“ (sure?) zusammengebracht, um daraus das zu machen, was gerade hier läuft.
Egg Punk ist in dieser schnelllebigen Punkrockzeit ja schon fast tot. Wäre da nicht Apéro!
Drums vom Computer, Synthie und ne leiernde Matschepappe-Gitarre und verzerrtem Gesang.
Ich nehme mal vorweg, dass es eine Kunst ist, erstmal hart extrem an jedem Effekt, den man benutz, ganz dolle auf die 10 zu gehen, um dann einen Gesamtsound daraus zu malträtieren. Anspieltipp ist „pony rehab“.
Von Anfang wird das gekrönt direkt mit dem „tribute to apéro“ – eigentlich wollen sie ja gar nichts mit uns machen „All I want to do – Is nothing with you“. Was nicht der einzige Tribut beliebn wird, sie haben auch noch einen tributischen Stinkefinger für Dwayne Johnson im Gepäck, und einen für Neil Young, ich glaube, sie mögen ihn nicht.
Im Grunde hauen sie in jedem Song textliche Kleinode infantilen, fast schon Dada-istischen Humors raus.
Man meint, dass die Lyrics erstmal gar nicht wirklich was sagen, aber dann kommt der Oneliner, der alles weggkickt, ohne einmal „fuck you“ zu sagen.
11 Songs in 12 Minuten. Yeah.
Raus bei Rilrec.