review: AT-THE-DRIVE-IN – inter-alia

at the drive in

Ihr denkt „wat machtn der jetz tnoch für n refwieu von dene scheibe – is doch uralt“
Manche Scheiben drehen erstmal ein paar Runden, wie gesagt.
Und diese hatte es verdient. Ich habe die „relationship of command“ heftigst geliebt.
Die Energie, das ungestüme Ausbrechen aus Songstrukturen. Die Melodien zwischen hibbeligem Emogeschrammel.

Die erste Runde war nämlich schrecklich. Wo? Wieso? Hat doch alles keinen Sinn.
„thats the way the ET claps“. verstehe ich den Satz richtig? (nein, natürlich nicht) aber dieses Geklatsche. Unerträglich poppig.
Nach einigen Runden mehr klang die Scheibe nicht mehr ganz so gewollt. Ich hatte mir alte Liebelingssongs noch mit auf die CD gebrannt, um vergleichen zu können.
Ich hatte so lange drauf gewartet, daß noch was passiert, das noch was kommt von der Band. Ähnlich wie bei KRAWEHL letztes Jahr.
Im VISIONS las ich aus Neugierde mal die Ausgabe mit dem imensen Stammbaum an Musikern, die AT THE DRIVE IN über die Jahre verschlissen hat. Ich rechnete mit nichts mehr.
Nun diese Scheibe.
Sie arbeiten sich immer noch fleissig daran ab, Songstrukturen zu dekonstruieren und manchmal habe ich das Gefühl das einzig der Gesang eine Linie hat. Alle anderen Instrumente spielen gegeneinander an. Das Ganze verpackt in einen Rocksong.
Sehr anspruchsvoll, das.
Und sehr glatt abgemischt. Das Raue fehlt. Das vermeindlich Unbedarfte.
Die Lyrics weiterhin zynisch und sehr studentisch. Schlaues Englisch. Ich komme da nicht mehr mit.
Wenn ich die CD nun aus dem Autofenster schmeisse, werde ich sicherlich nichts vermissen.
Also: die Scheibe gibts nun in meinem Bauchladen zu erstehen. Mit Poster.

PS:
So schön man das Video finden mag….

Im Grunde ist das alles elitärer Rockmusikquatsch.
Kostet viel Geld und noch mehr Eintritt auf ein Konzert.
Geht lieber auf 5 kleinere Clubgigs und schaut euch neue Bands an. Ich bespreche hier ja genug davon.

Haut rein!

Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. fanzine seit 2014. Gitarristin bei pADDELNoHNEkANU

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