Ein schneller Überblick über die akutelle Ausgabe, bevor schon wieder die neue in den Briefkasten flattert. Und ein schneller Tipp: ein Abo ist da echt super, bin auch äußerst selten am Bahnhofskiosk zu finden.
Das TRUST Numero 236 hab ich nu endlich durch.
Das Cover ist mal wieder echt lustig, da es so wirkt, als wäre der Grafiker*in in einen Monty Pythons / Terry Gilliam – Topf gefallen und würde so die schwarz weiß-Grafik erstellen. Denn das ist das Heft immer: in schwarz weiß.
Inhaltlich bekommt man diesmal folgende Interviewpartener*innen geboten:
Holy Goat Records (dazu später mehr), Rich Kids on LSD (was man prima bei Jan, dem Interviewer, bei Facebook verfolgen kann, wo er so ist; und er ist ja auch immer total stolz, an all diese musikalischen Orte zu gehen und seine Interviews zu führen. Einzigartiger Kerl!), Wick Bambix (kurz und knackiges Interview, wahnsinns Frau, cool!), dazu eine mir bisher gänzlich unbekannte Band (was mir beim Trust öfter mal passiert: 6 Bands, ich kenne keine) namens The Penske File – huch, nach dem Reinhören dachte ich: kann ich schnell wieder vergessen – dazu alte Huntington Beach Haudegen T.S.O.L. plus die yugoslavische (jetzt kroatische) Band Paraf, die in Zeiten Tito’s schon aktiv waren und nun wieder oder immernoch; nach 41 Jahren wieder ein neues Album. Krass.
Solang damals die Texte nicht gegen den Staat gerichtet waren, durfte man Punkmusik machen und auch so rumlaufen.
Also Holy Goat Records erzählt aus dem Nähkästchen. Er arbeitet Vollzeit, fährt Bands durch die Gegend, macht das Label als Vollzeithobby. Ist schon echt viel zu tun. Dazu wird mit viel Energie die Aufmachung der Platte oder MC hergestellt.
Was ich mag ist, dass auch der Interviewer ein paar ergänzende Dinge mit dazupackt, zum einen, um die Antworten zu komplettieren, zum andern macht es das Gesamtbild gehaltvoller.
Der Reiz an dem Heft ist schon oft das Unbekannte. Um dann in den Reviews endlich Platten zu finden, die man kennt, gehört hat, und eventuell auch sein Eigen nennt!
Schönste Review dieser Ausgabe, und ich meine das Ernst, große Liebe an Marianne, die ein grandios ehrliches, sechs-Sätze-Review geschrieben hat und endete mit: „es wirkt zufällig, ziellos und uninspiriert, ich hatte keine Freude an diesem Release.“
Manchmal muss, darf man einfach ehrlich sein, ich denke mir das oft und lasse es nur durchscheinen, zwinker.
Vielleicht, Marianne, bist du mir Vorbild für Sachen, die noch kommen!
Ich finds ne gelungene Ausgabe. Lesepflicht.