LP: stau – der gute rat – 100 (noisiversum)

Den 100sten Release von Fidel Bastro hab ich mir gegönnt. Schon vor ner Weile. Hier nun endlich ein paar Worte dazu, denn Besonders ist er, der Release!

Ich stelle fest, es ist stau, es ist Noiserock, was bei diesem Label auch zu erwarten ist. Vornedrauf ist der Beelzebub, der Gehörte, nein, DIE Gehörnte. Mit riesigen Brüsten und einem imensen Glied.
Das ist das original Cover ist das oben Beschriebene. Die Platte ist allerdings in schwarz und mit einer einfachen Schrift versehen.
Bei einer kurzen Recherche stelle ich fest, dass dieser Release schon sehr alt ist. Nicht weniger überraschend.
Ich finde im Internet wenig bis nichts über die Band stau. Dafür finde ich raus, dass diese Platte „der gute rat“ heißt.
Ein wenig verwirrend.
So wie die Musik, als sie denn endlich losläuft.
Was ist das?
Stehen stau für Hormon- und Testosteron-Überschuß?
„der gute rat“ wird also kredenzt und falls da irgendwo tatsächlich einer drinsteckt, dann habe ich ihn überhört.
Es gibt auch einen gleichnamigen Song, Titeltrack, und da bin ich auch ganz froh, dass ich den jetzt kenne.
Die Synthies sind mehr irre Effekte gemeinsam mit dem Gesang. Dazu Worte, die sich anhören wie Lautmalereien.
„move“ ist eine repetitive Ansage. Total manisch und je länger das läuft, desto mehr zieht diese Platte. Unglaublich! Wie so ne Art tief verborgene Gefühlsregung, die durch das Anspielen dieser Musik nach oben geschwemmt wird; vielleicht weint der ein oder die andere Rotz und Wasser. Ich verspüre einen Sog.
Ihr erinnert euch sicher an „glue man“ von Fugazi. Sowas ist Stau. Nur das sie die Schraube ordentlich angezogen haben in Punkte Irrwitz und Noise.
Anspieltipp ist „5 minuten nix“ – gefunden habe ich das bei youtube bzw auch bei Deezer.
Es sind weit über eine Stunde Musik zu hören, die ganz sicher nicht auf diese Platte gepasst haben – Verwirrung ist also der Band zweiter Vorname.
Erschienen ist die Platte von stau bereits 2004.

Hört doch da mal rein und lasst euch mitziehen.