fanzine: HUMAN PARASIT #18

Bei der neuen Ausgabe des Human Parasit habe ich ne ganze Weile nachgedacht, ob ich überhaupt ne Review schreiben soll. Dummerweise ist mir beim Durchblättern der Review zu meiner letzten Ausgabe ins Gesicht gesprungen. Mit dem Hintern zuerst. Denn leider war das kein Review, sondern eine Kritik, die aber, bei jedem erstaunteren Durchlesen, relativ einseitig und Substanzlos ist.
Das soll hier und jetzt aber kein Aufhänger sein. Ein Fanzine zu machen ist, jedem der das tut, eine persönliche Angelegenheit.
Weil mir gleich auch noch dieser riesen A5-Zettel in die Hand fiel, mit einer Begründung, warum dieses Heft nun (unbeabsichtigt) A4 geworden ist, und wie sich die Produktionskosten zusammensetzen. Bin mir noch nicht sicher, ob ich das wissen will.

Mit 94 Seiten hat das Human Parasit seine übliche Seitenzahl erreicht, kommt in einem außergewöhnlichen Umschlag, in nem schicken „Bäppis Family“ Cover.

Inhalt diesmal zwei Interviews mit Uwe Umbruch von Kommando Marlies und Faust X Bein. Dazu gibt es die, glaube ich, schon dritte Folge des „literarischen Duetts“ mit Bäppi und Alex von Pascow.
Während für mich die Interviews nichtssagend bis belanglos sind, trifft Bäppi mit dem Aufhänger „wieso kostete ein Konzert von Pascow vor ein paar Jahren n 5er und heute 20 Öiro“ (woher er den wohl hat, den Aufhänger 😉 ) und der dauffolgenden, ausgiebigen Diskussion um Einkaufs – und Verkaufspreise bei Punkbands voll ins Schwarze. Folglich also auch die „was kostet ein Fanzine-Seite“ vollkommen gerechtfertigt.
Auch gut, dass die Band von Alex‘ Label Akne Kid Joe ihr Fett abkriegen: endlich ist mit mir jemand einer Meinung, die meisten feiern die total ab. Vieles ist echt toll gemeint von der Band, am Ende wirkt es aber wie bei einem ausgearbeiteten Gedichtband vom „Arbeitskreis für Jugendliteratur“ an.
Auch dabei: ein Haufen Reviews von Bands, die hier auch schon heimischen Tapedeck gelandet sind, die Vorstellung von Black Square, yeah.
Kurzgeschichten von und mit Bäppi, Falk Fatal und dem Bericht „Goodbye Deutschpunk“ eines Auswanderes nach Amiland.
Alles in allem eine recht gelungene Ausgabe, Bäppi in Höchstform, spitzfindig wie nie, die Schrift ist so groß, ich werde die Ausgabe mit 75 noch ohne Lesebrille meinen Enkeln vorlesen.

Wer das Heft haben mag: Mail, FB oder sicher bei einem kleinen, korrekten  DIY-Mailorder 😉

Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. fanzine seit 2014. Gitarristin bei pADDELNoHNEkANU

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