interview: #3 – the lamplighters – köthen, punkrock

Vorklapp:
Nach und nach werde ich – bis (in 2025 hatte ich euch nicht verraten, welches) Weihnachten – mal alle Printinterviews, auch längst verblichener Bands, hier online stellen. Ich pimp die noch ein wenig, Musik, Links, Fotos. IMMER DONNERSTAGS – zur Tea-Time.Auch die bereits veröffentlichten bekommen einen neuen Termin und werden angepasst.
Alle Ausgaben sind Out of Print und werden nicht wieder aufgelegt.
Ausgabe 13 eventuell in 2026!

The Lamplighters im Interview in 2016.
Wir hatten uns, nach ein paar Dates mit Bands in 2014 nicht mehr gesehen, aber auch nicht aus den Augen verloren.
Mal abgesehen davon, haben The Lamplighters fleißig weitergemacht und eine ordentliche Fanbase, die sie, wenn mich nicht alles täuscht, schon zum zweiten Mal via Crowdfunding mit einer Platte versorgt haben.
Gerade frisch raus ist das neueste Werk, welches nach den jeweiligen Singles benannt wurde. Aber das ist ein anderes Thema und kommt sicher hier auch noch aktuell reingeflattert!

PP:
Ihr wart ja schon auf dem Sampler #1. Und ich freue mich, daß ihr wieder dabei seid. Lange nicht gesehen, haha!
Eure neue CD „views“ ist nun schon ein paar Tage draußen und ich warte hier noch gespannt auf den Vinylrelease!
Wie läuft’s, wie ist die Resonanz?

LAMPI`S:
Hey Felix, wie läuft`s? Das Vinyl kommt Ende März oder im April glaub ich. Die Resonanz ist durchweg sehr gut, bekommen hauptsächlich Reviews aus`m Ausland & die sind bis jetzt super.

PP:
Ausland heisst…? Habt ihr ein Management oder wie kommt das zustande? Ihr macht die Band aber aus Spaß?
Ihr spielt inzwischen sehr regelmäßig Konzerte. In letzter Zeit auch immer öfter auf Soli-Veranstaltungen gegen Rechts. Da das schöne Städtchen Köthen, aus dem ihr kommt, mitten in Sachsen-Anhalt liegt, mag ich gerne wissen, wie es euch dort im Moment geht.

LAMPI`S:
Uns geht es gut, von so nem Trubel bekommen wir speziell in unserem Städtchen eigentlich nich viel mit, es ist sehr ruhig.

PP:
Was glaubt ihr, daß Musik, oder speziell eine Band ausrichten kann. Worauf kann man heute noch Einfluß nehmen?

LAMPI`S:
Man kann als Band, die im gewissem Maße Öffentlichkeit genießt, Projekte unterstützen. Soli Konzerte spielen, Präsenz zeigen.
Im Allgemeinen, auf Punkrock bezogen, ist es glaub ich so, ich spreche aus eigener Erfahrung, wenn Teenager deine Mucke hören und die gut finden auch auf andere Bands stoßen, die auch diesen sagen wir mal diesen Way of life transportieren. Das det ihren Lebensweg prägt, auf Gleichgesinnte treffen, sich austauschen und was Eigenes auf die Beine stellen, so war das doch auch bei uns, sei es ne Band gründen, ne Zeitung machen oder Konzerte veranstalten, das macht doch dieses Punkding aus.

PP:
Habt ihr das Gefühl, daß es die Presse ist, die Medien, sozialen Netzwerke, die nach Außen sehr polarisieren oder ist es tatsächlich so, wie es dargestellt wird?

LAMPI`S:
Ja klar, es liegt natürlich auch an den Möglichkeiten die jeder heutzutage hat, sehr schnell Nachrichten oder Meinungen öffentlich zu machen und/oder diese zu konsumieren. Die Welt ist halt nich schwarz weiß und sehr komplex dazu. Ich persönlich schau mir z.B. auf Facebook nich mehr jeden Scheiß an, das is mir zu blöd, weil jeder zu allem ne Meinung hat, das geht mir auf`n Keks.
Natürlich weiß ich was Du hier ansprechen möchtest & es ist durchaus so, daß ich diese Stimmung ganz allgemein & nicht nur in Ostdeutschland mit dem Klima um 1930 rum in Deutschland vergleiche und Parallelen ziehen kann, vor allem weil ich mir grad Literatur reinziehe die in dieser Epoche spielt. Man kann die Ängste die Ernst August Ottonormali hat nachvollziehen, vor allem wenn man jeden Tag mit tausend Informationen zugekackt wird und man die geistige Horizontale berücksichtigt, aber verstehen oder akzeptieren tue ich das nicht.

PP:
Oke. Ich sach mal „für mich“ sieht es halt manchmal so aus, als ob sich in Sachsen / Sachsen-Anhalt und Thüringen in den letzten 30 Jahren etwas entwickelt hat, was bisher allen egal war. Wo sind denn bei euch die Brennpunkte?
Hm, für mich als Baden-Württemberger, der die Wende 1989 nur dadurch erlebt hat, daß Schüler auf unsere Schule kamen, die einen berliner oder sächsischen Akzent hatten, hört es sich inzwischen irgendwie altbacken an, wenn man „Ossi“ sagt.
Glaubst Du nicht auch, es würde helfen, wenn wir dieses „Ossi/Wessi“ Ding mal begraben?

Zurück nochmal auf die internationale Presse! Wie denn kommt eure Mucke anderswo an? Wann kommt die Welttournee 😉

LAMPI`S:
Uhh Welttournee haha, wir sind jetzt oft an den Wochenenden unterwegs, was natürlich auch immer logistisch unter Berücksichtigung von Familie & Arbeit geschehen muß. Am 11.03.,12.03. & 13.03.16 supporten wir die großartigen GENERATORS. Im Mai ist ne Tour durch Osteuropa geplant. Im Sommer noch`n paar Open Air`s und ansonsten basteln wir auch schon wieder an neuen Songs.
Achso am 15.04.16 spielen wir in Magdeburg mit unseren gemeisamen Kumpels BEN RACKEN (Freunde von den Lamplighters und pADDELNoHNEkANU) da freuen wir uns besonders drauf.

Danke für Dein Interesse

Winkewinke & Gabbagabba Hey
The Lamplighters

 

 

video: the lamplighters – november was white, december was grey

boah – eeeewig nix gehört, dann klingelte das Telefon!
Enno von den „lampi’s“ ruft bei mir durch und erzählt von Video und jeder Menge neuer Songs, die als 7inches statt als LP rauskommen.
Yeeees.
Dazu dann eine Videopremiere, in die ich gestern Abend reingeschaut habe!

Songs erstmal:
Etwas ruhiger, als ich die Lamplighters (aus Köthen) in Erinnerung habe starten sie mit diesem Song. Eine Ballade. Eine Ballade mit Dampf, wie sich nach dem Intro herausstellt.
Ist ein guter Song!
Irgendwo zwischen Hot Water Music und Social Distortion, mit ner guten Emo-Kante.

Video:
Die Lamplighters haben sich ein schönes Setting gebaut, eine Ballerina eingeladen und einen Lametta-Vorhang.
Ick hab nüscht auszusetzn.
Mit Hardcore WorldWide haben sie sich offensichtlich auch die richtige Platteform ausgesucht, das Video zu veröffentlichen, da gehen die Clicks gleich mal nach oben!
Viel Erfolg und ich freu mich auf die 7-Zöller.