konzert: oiro + so n paar andere 09.05.2026

Nach der Albumreview kommt der Konzertreview.
So hat es ja im richtigen Leben auch stattgefunden.
Zuerst haben Oiro die Platte rausgebracht und dann war ich aufm Konzert.

Ich hätte mal aufs Plakat gucken sollen, oft gibt das ja einen Rückschluß darauf, wer wann spielt.
Aber ich guckte nicht, als wunder ich mich, dass Oiro als erste Band des Abends aufspielen.

Johnny war in Plauderlaune, er bezieht ja auch ganz gerne das Publikum ein. Dazu erzählt auch was über die Songs, Inhalt und Drumherum. Wenn Oiro also ein 20-Minuten-Konzert spielen müssten: sie würden es reißen.
Aber es auch gut so!
Live hat die Band richtig guten Druck. Der Bass dengelt mehr, die Gitarre noisig wie eh und je, der Drumbeat rumsst durch die Boxen.
Johnny ist als ein guter Entertainer.

Danach spielten Suck.
Hatte ich vorher nicht gehört und war überrascht. Also erstmal muss ich sie, spaßeshalber, zur seltsamst angezogensten Band, die ich je gesehen habe, küren. Sry. Gar nicht böse gemeint, echt! Und weil ich auch gar nicht lästern will: ich weiß ja nicht, ob sie bei jedem Konzert so aussehen. Ihr könnt euch ja euer eigenes Bild machen. Diplomatisch ausgedrückt: bemerkenswert kreative Outfits, ohne kostümiert zu sein.
Der Sound, so ne Mischung Punk und Thrash-Metal. Also ich hab danach gelesen, dass sie sich anhören wir Metallica bei den ersten Alben. Und ich würde sagen, ja stimmt. Ist nur leider für mich eher ein Ausschlußkriterium als ein Gewinnermerkmal. Wenn ich mir ihr Logo im äußerst professionellen Shop anschaue: Metallica, ja.
Ich verkroch mich in das „du bist zu alte für den Scheiß, um den zu verstehen“ Eck im Biergarten.
Ein paar nette Unterhaltungen später wieder zurück.
Zum Abschluß Bubonix.
Die Band, die durch das lokale Label Twisted Chords bei mir auch früher mal auf dem Plattednreher gelandet war, fetzte nochmal richtig rein mit ihrem, nennen wir es Hardcore-Gebräu.

Ich weiß, diesmal war ich ein bisschen maulig. Aber hej, nicht jedes Konzert kann ein Volltreffer sein und man entdeckt „den“ nächsten Topkandidaten für die Plattensammlung.

PS:
den ersten Tag hatte ich mir Aufgrund allgemeiner Plattheit in Körper und Geist geschenkt. Schade, denn Blut und Eisen hätte ich echt gern gesehen!