perzine: trail magic 5 & 6

Die Nummer 5 des Trail Magic bekommt, der Reihenfolge nach, den ersten Review hier.
Ich hab die Ausgaben des bienenfleissigen Chris von der 5 bis zur 9 hier liegen und alle noch nicht gelesen…. auch, weil ich gerade ein Buch lese. Es ist ein geschichtliches und deswegen bin ich etwas lahm beim lesen und schiebe nicht noch diverse Zines dazwischen.
Da will ich mir je Zeit für nehmen.
Und mach es dann doch. Ein sommerlicher Tag, ich lieg im Garten rum. Also ein Heft in die Hand und lesen.

#5:
Zuerst stellen alle Schreiberlinge sich diesmal vor und erzählen, wann sie sich das erste Fußballspiel angeschaut haben.
Jo, Fußball… So gar nicht mein Ding, auch nicht lange Wanderungen, allerdings sollte man ja neugierig bleiben!
Großes Thema ist Hunde, die einem auf Trails begegnen. Zwischen „kein Problem“ und „große Panik“ wird alles erzählt und ich kann beides nachvollziehen.
Meist kann ich das ganz gut einschätzen, aber Hunde sind am Ende auf dem Feld eher unberechenbar und machen einen mit lauten Gebell doch nervös.

Einen Haufen Reviews von anderen Zines, Fußball, sogar Eishockey ist dabei, die Fanzine-Szene ist nicht mehr so gewaltig wie vor dem digitalen Zeitalter, dafür immer noch sehr breit aufgestellt!
Und die Überraschung in dieser Ausgabe ist „pog du sau“ – Fanzine-Kulturgeschichte von Thomas aka Kingfisher. Der erzählt über eine Zeit, in der es am C64 (Commodore Computer) auf Disketten Fanzines gab!
Wusste ich nicht. Ich bin baff erstaunt.
Es ist jetzt nicht so, dass ich das mit den Disketten und der Tape- und Disk-Trader-Szene nicht mehr erlebt hätte, aux contraire, aber das es Zines darauf gab…. krass. Lesenswert!

Das Artwork ist weiterhin punkig, schnippelig, Texte in so Textboxen, Hintergrundbild, alles schwarz-weiß ausm Drucker.
Gibts direkt bei Chris. Link oben zu Insta!

#6:
Es ist ein sehr persönliches Heft, eine sehr persönliche, herzlich geschriebene Geschichte über das Altwerden eines Elternteils.
Diesmal in A6 quer, was auch Spaß macht.
Es gibt da nicht viel zu reviewen.
Gut und kurzweilig geschrieben, regt zum Nachdenken an.

Dazu hat Chris ein paar Zines aus den 80ern ausgepackt, Nostalgie.
Wenn man da so reinschaut, hat sich die ganze Szene so stark verändert, dass ich danach den Eindruck habe, dass nicht nur das Digitale der Zine-Szene zusetzt, sondern damals schon die vielen Verlage, die Schreiber*innen und vor allem Zeicher*innen ganz neue Verbreitungsmöglichkeiten geboten haben.

 

Autor: felixfrantic

post-deutschpunker. Chef-Redakteur bei ProvinzPostille (Fanzine, Online-Mag) seit 2014 Gitarrist*in bei pADDELNoHNEkANU (Punkband) seit 2002 CEO bei Krachige Platten (Label) seit ewig Redakteur bei Vinyl-Keks (Online-Mag) seit 2019 "Irgendwas mit Medien" bei Lautstarke Filme (Videoclips) seit ewig Labertasche bei Plattenschau Podcast seit 2023

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