fanzine: PROUD TO BE PUNK #31

Zufällig habe ich mich mit Jan kurzgeschlossen, der Macher des PROUD TO BE PUNK; er meldete sich bei mir, was mich echt gefreut hat. Wir werden die aktuellen Ausgaben unserer Fanzines tauschen. So geht das. Denn ich komme schon desöfteren an sein Fanzine über Mailorderbestellungen ran, über die Nummer #28 habe ich nämlich SYNDROME 81 entdeckt, welche dann auch bei mir aufm Sampler gelandet sind!

Hier liegen hab ich nun die Ausgabe #31 des PROUD TO BE PUNK. Diesmal geht es beispielsweise um den schönen Dokumentarfilm „a global mess“ in Südostasien. (Seite verlinkt, schaut mal rein!) Es geht um „Punk versus Verfassungsschutz“ (in Sachsen) möglicherweise die letzte Runde? Vermutlich nicht…. Mit diesem Thema beschäftigt er sich schon eine ganze Weile.

Auch interessant, auch weil ich selbst schon dort war (2013 mit den LAMPLIGHTERS aus Köthen und BEN RACKEN aus Magdeburg), das Interview vom PROJEKT SCHULDENBERG in Plauen. Es freut mich zu hören, daß das Projekt weiter besteht, Bestand hat. Ich hörte schon damals, daß sie gegen viele rechte Strukturen die dort zu finden sind ankämpfen müssen. Das sich die Menschen dort inzwischen offen unifomiert (Der Dritte Weg) im Stadtblid zeigen betrübt mich. Großartig dafür, daß es weiterhin Initiativen und Vereine gibt, die dagegenhalten!

Es gibt ein paar Fanzinereviews wo ich auch einige wiederfinde die auch ich gelesen habe wie die „Handgranate #2“ zum Beispiel. Im Lauschangriff, den Plattenreviews finde ich paar Tonträger wieder die bei mir auch besprochen worden sind, beziehungsweise besprochen werden wir ein paar super Tapes von BLACK CAT TAPES. Oder beispielsweise dieser total durchgeknallten LASSIE LP mit dem geilsten Cover des Jahres 2019. Anhand dessen fällt mir allerdings auf, dass die Ausgabe #31 von Ende letzten Jahres ist und ich wohl ein bisschen hinterherhänge. Ich bin gespannt auf die Nummer 32 der PROUD TO BE PUNK – geiler Scheiß! Auf jeden Fall immer Zeit die zu lesen.

Gibts bspw. bei RILREC.

review: DxBxSx – die CD

Von Bakraufarfita habe ich diese CD zugeschickt bekommen. Sehr, sehr geile Mucke, nehme ich mal vorweg. Vinyl wäre auch sehr hübsch gewesen, denn CDs brauche sehr, sehr lange, bis sie mal in einem Player lagen und ein paar Runden drehen konnten. Ich besitze nur einen. Der ist fest im Auto verbaut. Und manchmal fahre ich kein Auto. Aber Vinyl, ja das läuft und läuft und läuft.

Hier nun das neueste Werk der irren Berliner Stonerpunkband mit Rio Reibeisenstimme am Mirko.

Wie ich schon bei ihrem letzten Output erwähnte: Die Musik spielt im Rahmen der benannten Berliner Schnoddrigkeit auf sehr hohem, schweißtreibendem, Schweinerockniveau.

Rock ist ja nicht so meins, aber: sie machen Punktexte. Bringen Vieles sowas von auf den Punkt. Die Musik abgrerockt und abgezockt, verdammt minimalistisch. Es gibt so viel davon abzufeiern, hoffentlich kommen sie mal ins Artcanrobert! Spaßfaktor hoch fünf, doch auch richtig richtig ernst gemeint. Klare Ansagen.

die nerven

sitzt meine bomber steht mir mein bart

hipsters nerven ist doch klar

oder auch schön, historisch:

die wende

die klamotten waren alt und selbst gemacht

musik kam ins kassettenfach

schabowski bringt den satz zuende

erst kam die akne, dann die wende

und zum Schluß klare Kante gegen rechts:

der typ

du sagst alles fremde ist eher schlecht

hier gelte schliesslich deutsches recht

deine sprüche sind hohl, dein kopf ist es auch

du bist nicht mein typ

Raus kam das schon letztes Jahr bei bakraufarfita, erschienen, auch ne nette Idee, als „die CD“ „die LP“ „die MC“ „der DL“

review: DUESENJAEGER – treibsand

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Was ich so liebe, sind die klitzekleinen Veränderungen, die man suchen muss.
Nein, die man finden darf!
Der erste Song läuft durch „woanders mit Dav“. Erst glaube ich, bei dem geradezu poppigen Gitarrenriff, das es größere Veräanderungen gibt im Düsenuniversum. Doch dann kommt der Wechsel und sie zeigen dem geneigten Hörer die erste lange Nase!
Überhaupt laufen die ersten 3 Songs sehr gefällig durch. Die Texte, wie immer, aufmerksam-machend. Und gerade als ich denke, daß auf der 10inch „leben lieben sterben“ auch der ein oder andere Ausbruch in flottere Fahrwasser dabei war, kommt das kurze und kackige „kehren vor den Bekehrten“. Mehr mag ich nun auf einzelne Lieder nicht eingehen, da soll noch was übrig sein, was euch auf dem Plattenteller noch mitnehmen soll und kann und wird! Kleines Ratespiel: an welchen Song erinnert euch das Riff von „Kreislauf“?
Was ich so liebe, sind diese kleinen Veränderungen, die sich manchmal nur in einem neuen Bild ausdrücken, die die Worte von Herrn Neumann erzeugen. „RÜCKSICHT KEINE TUGEND MEHR – NACH UNTEN NACHTRETEN.“ ganz schön aus dem Zusammenhang erissen, dies Zitat, doch ein gutes Beispiel für die Umbrüche in den Sätzen, halb gesprochen, ganz gedacht, den Gedanken nicht abgebrochen. Ihn sozusagen nur an den Hörer weitergegeben.
Die in ihrer Kürze schon elegischen Gitarrenparts, die in einer anderen Welt ein Solo wären.
Schön, das „Grabeland“ den Weg auf die Scheibe gefunden hat, der schon auf der gleichnamigen Split 7 inch mit Captain Planet war.
Zum Schluß schieben sie noch die Nachdenklyrics hinterher. Wer bin ich, was wollte ich bewegen, und was genau tue ich eigentlich jetzt. Gerade jetzt?

Danke Duesenjaeger.
oder hier.
hier ein aktuelles Interview (heisses Shirt, Herr Neumann!!!)