review: VERKLAERUNGSNOT – 447 rasselbande LP

(review bereits erschienen bei VINYL-KEKS. schaut einfach ab und an vorbei, da schreibe nicht nur ich die Reviews ūüėČ )

VERKLAERUNGSNOT bringen mit dem Album „447 Rasselbande“ zw√∂lf relativ schnelle DeutschPunk-Songs mit klarer Kante gegen rechts, Spie√üb√ľrger und die SP√Ė. Erschienen ist die Scheibe bei USED STEEL RECORDS.

Mit Songs √ľber besorgte B√ľrger mit den sch√∂nen Titeln „mimimi“, „kulturkatastrophe“, und „dosenbierromantik“ hauen sie voll in die Deutschpunk-Kerbe; und ja, ich habe mich auch gefragt, ob man einer √∂sterreichischen Band den Stempel „Deutschpunk“ aufdr√ľcken kann. Kl√§rt mich auf! Musikalisch also irgendwo zwischen Bands wie NOTGEMEINSCHAFT PETER PAN, MISSSTAND, ALARMSIGNAL oder auch ein bisschen DISCO /OSLO. Sehr sehr geil. Jeder Song der l√§uft, besticht durch einen eigenen Touch. Mein Anspieltipp ist „keine chance

Ein super sch√∂n aufgemachtes Booklet in Plattengr√∂√üe. Das Artwork ist ein total chaotisches Bild, was mir echt¬† gut gef√§llt. Hat was von nem Wimmelbild… kennt man halt als Vater ūüėČ Das macht richtig Spa√ü: was zu gucken, was zu h√∂ren, Sound ist super gemischt und irgendwo zwischen alt und neu. Vielleicht ist es auch ein alter Sound und hat einfach ein modernes Songwriting. Einen Moment muss man sich dran gew√∂hnen weil es halt nicht klingt wie sonst irgendeine Deutschpunkband; aus der Zeit gefallen vielleicht. Kleine textliche Remineszensen an bspw SLIME sind auch zu finden.

Ich erinnere mich nat√ľrlich sofort zu anderen sind bei der Herangehensweise an die im Booklet gegr√ľ√üten Bands wie eben MISSSTAND oder ANTIMANIFEST.

Also: alles in Allem macht das Album mega Spaß. Wer also auf die genannten Bands abfährt kann sich das getrost anhören und tagelang reinziehen.

Das gibt’s beim punkrock-shop¬†

review: SEAX – no sugar MC

Bereits 2018 erschien dieses feine Demo via TWISTED CHORDS.

Die Band SEAX besteht zu drei Vierteln aus den famosen COLD KIDS. Inzwischen hier mit neuem Bandnamen und einer S√§ngerin am Mikro. Die Musik ist etwas rauher und noisiger geworden und das Keyboard ist weg. Auch die deutschen Texte. Was dem Drive der Band aber nicht genommen hat. Ich finde das n√§mlich richtig gut mit der S√§ngerin. Klar, der erste Song und Titeltrack „no sugar“ sagt direkt der M√§nnerwelt wo es lang geht. Hervorragend.

Sie schwelgen im Post-Punk des Punkrock. Ich recherchiere ein wenig und darf diesmal feststellen: es gibt ein neues Demo. Hei√üt „obstinate“ und beinhaltet¬† f√ľnf neue Songs. Die wird es in circa vier Wochen als 7inch bei 30kilofieber geben. Momentan noch als MC oder digital bei bandcamp. Ich warte auf die 7inch von meinem Lieblingslabel; dann gibts den Review. Bis dahin k√∂nnt ihr auf jeden Fall bei bandcamp durchrauschen!

review: NOTGEMEINSCHAFT PETER PAN ‚Äď s/t MC (!!!)

Es hat noch keine Band geschafft, zwei Reviews zu bekommen. Ich mag auch einfach etwas Werbung machen f√ľr das gro√üartige Tape, welches noch bei rilrec f√ľr einen Heiermann zu haben ist!

Auch hier hat sich die NOTGEMEINSCHAFT PETER PAN eine sch√∂ne, handgemachte Verpackung einfallen lassen, es gibt keine zus√§tzlichen Songs oder so, aber es ist eine kleine Ver√§nderung im cover. Es ist ein bisschen mehr Mauer drauf, als auf dem LP-Cover. 150 St√ľck gibt’s in einer bespr√ľhten, handnummerierten Butterbrott√ľte, auch wieder mit den ganzen Postkarten die man zusammenlegen kann, um ein sch√∂nes gro√ües Panoptikum von Hamburg zu bekommen. Auch hier ein Haufen Labels mit am Start, f√ľr den Taperelease auch noch UgaUga Tapes und Black Cat Tapes, die auch ein paar andere sch√∂ne Releases gemacht haben wie SCHLIMM und DACHLAWINE und KASUAR (alle bei bandcamp.)

 

PS: Die Band √ľbrigens am 25.05. im livestream. Guckt einfach mal auf ihrer FB-Seite.

review: BALBOA BURNOUT – auferstanden aus urinen MC

BALBOA BURNOUT haben ja leider schon vor einigen Jahren das zeitliche gesegnet. Es gab eine LP „OKHC“, die bei mir echt eingeschlagen hat. Erschienen damals bei Twisted Chords (dort bekommt ihr sie auch noch auf CD. Bei andern Mailorder sicher noch als LP zu haben). Inzwischen sind Teile der Band um S√§nger Tobi bei den reaktivierten EL MARIACHI und DRUNK MOTORCYCLE BOY

Ein Tape was schon länger auf dem Markt ist, rausgekommen bei TANZ AUF RUINEN und LAST EXIT MUSIC.Last Copies dort zu haben!

Auf Seite A sind neun Songs, die aufgenommen wurden, doch nicht mehr in der aktiven Bandzeit erschienen sind als physischer Release.¬† Ein Song von der OKHC gibt’s in Akustik-Version von der gleichnamigen LP. Es reiht sich, wie bei BALBOA BURNOUT √ľblich, ein Hit gro√üartig geschriebener Songs an den n√§chsten. Mit zwei Gitarren abwechslungsreich, der leicht anklagende, melancholische Gesang von Tobi obendrauf, tolle Texte auch! Ich nahm sie 2014 auf den allerersten Postillen-Sampler mit auf, mit dem Song „40 Jahre Pitralon“ (√ľbrigens ein Aftershave).

Auf Seite 2 gibt’s ein live Gig von 2009 im Subversiv in Berlin. Auch eine feine Sache, gut gemischt, macht Spa√ü! Alles in allem ein super Tape. Ihr bekommt das auch noch bei den beiden Labels (links oben!). Solltet ihr das nicht abspielen k√∂nnen, holts euch digital; ist einfach mega, macht total Spa√ü!

GVLLS – EP2020 (tape)

Schon letztes Jahr konnte ich vor Freude kaum an mich halten. Diese Bands haute mal eben einen mega EP auf Vinyl raus. Review.

Mit einer neuen EP in 2020 kehren GVLLS aus M√ľnster / Osnabr√ľck nun bisher ausschliesslich auf MC (yeah!) zur√ľck. Mit einem sch√∂nen Joy Division Gedenkcover und Pogo McCartney von den Beatles hat es aufgenommen. Wenn das mal kein Name ist, haha! Wieder sechs Songs.

Der erste beginnt gleich als wäre die Band nach ihrer letzten Release nie weg gewesen. Leicht noisiger Post-Punk. Irgendwo zischen Interpol, Sonic Youth und Joy Division. Insgesamt fällt mir allerdings auf, daß die Songs sehr viel melodiöser geworden sind. Ein Hauch Pop; aber die Atmosphäre und der Gesang bringen eben den leichten Touch Noise rein, der das Markenzeichen GVLLS ist. Die Band spielt auch unheimlich gut zusammen. Alles in allem ein weiterer super Release: Unbedingt auschecken! bandcamp

Erschienen (auch wieder) bei MYRUIN

fix – s/t 7inch

Bei Phantom Records ist die Single von FIX rausgekommen. Am Anfang habe ich die Single auf 33rpm laufen lassen und wunderte mich √ľber das dumpfe Gew√ľte was ich zu h√∂ren bekam. Ich hab sie also noch mal neu gestartet auf 45 rpm. Wieder nichts. Kein Wort verstanden!

Bei FIX handelt es sich wohl um ein Projekt vom S√§nger von PISSE. Mehr noch vom Label: „Steiler Shit von einer Band, die ihr Personal aus Germany, Israel und Sachsen-Anhalt zieht (u.a. Ex-White, Seargant Dennis, Fix, Victor, Schiach, Russe, Fix und Fix)“

Ich habs dann wieder auf 33 rpm umgestellt. Irgendwie gings dann. Abgefahren. Hab echt einen Moment gebraucht, mich an die musikalische Ger√§uschkulisse zu gew√∂hnen. Obwohl der Gesang die ganze Zeit sehr zur√ľckgenommen und sehr im Hintergrund ist. Ich check also noch mal meine Anlage. Dreh am Rad, Kn√∂pfchen dr√ľcken, mach noch lauter, noch ein bisschen lauter, doch es nutzt nichts. Lauter isses schon am geilsten, haha!

Es ist ziemlich abgefahrener Elektronischer Punkrock der in meinem Ort derben englischen Einschlag hat. Mich wahnsinnig und sie an die alten, wilden MINISTRY erinnert; wobei ich echt keine Ahnung habe von dieser Art Musik, räusper. Die 7inch ist bereits vor etwa einem halben Jahr erschienen.

Klasse Text „The Good Life“. Auch ein super Cover! Lohnt sich auf jeden Fall immer wieder bei PHANTOM Records in die Plattenkiste zu gucken und sich was zu bestellen. Ganz gro√üartige Bands kommen da raus. Zumindest f√ľr die, die auf schwer abgefahrenen Stuff stehen! Wer auf Au√üergew√∂hnliches mit Dachschaden steht: bandcamp

die ultimativen 10 besten Alben aus dem Leben des Herrn F.

Ich bin jetzt bestimmt schon f√ľnf oder 18 Mal nominiert worden meine 10 besten Alben aller Zeiten zu posten. Mal mit Text, mal ohne. Kommentarfrei.

Ich freue mich ja schon immer wieder, Musik ist bei mir allumfassend. Liebe meine „alten Scheiben“ ebenso wie viele Neue. Wobei ich die Neuen meist gar nicht mehr so oft h√∂re, h√∂ren kann, wie fr√ľher. Ich empfinde es schon so, da√ü ich damals mit 16, 20, 24 Jahren sehr viel mehr Zeit hatte, alle Scheiben zig mal durchzuh√∂ren.

Zum einen blieb mir ja nichts anderes √ľbrig, da das abzuspielende Medium eine Schallplatte oder eine Cassette war. Mit hin und her ist da nicht viel…. Dann gabs die sch√∂nen Mixtapes, von denen ich ja zu der Printausgabe auch immer einen Sampler mache. Viel Neues, vieles vermischt. Find ich super. Heute. Fr√ľher habe ich Mixtapes gehasst. St√§ndig Songs von Bands, die ich nicht mochte, haha! Und die dauernden Lautst√§rkeunterschiede. War vor allem bei Platten / Songs von Punk- und Hardcorebands so. √Ąchzt.

Also Platten leihen und selbst √ľberspielen. Oder ein Tape an den Kumpel geben und ein paar Tage sp√§ter hatte man die Wunschplatte im Walkman.

Ich hab mir also √ľberlegt, wie mach ich das jetzt, hm, und kam zu dem Ergebnis: ich machen eine „ein f√ľr alle Mal / da k√∂nnt ihr jetzt gucken / mit und ohne Kommentar – Liste“, die ich immer dann poste, wenn ich wieder nominiert werde.

In loser Reihenfolge hier schon mal die Bilder, danach kleine Geschichten, Anekdoten und Kurzreviews:

U2 – the joshua tree

Ich war zarte 16, als ich am Rande meiner Klassengemeinschaft stand und betrachtete. Von Au√üen die Gemeinschaft. Mit einer franz√∂sischen und einer spanischen Klasse zwei Wochen in La Rochelle. Sandrine. Eine unwiderstehliche Kombination aus Franz√∂sin und Algerier aus Marseille. Wir liebten uns. Wir tanzten eng umschlungen. „where the streets have no name“. Ich habe heute noch jedesmal G√§nsehaut, wenn die Songs der ersten Seite z√§rtlich meine Hirnrinde streicheln. Inzwischen liebe ich eine noch viel wundersch√∂nere Frau. Und das Tanzen, ja das Tanzen, das ist mehr als √ľbergro√üartig mit ihr.

RED HOT CHILI PEPPERS – blood sugar sex magik

Fantastische Rhythmen. Funky und doch so dermaßen klar und prägnant nach vorne gespielt. Wenn man ein Instrument lernen will, sei es Schlagzeug, Bass oder Gitarre, bei dieser Besetzung: Chad Smith, Flea und John Frusciante einfach die Hölle; obwohl sich das ja alles soooo einfach und leicht anhört.

SHEER TERROR – just can’t hate enough

Zuerst fand ich die Gitarren zu metallisch. Total viel Distortion. Den Gesang unfassbar prollig. Dennoch hat mich Reverend Paul Bearer so derma√üen in seinen Bann gezogen: geil! Dazu das f√ľr eine Hardcoreband ungew√∂hnliche Songwriting, die Doublebase, die triodischen Parts. Dann noch das Cover von „the Cure – boys don’t cry“ zwei Oktaven tiefer. Hell yeah.

DIE TOTEN HOSEN – bis zum bitteren ende live (mit schablone)

Ich war so jung und unbedarft, da√ü ich keine Ahnung hatte, was ich mit dieser schei√ü Schablone machen sollte. Ich war 13 (1989), als ich das Album in der Musikabteilung des HORTEN Kaufhauses erstand. Irgendwie war es in diesen Abteilungen nie ein Problem etwas zu kaufen. Ich bkam sogar das „√Ąrzte ab 18“ Album in die Hand gedr√ľckt. Damals wollte ich das noch nicht. Alles schwarz. Das wilde und bunte der Hosen, das gefiel mir gut.

TRIO – s/t

Sp√§t entdeckte ich die Scheibe. Vielleicht mit 20. Da war diese ganze Neue Deutsche Welle schon lange vorbei und es war (fast) so schwer an die Platten zu kommen, wie an vern√ľnftige Punkmusik. Alles √ľber selbstgetippte Zettel mit gebrauchten Scheiben von kleinen Mailordern. Oder halt Flohmarkt. TRIO empfand ich sofort als Punk. Keine NDW. Absolute Provokation. Aber auch nun ganz ganz kurz. Dann drifteten sie in die Pop-Gefilde und machten Musik, die nur im Kontext mit den andern NDW-Sternchen zu h√∂ren ist.

YUPPICIDE – shinebox

Jeder sagt „die FEAR LOVE ist aber viel geiler“. N√∂. Auf diesem Album sind sie au√üergew√∂hnlich, straight, tight (wahnsinns Drummer!), weniger Distortion, geile Bassl√§ufe und Lyrics zum niederknien. Hit an Hit „tumble“ „new jesus“ „follow the leader“ „whispers“ „sleep with anger“. Und auf der B√ľhne eine Hammershow.

The MIGHTY MIGHTY BOSSTONES – question the answers

Per se ein ausgefeiltes und au√üergew√∂hnliches Songwriting. Was irgendwie auch klar ist, wenn man Punkrock mit Hardcore, Ska und Bl√§sersatz spielt. Dazu die Reibeisenstimme von Dick Barrett. Die Jungs hatten mich in der Sekunde des abspielens von „more noise and other disturbances“, ihrer zweiten Platte. Ich habe die oben genannte gew√§hlt, da ich finde, da√ü sie dort am absoluten Peak ihres musikalischen Schaffens waren. Auch der Sound war absolut rund. Danach kam nur noch Pop ūüėČ

the NOTWIST – s/t

Hilfe, wie oft lief dieses Album im Kassettenrekorder von Philipps Vater? Ein abgeranztes, selbst zusammengezimmertes Kassettenfach in einem alten, roten, verrammelten Corsa. Und es lied die „nook“. Eigentlich immer. Emo. Ich w√ľrde sagen, die absolut erste Emo-Band. Kein Punk, kein Hardcore. Alles auf einmal. Dazu der zart genuschelte Gesang von Markus Acher. Hat mich begleitet, mit all den sch√∂nen Singles (wie die „torture day“) bis zur „shrink“ … dann kam Pop. Diese Platte strotzt nur so vor Kreativit√§t und jugendlichem √úberschwang. Selten so ein geniales Erstlingswerk geh√∂rt. Interessant ist auch: trotz der Ver√§nderung der Musik haben sie lange diesen eigenen Stil, dieses eigene Songwriting behalten. Erst mit der kompletten Ver-elekronisierung ist es anders geworden.

ROSTOK VAMPIRES – torment of transformation

Eine Mischung aus Hardcore und Thrashmetal. Ein deutsches Gewächs. Die ersten Alben waren mehr so ne Art Horror-Hardcore. War ganz cool aber dieses Album dann das tolle Finale. Danach war leider Schluß. Kleine Reunion hatten sie Anfang der 2000er hatten sie dann noch. Ich hab sie das erste Mal im NOFERATU KELLER gesehen. Danach noch mehrfach in der Jugendbegegnungsstätte. Wo? In Baden-Baden! Es war eine geile Zeit und die Band absolut außergewöhnlich und immer auf den Punkt. Großartige Texte.

SPERMBIRDS – something to prove

Ein Kumpel aus meiner Klasse sympatisierte mit Skatern. Er kam also mit der Kassette um die Ecke. Auf Seite 2 noch „millions of dead cops“. Ein gro√üartiges Tape welches lief bis es riss. Im Grunde gef√§llt mir die „eating glass“ von den Spermbirds besser. Die hatte irgendwie mehr Biss und mehr Kanten. Die „something to prove“ dagegen kn√ľppelharter Hardcorepunk. Durch Lee Hollis Stimme und das akzentfreie Englisch klangen sie halt null wie eine deutsche Band.

SLAYER – reign in blood

Der Einstieg in die „alternative“ Musik begann mit dem Zeitpunkt, als wir auf dem Pausenhof t√ľtenweise Platten tauschten. Nur so zum reinh√∂ren. Oder zum √ľberspielen auf MC. Ich bekam so einen Stapel. Bisschen Punk, bisschen Pr√§-Grunge, ein bisschen Satan. Ich legt die Platte auf und mich schrie ein solcher an. Dabei pr√ľgelte mir die Band den fauligen Teenagereiter ausm Gesicht. Ich bekam den Mund eine ganze Weile nicht mehr zu. Verdammt, war das geil. Ich war 14. Spielte die Mucke meiner Freundin vor. Sie schaute mich an wie ein angeschossenes Reh…. Wie ihr sehen k√∂nnt, ist diese Version bei mir mal ordentlich in der Sonne gelegen. Verbrannt. Ich musste sie mir nochmal kaufen.

HAMMERHEAD – stay where the pepper grows

BESTES deutschsprachiges Hardcorealbum. Durchgeknallteste Motherfucker backstage. √úberhaupt. Absolut Punk. Spielten auch bei uns in Baden-Baden. Der Laden hoffnungslos √ľberf√ľllt und die Band hoffnungslos abgef√ľllt.

FUGAZI – s/t

Eine eher sp√§te Entdeckung. Um ruhiger Phasen zu f√ľllen, wenn mal das Prollogebr√ľlle der ganzen Hardcorebands etwas zartf√ľhlenderem, verst√§ndnisvollerem weichen durfte, und dennoch fordernd, zappelnd, emotional, human, gro√üartige Texte.

the EXPLOITED – punks not dead

Mit 13. Der absolute Einstieg. Irgendwo zwischen TOY DOLLS, Abst√ľrzende Brieftauben, die √ĄRZTE und den Toten Hosen. Wie sich √ľber die Jahre herausstellte ist Wattie leider ein Total-Ausfall.

EA80 – vorsicht schreie

Auch eine sp√§te Entdeckung. Ich konnte mit dem tiefen GEsang nicht wirklich etwas anfangen. Drei, vier Mal habe ich die „schauspiele“ h√∂ren m√ľssen. Ein Freund liebte die Texte. Ich verstand das Alles erst, als die „vorsicht schreie“ lief. Punkrock mit wirklich traurig schlauen Texten. Spielen heute noch. √úber 40 Jahre DIY, keine Werbung, keine Bookingagentur, keine Tour, kein Label… geil.

DACKELBLUT – sch√ľtzen und f√∂rdern

Schnell. Nach vorne. Seltsam geformte S√§tze merh oder weniger gesprochen. Manche sagen kryptisch, ich sage: Gedicht! Genial. Merkant durch Jensens Gesang und Andreas‘ Gitarrenriffs. Klar waren seine Bands davor auch klasse. Auch die danach. Der Peak, so empfinde ich es heute, war dieses Album. Auf Konzerten war das dann immer so: Vorband spielte Deutschpunk vor Nieten-, Sauf- und Iropunx. DACKELBLUT spielten dann vor saufenden Studentenpunx. Oft hat sich der Laden einmal umgekrempelt. Geil.

BOXHAMSTERS – prinz albert

Das Album davor „der g√∂ttliche Imperator“ war mein Einstieg. Der Prinz Albert lief bei mir unfassbar oft. So sieht die Platte heute auch aus. Cover runtergerockt, aber sie spielt noch einwandfrei! Die TExte und die Aussagen haben mich sehr beeinflusst in schreiben meiner Texte. Oft wollte ich so doll reimen k√∂nnen wie Co, gerne aber in Kombi mit den Gedichten von Jensen. „in diesem vollgefressenen land da wird die dummheit ewig siegen wo ministerpr√§sidenten gern in badewannen liegen“. Jedenfalls war das Ergebnis, da√ü H√úNERS√úPPCHEN das zweite Konzert unserer Bandgeschichte, als Vorband von den BOXIES spielen durften. 24.06.1996 in Baden-Baden, Jugendbegegnungsst√§tte.

BEASTIE BOYS – check your head

Dieses Album und kein anderes! Obwohl sie viele tolle Alben rausgebracht haben! Ich habe sie beispielsweise auf der Loreley gesehen. Ein Lineup! Sagenhaft! GARBAGE, SONIC YOUTH und PULP. Den Gig gibts auch bei utube zum angucken. Einen Review gibts von ihrem Buch.

K.G.B. – kein grund zur beruhigung

Eine Bestellung bei M√ľlleimer Records, ich nehme an, ich bestellte mir einen NORMAHL-Scheibe, bekam ich diese Platte als Promo mit. Die kurzen, sehr pr√§gnanten Songs und die superklasse Lyrics haben mir sofort den H√∂rgenu√ü von NORMAHL versaut. Einfach megagut eingespieltes Album! „krieg am boden krieg im all … im iran f√ľr khomeini waffen made in germoney …“ ist das, was mir mal spontan einf√§llt, haha. Geilster Song „grossstadttr√§ume“

KYUSS – …and the circus leaves town

Diese Band und ihr Songwriting hat mich nicht losgelassen. Auf dieser Scheibe hat f√ľr mich alles gestimmt. Eriger Sound, Abwechslung, Knochenbrecher. Ich hatte dann auch mal ne zeitlang ne KYUSS-Coverband. Bin ja kein Freund von so Coverdingern, aber das machte mega-Spa√ü diese Riffs zu brezeln. whitewater und 50 million year trip. Beide sinnigerweise nicht auf diesem Album, grins.

PITTBULL – new all-time low

Sehr metallisch. Hardcore aus „detroit motor city“. Eine irre Mischung aus psychotischen Riffs und Songwriting, dazu der pl√§rrende, fordernde Gesang des S√§ngers. Waren in den 90ern auch auf Europatour. Sie gabs wohl noch ne Weile. Hab ein Video von 2006 gefunden: „shutdown

DIE √ĄRZTE – ist das alles: 13 h√∂hepunkte mit die √§rzte

Ich bin auf dieser Musik durch die Strassen geschwebt. Locker flockig leicht hauten sie ihre Hits raus. Einen nach dem andern. To-tale Teenie-Mucke. „2000 m√§dchen“ „zu sp√§t“ „el cattivo“ „radio brennt“ „erna p.“ und nat√ľrlich „ist das alles“. Funtastisch.

HELMET – betty

Technisch die sauberste L√∂sung ūüėČ ! Ich hatte vorher die „meantime“ schon rauf und runter geh√∂rt. Die „strap it on“ strotze noch so vor roughem NewYork-Sound. War schon alles ganz klasse. Und dann kommt die Band mit einem so derma√üen technischen Grunge-Metal Hybrid um die Ecke, da√ü mir beim Versuch das auf meinem Drumset nachzuspielen fast schwindelig geworden ist. Mehr als ein Mal bin ich genervt zu einem simplen 4/4-Takt zur√ľckgekehrt. Ich hab mir damals bei FRONTLINE die Doppel 10inch bestellt. Da waren zwei Bonustracks drauf. „flushings“ und „pariah“. Vor allem erster machte mich echt fertig. Vor allem der Wechsel in den Refrain….

Oke… es sind mehr Alben als zehn. Aber so k√∂nnt ihr ja immer wieder, nach und nach, mal durchbl√§ttern… vielleicht kommen ja noch ein paar, f√ľnf, dazu, weil sie mir gerade in die H√§nde fallen! Letztes ist:

TEDDYBEARS STHLM – you are teddybears

Auf einem Snippet-Sampler des VISIONS Magazins habe ich die entdeckt. Nur so ein kurzes St√ľck von „taken by surprise“ war drauf und ich dachte sofort: „boah! das ist ja megazappelig, wie geil“. Da 1993 schon die CD auf dem Vormarsch war, gab es keine LP zu erstehen. Tats√§chlich hat die Band erst 2017 die LP dazu rausgebracht. 300 Copies, ich hab eine, juhu! Gesehen habe ich sie¬† im alten SUBSTAGE vor MUCKY PUP. Highspeed Punkrock mit DJ. Hot Shit. Danach kam noch die „can’t believe it’s teddybears sthlm“ mit einigen Hits und Instrumentals. Dazu einem unfassbar geilen Cover von KRAFTWERKs „we are the robots„.