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fanzine: Entes Anomicos #16

Liegt schon ewig hier, nun endlich:

Entes Anomicos #16 – das Zine ist komplett auf spanisch. Ich bin über den Macher selbst, Carlos, daran gekommen.
Mit meinem wirklich rudimentären Spanischkenntnissen hangel ich mich so durch.
Das Zine besticht durch seine Vielfältigkeit. Musikalisch klar im Punk angesiedelt, trifft man auf viel andere Genre. Beispielsweise sind die, auf dem gleichnamigen Label erschienenen, The Catherines dabei. Ein Jangle Pop, Lo-Fi Duo aus Hamburg. Auch viele südamerikanische Bands, die hierzulande sicherlich nur einigen wenigen Auserwählten ein Begriff sind; dadurch aber nicht minder (rein)hörenswert!
Ein absolut empfehlenswertes Zine: Ausgabe 17 ist in Arbeit.
Mal abgesehen von unglaublichen vielen Projekten, Carlos hat auch ein zweites Zine Constante Indagacion am Start, kommt da auch ein Interview mit ihm in meiner nächsten Printausgabe!

Es sind Aufkleber dabei, ein CD-Sampler dabei. Dazu nicht viele Worte, einfach reinhören. Alles selbstgemacht, gestempelt, kommt in A4 in einem Bürohefter (oder wie die Dinger heissen). Find ich auch cool! Die meisten Zines sind getackert, oder inzwischen auch wirklich gedruckt und geschnitten – was mich meist ein wenig nervt, nimmt es doch Authentizität.
Alles sehr kurz gehalten, keine ausschweifenden Interviews, viele Reviews aus aller Welt. Ganz, ganz klasse! Man spürt in jeder Zeile die Jahrzehnte an Erfahrung, die Carlos schon gesammelt hat beim Fanzinemachen!

BTW: Carlos macht mit Kush Gong immer wieder Lathe-Cut-Releases, was ich für ein ganz wunderbares Medium halte.


Kommt sehr spartanisch daher, was den Informationsgehalt über die Bands anbelangt. In der Hauptsache sind sehr ruhige, poppige, spanische Akustikmusik drauf.

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review: Las Ratapunks – Fracaso, año de la rata MC

Aus Peru schlittert mir das Tape von Las Ratapunks ins Tapedeck. Schon 2020 erschienen, durch Tauschgeschäfte über den Atlantik geschippert und bei mir gelandet. Über das Label, ein malayischer Vertrieb, in Deutschland über … hm, über wen habe ich das noch bestellt? Worlds Apart Records.
Die vier Frauen bringen höchst angepissten Hardcorepunk in sechs Songs auf den Punkt. Mit viel Melodie, mit viel Herz und vor allem so klaren Ansagen! „Las niñas no deben ser madres“ Gewalttäter, von der Kirche und Justiz geschützt, vergewaltigen und missbrauchen junge Mädchen.
Ich hoffe, ich habe das soweit richtig verstanden, mein Spanisch ist noch nicht wirklich gut; aber das wird noch!
Es steckt einige musikalische Abwechslung darin. Bin tatsächlich erstmal überrascht über den gut eingespielten und aufgenommenen Sound. Drei Songs pro Seite machen kaum 10 Minuten. Ich freue mich auf mehr.
Positive Youth Records.