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fanzine: (fast ein ) BROT sonderausgabe

Noch bevor ich die Printausgabe #5 reviewe, mache ich hier Werbung für eine pdf-Sonderausgabe des BROT-Fanzines, da diese sich nicht nur mit Corona beschäftigt, sondern auch mit Covid19.

Ganz so lustig isses nicht, Yannig und Thommy haben da in Quarantäne (wusstet ihr eigentlich, dass das Wort vom italienischen „quaranta giorno“ abgeleitet ist, was „vierzig tage“ bedeutet. und wusstet ihr, daß jeder zweite Deutsche jetzt ein Spezialist in Punkto Virologie ist) einige Texte zusammengetragen, Infos darüber, was der Staat mal so eben kurzfristig abgeschafft hat, bzw haben könnte. Passt also auf und bleibt nicht ganz konform. Diese Virus-Kiste kann sonst Pandoras Box werden. Wie es aber Yannig dann schön auflöst ist, daß er sagt, das er sich an keinerlei Verschwörungstheorien beteiligen will. So halte ich das auch. Bleibt aufmerksam.

Ein paar Texte von Gastschreiben wie Mika Reckinnen und Jan Off sind dabei. Ein paar Musiktipps. Super Sache das!

Das Entscheidende ist: das eingesammelte Geld geht an ein Flüchtlingscamp auf Lesbos.

PIKPA CAMP

das Heft als pdf bekommt ihr bei Bandcamp.

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review: TURBOSTAAT – uthlande LP

Da wurde sicherlich schon so einiges drüber geschrieben. Ich mach das jetzt mal auch. Begleitet die Band mich nun auch schon so lange Zeit. Zwischenzeitlich tätowierte man sich ja auch Logos und Schriftzüge von ihnen unter die Haut. Ich blieb dem Vinyl treu. Wiederhören macht Freude! Und da diese Scheibe diesmal exakt an meinem Geburtstag erschien, war klar, was auf dem Gabentisch liegen würde und am Abend aus den Boxen röhrt.

Die Neue wurde schon mit dem Video zu „rattenlinie nord„, dem ersten Song der Platte, angekündigt. Nach wenigen Tönen ist klar, spätestens nach Song numero Zwei, daß „uthlande“ wieder mehr fordert. Nach dem Ausflug ins Land der Hoffnung auf „abalonia“ nun also wieder mehr Turbo im Staat.

Jedenfalls ist alles an der Platte gelungen, zwölf Songs mit Altbekanntem und tollen neuen Ideen. Eine Zusammenfassung aus ihrem musikalischen Schaffen. Kryptische Texte werde auch mal aufgebrochen, oder haben wir nur angefangen all die Worte in die wohlfeilen Zusammenhänge zu bringen? Die Gitarren verwoben klar und inzwischen auch mal recht ohrenschmeichlerisch. Der Bass hat einen Sound von 1983, hält aber wesentlich besser die Back-Section zusammen, als jede Punkband damals. Apropos Punk: ist es das noch? Ja, die Message passt, das Herz dort, wo es hingehört: human, links, liebenwert. Wenn ich mich noch richtig erinnere, dann ist das Plattencover ein Bild, was bei Oma hing. TURBOSTAAT also eine Band, die klar in ihrer Region verwurzelt ist.

Abwechslungsreich. Anhören.

Keine Links. Denke, das findet ihr ganz leicht beim Plattendealer eurer Wahl. SUPPORT LOCAL STORES 😉

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review: GRÜNER STAR / ELMAR Split 7inch

Auf der ersten Seite legen ELMAR (ex-Mikrokosmos23 und Abenteuer Auftauen) los und die Herren klingen wie eine ganz wundervolle Mischung aus Krawehl und MuffPotter …. da reimt sich sogar der dritte Song der EP drauf…. Jedenfalls nimmt mich die Mucke sofort mit, ist auch sehr nach vorne gespielt und die Erinnerung an MuffPotter bleibt noch im Gesang, nicht in der Musik. Die Band gibt auf diesen kleinen, feinen Release echt VollgasGas mit ‚Grieg‘ und ‚Suffotter‘. Sie spielen schnellen Emo-Punkrock, was ganz wunderbar ist und verlieren dabei über keine Sekunde Ihren Drive. Durch die „Größe“ des Mediums dann eine recht kurzzeitige Angelegenheit. Hat wirklich Spaß gemacht und ich drehe um und hör mir die zweite Band Grüner Star an:

GRÜNER STAR (Mitglieder von den erwähnten SAO – Interview in der Ausgabe #4 – Graf Zahl, Kajak, die Grätenkinder) erinnern mich Aufgrund des Sängers Nils natürlich sofort an die über großartigen Schneller Autos Organisation. Sie starten mit ‚Saure Gurke‘ und legen noch einen zweiten Song ‚Dauerregen‘ drauf. Dabei bleiben sie immer im Indie verhaftet. Haben aber echt ein gutes Tempo, was sie abhebt von Softrockern wie Tocotronic oder Kettcar. Ich lieb die Lyrics und die Ausdrucksweise vom Sänger Nils und kann von beiden Bands,hier speziell von Grüner Star selbstverständlich die Platte nur wärmstens ans Herz legen. Wer beispielsweise die Orgel im letzten Stück mag, möge sich auf jeden Fall die zweite Platte von Schneller Autos Organisation anhören; und auch die Nachfolgeband die Charts ….

Die 7inch gibts bspw noch bei flight13 oder bei Daniel von Elfenart (btw: die 7inch ist übrigens so teuer, weil die Bands sich ein Schriftpassepartout, eine Schwarzfolie anbei haben, mit der man… guckt einfach selbst 😉 )

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youtube playlist #4: quarantined (experiences in the 2000s)

Exakt 2000 habe ich angefangen beim „Film“ zu arbeiten. Unregelmäßige Arbeitszeiten und Orte. Habe meine Frau kennengelernt und zwischen 2005 und 2009 drei Kinder als die gemeinsame Frucht unserer Lenden in die Welt geschoben. Und dann durch die Welt. Im Kinderwagen.

Es blieb nicht so viel Geld, um Platten zu kaufen uns so habe ich vieles von dem was ihr hier hören könnt tatsächlich digital entdeckt. Erst über Napster, meist über emule, peer-to-peer Netzwerk. Es gab da noch ein anderes…. hm, vergessen wie es heisst.

Einige der deutschsprachigen Bands durfte ich mit meiner Band pADDELNoHNEkANU begleiten, supporten, … da kommen mehr in der nächsten Playlist. Die widmet sich dann mehr den letzten 10 Jahren.

Emo-Lieblinge waren ganz klar SMALL BROWN BIKE. Komplexes Songwriting, maximale Emotion. Dann entdeckte ich die zappeligen BEAR VS. SHARK – vow!

Dazu jede Menge deutschsprachiger Punkrock. DUESENJAEGER alle 7inches besorgt. OIRO. Krach. Päng. Geilo! ANTITAINMENT empfohlen bekommen, auf Konzert und auch PASCOW dort gesehen. Fantastisch. Eins der sehr wenigen Konzerte, die ich in der Babypause besucht habe.

Noch eins waren TURBOSTAAT. Kannte damals noch kaum wer. SCHNELLER AUTOS ORGANISIATION. Die wundervollen GRIZOU!

Ich hör auf zu schwärmen. Finde wirklich alle Bands ausnahmslos geil. Ja, auch INTERPOL haben mich nachhaltig überrascht und der Schlagerpunk von BLINK182 hat mich aus meiner ersten, tiefen, tränentraurigen Trennung Anfang 2000 gezogen. Das war geil. Gute Laune ohne Ende!

Viel Spaß beim hören. Link zu DEEZER.

Eventuell wird auch mal ein Cover zu den Playlists erstellt.

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fanzine: PUNKROCK DIARY #7

 

Bisher kannte ich das PUNKROCK DIARY noch gar nicht. Und ich kann gleich sagen, daß es mir total gut gefällt. Ich habs mir mal aufm Tablett angeguckt. Hüstel.

Seltsam fand ich das „am Rande erwähnt werden möglicherweise unter anderem…“ und dann eine Liste von Bands. Normalerweise würde man dann auch Interviews im Heft  finden. Hier eben nicht. Alleinstellungsmerkmal des PUNKROCK DIARY ist wohl, daß  es um ein Konzerttagebuch geht, welches schlicht die Konzerte auserzählt. Maks hat am 14.11.2019 angefangen und endet am 01.02.2020.

Konzerte in Bochum im Wageni, in Köln im Sternhagel, in Duisburg in der Pommserei, uvm. Die Bands sind LOSER YOUTH (mehrmals), KRUSTE, EA80 und einige, die ich noch nicht kannte. Dazwischen immer mal eingestreut Kolumnen, Gedanken zum Thema Nahverkehr, was weiß ich noch. So ganz durch bin ich noch nicht.

Jedenfalls isses übersichtlich, gut zu lesen, hot & ready. Bestellen bei rilrec, zB.

oder mal hier gucken, da gibts ältere Ausgaben online

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review: DxBxSx – die CD

Von Bakraufarfita habe ich diese CD zugeschickt bekommen. Sehr, sehr geile Mucke, nehme ich mal vorweg. Vinyl wäre auch sehr hübsch gewesen, denn CDs brauche sehr, sehr lange, bis sie mal in einem Player lagen und ein paar Runden drehen konnten. Ich besitze nur einen. Der ist fest im Auto verbaut. Und manchmal fahre ich kein Auto. Aber Vinyl, ja das läuft und läuft und läuft.

Hier nun das neueste Werk der irren Berliner Stonerpunkband mit Rio Reibeisenstimme am Mirko.

Wie ich schon bei ihrem letzten Output erwähnte: Die Musik spielt im Rahmen der benannten Berliner Schnoddrigkeit auf sehr hohem, schweißtreibendem, Schweinerockniveau.

Rock ist ja nicht so meins, aber: sie machen Punktexte. Bringen Vieles sowas von auf den Punkt. Die Musik abgrerockt und abgezockt, verdammt minimalistisch. Es gibt so viel davon abzufeiern, hoffentlich kommen sie mal ins Artcanrobert! Spaßfaktor hoch fünf, doch auch richtig richtig ernst gemeint. Klare Ansagen.

die nerven

sitzt meine bomber steht mir mein bart

hipsters nerven ist doch klar

oder auch schön, historisch:

die wende

die klamotten waren alt und selbst gemacht

musik kam ins kassettenfach

schabowski bringt den satz zuende

erst kam die akne, dann die wende

und zum Schluß klare Kante gegen rechts:

der typ

du sagst alles fremde ist eher schlecht

hier gelte schliesslich deutsches recht

deine sprüche sind hohl, dein kopf ist es auch

du bist nicht mein typ

Raus kam das schon letztes Jahr bei bakraufarfita, erschienen, auch ne nette Idee, als „die CD“ „die LP“ „die MC“ „der DL“

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youtube playlist #3: quarantined (the media control videoclip mtviva years)

Da habe ich schon ne ganze Menge drüber zu erzählen! Das waren ziemlich abgefahrene Jahre bei MEDIA CONTROL vorm Computer zu sitzen und Werbeblocks und die kompletten 24 Stunden MTV Deutschland und VIVA, später auch VIVA 2 durchzuschauen. Es ging auch ganz schön auf den Sack die hunderten Wiederholungen von Spice Girls, TLC, Michael Jackson oder ähnlichen Poppern anzuhören und anzuschauen; und seien es auch nur die ersten vier Sekunden eines Videos. Ihr merkt: wir reden von der Zeit so 1993-1997. Mir gab es aber auch einen Hammer-Einblick ins Videoclipgeschehen, was meine Neugierde auf das Filme-machen immer mehr weckte. Bemerkenswerterweise sind ja Clip-Produktionen in Deutschland (fast) nicht mehr möglich, wir unterbieten hier gegenseitig jeden Preis (das ist aber ein anderes Thema); noch gibt es lineares Musikfernsehen, geschweige denn bekannte, erreichbare Formate.

Als dann VIVA 2 noch diese abgefahrenen kleinen Sendungen wie WAH-WAH oder andere Nischenprogramme brachten (irgendwann komme ich wieder auf die Titel der Sendungen, haha) hab ich diese tollen Videos von TOM WAITS, PRIMUS und NOTWIST überhaupt mal gesehen. Oder den cineastischen Clip von A PERFECT CIRCLE gefilmt von David Fincher (sieben, fight club,…)

Es geht in dieser Liste also vor allem drum: GUCKT euch den durchgeknallten Scheiß auch wirklich an! Am Anfang nerve ich mit den paar seltenen elektronischen Trax, da ich so Mucke schlicht so überhaupt nicht höre. Ich hab mir damals die als Back-Up gefertigten VHS(!!!)-Bänder mit nach Hause genommen und die coolsten Clips überspielt. Klar, Qualität hielt sich in grenzen, dafür waren das die wahrlich durchgeknalltesten Mixtapes EVER!

Beim SWR habe ich den allerletzten Clip dann entdeckt: FUGAZI – GLUEMAN. Lief Nachts um 1 in einer Sendereihe names „Videokunstpreis“.

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youtube playlist #2: quarantined (wilde teen-punkjahre)

Diese Playlist ist für „die guten Alten“…

Angefangen in Baden-Baden bekam ich das Demotape von V-Mann Joe von der Band selbst. Mehrfach habe ich sie dort auch live gesehen.

Über all die Bands, die ich auf diversen Mixtapes in die Hand gedrückt bekommen habe. BLUMEN AM ARSCH DER HÖLLE von Flopitz zu seinen PLOT-Fanzine-Zeiten und meiner ersten Band HÜNERSÜPPCHEN. Den abgefahrensten Sampler aller Zeiten PARANOIA IN DER STRASSENBAHN. Die Einstiegsmucke im „Ländle“ NORMAHL aus Stuttgart und K.G.B. aus Tübingen. 

Selbstverständlich auch Einstiegsmucke waren DIE TOTEN HOSEN, deren Platte „live – bis zum bitteren Ende“ rauf und runterlief. DIE ÄRZTE, weil alle Mädels darauf abgefahren sind und das der kleinste Gemeinsame musikalische Nenner war.

Alle geil.

Zum Schluß dann ein paar amerikanische, bzw. englisch sprachige Bands, die ich aber tendenziell nicht so viel hörte, da ich schlicht die Sprache nicht verstand.

Allsda wäre auch mit relativ viel Gemeinsamkeiten in den Hardcore MINOR THREAT und diese ominösen SEX PISTOLS… aber hört und lasst euch überraschen!

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youtube playlist #1 QUARANTINED (the 90s hardcore lessons)

hier ein wenig ausführlicher:

Angefangen mit den zappeligen AT THE DRIVE IN, die mit „relationship of command“ ganz klar auf dem PEAK ihres Schaffens waren. Produziert von Rick Rubin. Geiler Sound, geil gespielt, konnten sie, meiner Meinung nach, live nie einhalten.

über meine NYHC-Zeiten: die großartig wütenden und politischen SFA. Reverend Paul Bearer, der mit SHEER TERROR so asselig, prollig und doch so klare politische Statements zu shouten hatte. GO! die sich oft mit YUPPICIDE und SFA Bandmitglieder teilte (und bei mir mein ersten NYHC-Tape, was mit Jamil überspielt hatte). Anfang der 90er schon einige Statements raushauten für soziales Miteinander, Gay, human rights, etc.

Dazwischen mal Entspannung mit MIGHTY MIGHTY BOSSTONES, ein Feuerwerk der guten Laune mit einer einzigartigen Reibeisenstimme am Mic! Oder BEASTIE BOYS. Lieblingsband. Auf Platte, Live, die ganzen Songs. Meisterwerk.

Die Vollklatsche aus Kaltland HAMMERHEAD. Was für ein Überalbum, was für Liveshows. GEIEL!

Noch so einige Bands tummeln sich. Einfach mal durchlaufen lassen, ich mach mal die nächste Playlist.

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