LP: das bildungsbürgertum – verantwortung für doitschland

Eine erste Review hatten Das Bildungsbürgertum von mir bekommen, weil sie mir netterweise das Tape „die gewaltfrage“ zugeschickt hatten. Eine Review in der ich ein wenig probiert habe mit Worten und lauen Witzen, die mir so spontan aus den Griffeln gefallen sind, zu punkten.
Das wir der Band überhaupt nicht gerecht.
Vor allem, wenn man ihr neues Album „verantwortung für doitschland“ ein paar mal durchlaufen lässt.

Das Bildungsbürgertum präsentiert uns das, was wohl die Essenz des manchmal sinnfreien Blicks auf das Land ist: so tun als ob. „Verantwortung für Doitschland“ meint nämlich nicht die Verantwortung der Band gegenüber diesem Lande, geschweige denn machen sie Oi-Musik.
Tut mir ja jetzt ganz doll leid, wenn ihr an diesem Punkt abschaltet.

Das Bildungsbürgertum, aus der ammerländisch-ostfriesischen Provinz, kommt mit einem recht gräulich wirkenden, zerknitternten Papier auf dem Cover auf den Plattenteller. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dort, so weit weg vom Süden, wo ich wohne, so grau ist.
Eine gute Antwort finde ich leider auch nicht im Promo-Schreiben auf das Artwork, aber vielleicht äußert sich die Band ja irgendwo mal dazu.

Es gibt ein Textblatt – und das ist richtig gut so. Man kann zwar sehr gut verstehen, was Hanno singt, allerdings ist es so gut geschrieben und so viel Text, da kommt man nicht gleich mit.
Man kann also nicht alles mitbekommen.
Musikalisch bietet die Platte etwas, was dem Bildungsbürgertum so eigen ist: man hat in der Jugend die Klavierstunden bezahlt bekommen. Auch Gitarre und „ja, … meinethalben, Junge, dann spiel halt Schlagzeug, wenn du Klarinette nicht magst.“
Alle vier Bildungsbürger können also ihre Instrumente taktgenau spielen.
Sie machen im Grunde Rockmusik mit einer Punkattitüde, ordentlich Ska reingejazzt – vermutlich würde sich das mit Bläsersatz gleich noch ganz anders anhören – und fertig ist der Bildungsbürgersound.
Ich dachte nach dem Hören der ersten Seite, dass ich die zweite nicht gleich hinterherjagen möchte; ein wenig zu viel Off-Beat war es mir dann schon.

Die zweite Seite ist aber tatsächlich wesentlich abwechslungsreicher und der singende Bassist Hanno haut eine coole Nummer nach der anderen raus!
Nach dem 17ten Album der Toten Hosen kann es nun also richtig losgehen – aber huch! wer hat denn da bei „Markus L.“ klammheimlich ein Hosenriff mitbenutzt?

Zum Abschluß denke ich dann: aha! Die Klavierstunden, die erwähnten, waren doch zu was nutze gewesen!
Auch ein sehr schönes Stück „Liebe und Frieden“.
Und an dieser Stelle komme ich mal zu den Texten:
Es geht ein wenig um die Beatles und deren Übersong „all you need is love“, doch am Ende bleibt einem doch ein Kloß im Halse stecken, da das Bildungsbürgertum textlich einfach echt gut zupacken können!
Eigentlich sollte man das Textblatt nochmal in Ruhe lesen, ohne das Musik dazu läuft.
Wenn ich denn alles richtig verstehe, inhaltlich, dann geht es bspw in „1 Mann 1 Wort“ um Beziehungen. Um den Mann als bestimmendes Element, der am Wochenende eigentlich nur sein Testosteron feiert; auch seine Frau.
„kein Sex (mit dir)“ und „36 Grad“ sind einmal ein kritischer Text dazu, dass man am Ende eines Abends sich an der Theke noch in die Augen schauen kann, wenn der eine sagt, er sei schwul und der andere nicht wegrennt.
Im zweiten Song geht es darum, dass ein Mann einfach auch mal hübschen Männern hinterherschauen kann!

Die zwingende Empfehlung, der Anspieltipp, ist „hast du Angst?“ – ich habe seit langem keinen so schlauen, witzigen, hintersinnigen und auf den Punkt gebrachten Text über Polizeigewalt gelesen, bzw gehört!
„in Fahrtrichtung rechts“ mit der schönen Metapher des weißen Schnees, der dann braun wird und am Straßenrand liegenbleibt. Das wäre wirklich schön…. wenn er dann auch noch Rückstandsfrei wegschmelze!
Im Text geht es aber auch eher um die Langeweile die eintritt, wenn der Schnee lange liegt „mein Gott, lass ihn halt liegen“.

Album auf rot transparentem Vinyl mit schwarzen Schlieren bei Bakraufarfita Records. Auch als rotes Tape erhältlich.

 

LP: the melmacs – euphancholia

Es läuft eine Band, die eigentlich so old-schoolig ist und ihren Sound in die Moderne übrtragen hat, dass ich mich frage, was ich da reviewen soll.
The Melmacs.
Ich höre wirklich nicht Neues in dieser Musik, fühle mich aber sofort auch erinnert an die Neat Mentals, die etwas rogher und melancholischer sind, aber nicht unähnlich.
The Melmacs machen gut gelaunten Pop-Rock’n’Roll. Mit Lebendigkeit und Druck. Sie würde irre gut passen auf all die Stadtfeste, an denen man vorbeiläuft und guselige Musik läuft und lauter Deppen rumstehen und in die Hände klatschen. The Melmacs würden deren Welt so hart geil aufmischen und ihnen einen neuen Stern am Firmament geben. Ich seh’s vor mir, ernsthaft: lauter glückliche Menschen!
Aber werden all die Leute, die ich hier so meine, von einem so wunderbaren Punklabel wie Bakraufarfita erreicht – ich fürchte nein. Schade!

Das Artwork ist total gut. „maybe i’m too sensitive or maybe you’re just a prick“ – yep.

Tattoo-Art, kann man sich gut tättowieren. Die rot-schwarz-weiß Kombi mit roten Vinyl – oder wahlweise auch schwarzem – geht runter wie Öl!
Das rundum-Sorglos-Melmacs-Menü bekommt man hier.
Der Titel ist eine Mischung aus Melancholie und Euphorie.
Es gibt auf der Platte schon zwei, drei Nummern, die ein wenig ruhiger sind, indie-esker, dennoch nicht weniger rock’n’roll-ig.

Gute Tanzplatte, viel Spaß und Liebe wünscht ihr Rezensent aus Baden beim Hören der Band aus Dresden!

Bekommt ihr bei BC, bei Bakraufarfita oder Flight13 oder so.

LP: die ausreden – menschen

Ein schöner Bandname für eine Band die von sich sagt, dass sie cachy Punk machen: die Ausreden.
Kurz hoffe ich, dass es nur eine Ausrede ist, Ironie, für Nieten-Crust.

Die Ausreden sind eine Poppunkband aus Berlin und erinnern mich sofort an Kommando Marlies oder sowas, ich komm nicht drauf. Schöne, gute, deutschsprachige Indie-Pop-Punk-Band.
Egal, die Band selber macht halt Musik. Deswegen höre und schreibe ich – und ihr lest es. Dann hört ihr es. Klar soweit?

Der Sound ist sehr klar struktuiert, Drums, Bass, Gitarre. Eine Frau und ein Mann singen, dadurch ist da einiges an Abwechslung geboten; gepaart mit zwei Gitarren. Freundlich gestimmte Melancholie. Die Stimmen wechseln zwischen Pop und schönen Chören bis hin zu etwas mehr Hingerotztem in „James Bond Million“. Mit dem man den ganzen Haufen Spam-Mails auf die Schippe nimmt, die einem so ins Postfach flattert.
Das macht die insgesamt 11 Songs echt kurzweilig in ihrem 77er Pop-Punk-Gewand. Ah!
Sie singen Deutsch, doch sie erinnern mich an die Neat Mentals oder auch Kommando Marlies. Es gibt so ein, zwei Tracks auf diesem Album wirklich wichtige Sachen ansprechen (schlecht bezahlte Menschen bei Lieferdiensten oder gegen patriarchale Strukturen) und werden sicher bei ganz andern Menschen gehört und erreicht. Allerdings sind die Wiederholung der Refrains manchmal endlos und ich pacck die 10te Schleife einfach nicht. „V – wie Vineta“ ist da so ein Beispiel. Oder „Ringbahn“

Hier ein schöner, etwas dunklerer Song, schönes Songwriting, gut temperierte Akkorde in Dur und Moll, dazu eine etwas kämpferischere Stimmung. „dunkel“.

Der Bandname Die Ausreden ist, by the way, echt toll! Und der Plattentitel „Menschen“ ist so schlicht und schön; ich lese Misanthropie raus.
Bei der guten Laune, die die Band Die Ausreden verbreitet, glaube ich allerdings, dass sie dieses Leben schon sehr lieben.
Wenn du also eine Nachrichtenoverdose hast, keinen Bock mehr auf harten Punk und diese ganze Scheiße jeden Tag, dann kann man sich das Album „Menschen“ echt prima anhören und kommt aus der Schleife raus. So ne Mischung aus Funpunk, 77er Garage, Neue Deutsche Welle, Spaßkapelle.

Das Artwork sind drei gelangweilte Hunde, die auf einer Treppe chillen. Insgesamt alles in Schwarz / weiß gehalten, auch das Vinyl will dann recht gut dazu passen.

Die Ausreden Schallplatte bekommt ihr beim Label Bakraufarfita Records.

 

 

…und möglicherweise habt ihr diese Review so ähnlich schon beim Vinyl-Keks gelesen, denn da schreibe ich ja auch.

Zum Abschluß:
meine Plattensammlung ist beträchtlich angewachsen.
Durch Zukäufe, Neuerwerb oder die vielen Reviews, die ich hier mit Freude schreiben darf.
Ich habe alle Releases mal bei Discogs eingestellt, die nicht bleiben wollen und versuche die Labels nicht zu unterbieten! Würde mich sehr freuen, wenn die ein oder andere Scheibe/MC  einen neuen Besitzer*in finden würde.

7inch: angry youth elite – unite & fight

Angry Youth Elite ist eine Skatepunkband aus dem Ruhrgebiet.
Und diese 7inch ist irgendwie zwischen ein paar LP’s gerutscht und ich hab die einfach nicht mehr gesehen. Blöd.
Aber nu issie aufm Teller und ich berichte:

vier Songs sind auf dieser 7inch drauf, 2023 kam ein Album, dies also ein aktuelles Lebenszeichen. Sie spielen wohl recht viel und sind über die deutschen Grenzen hinaus bekannt.
Angry Youth Elite ist Musik für freundliche Menschen. Midtempo-Skatepunk, der auf der ersten Seite etwas melodischer und bejahender klingt als auf der zweiten. Da geht es etwas melancholischer zu, nicht weniger melodisch!

„no more fear“, das letzte Stück ist sehr geradeaus. Skatepunk im Sinne von Fat Wreck Chords.
Insgesamt dreht die 7inch unglaublich schnell und vor allem kurzweilig ihre Runden, doch bei mir bleibt nach dem dritten Hören immer noch nicht wirklich was hängen. Ja, bin ja auch eher der Deutschpunker, aber auch nicht doof, gell. Allerdings steck ich halt in amerikanischen Skatepunk so gar nicht drin.
Was ich aber sagen kann, ist: die Band hat ein echt gutes kurz & knackig Songwriting drauf. Sie spielen auf den Punkt und ist super produziert!
Sicherlich stehen sie den genannten Bands (Good Riddance und Millencolin), die im Werbetext genannt werden in nichts nach, würde ich sagen!
Was nicht dabei ist: ein Booklet oder Textblatt. Ich komme in dieser Kürze inhaltlich gar nicht so mit. Wobei mir eben bei solcher Musik genau die politische Attitüde im ganzen positiv konotierten musikalischen Fluss recht schnell dahinter verschwindet.

Wie auch immer. Meine Meinung muss ja nicht die eure sein: heißer Shit. Greift zu, wenn ihr auf melodischen Skatepunk steht!

Erschienen via Bakraufarfita Records.
Diese 7inch kommt in verschiedenen Farben und Looks, Eco-Vinyl.
Da steht „limitiert“ – ich bin bei 500 Stück allerdings bei der üblichen Menge an Platten. Mehr macht doch heute eh keiner mehr, oder?

 

LP: kurz vor der sonne – triskaidekaphobie (13 jahr später)

Ein kryptischer Titel, aber es beginnt ja alles mit dem Bandnamen.
Kurz vor der Sonne, einer Verbrennung 4.ten Grades sicher, ist ein schöner Bandname. Allerdings auch so überhaupt kein Hinweis darauf, was denn das für Musik sein könnte.
Ich darf ehrlich gestehen: ich las den Namen Rodi in der Beschreibung und wusste, dass ich seine Stimme mag, die Art, wie er Musik macht, und damit stand fest, dass ich das hören muss!
Nur der Titel, alter…. Klären wir das also gleich. Die Triskaidekaphobie ist ein sehr umständliches Wort (aus dem griechischen) für die Angst vor der Zahl 13. (Ich hab ja die Koumpounophobie)
Funfact: Eine Auswertung von Krankmeldungen der Jahre 2006 bis 2008 ergab, dass an solchen Freitagen drei- bis fünfmal so viele Arbeitnehmer krankgeschrieben sind wie im Durchschnitt (Quelle Wikipedia)

Der Inhalt sind 13 Stücke mit Rodi’s zartem Stimmchen, welches bei 100 Kilo Herz hart fehlt (sry guys).
Kurz vor der Sonne leuchtet seine Stimme wieder in schönen, entspannten bis wütenden Songs; wobei seine Wut immer eine lyrische ist.
Wenn man also eine Triskaidekaphobie hat, sollte man diese Platte nicht hören, weil sie 13 Jahre später 13 Songs auf einer Platte hat. Aber keine Angst, da ist nur gute Musik zu hören. Vielleicht hätten sie die Platte 12+1 nennen sollen, dann würden sie die 13er nicht ausschließen?!
Die Band, die diese Songs vor 13 Jahren schon eingespielt haben, gibt es schon lang nicht mehr. Sie passen in meiner Sammlung ganz gut zwischen Hannes & Akki und SchrengSchreng & Lala. Oder den vor wenigen Tagen reviewten Attila Reißmann.
Im Begleitheft lese ich fleissig mit. In LP-Größe liegt es der Platte bei und hat soooo große Buchstaben, dass ich meine Lesebrille nicht brauche, puh!
„wieder am gleis“ ist voller Gedanken zu dem, was passiert ist, es geht alles vorbei, es kommen Dinge zurück oder wieder. Es gibt Räume, in denen man sich trifft; es geht um Freundschaft.
Hach, wie ich das mag. Mir fällt das nicht so leicht über Freundschaft zu sprechen, das Gute daran, auch das weniger Gute. Eine solch ehrliche Stimme gibt mir das Gefühl, mitgenommen zu werden.
Und ja, es ist in gewisser Weise auch ein düsteres Album, beschreibt Ängste, versucht sie in Worte zu fassen. Wenn die Welt also vor 13 Jahren dunkel war, ist sie heute nicht noch düsterer geworden? Eventuell deswegen alles in Rosa? Wegen der rosigen Zeiten, die man haben kann oder könnte?

Aber hej, die andern bei Kurz vor der Sonne sind auch zu erwähnen. Barby gibt manchen Stücken noch eine tolle weibliche Stimme! Mit Ian (E-Gitarre) und Pauli (Drums) verfollständigt sich diese Band, die es inzwischen auch live zu sehen gibt!
Zwischen Akustik, Melancholie, Freundschaft und Punkrock ist alles drin, was eine gute Platte ausmacht.

Bakraufarfita Records. Schöne Aufmachung im Inside-Out-Cover. Rosa als Grundfarbe, so auch das Vinyl. Plus das erwähnte Booklet.

 

PS: diese Review ist schon beim Keks erschienen.

 

PPS:
Zum Abschluß:
meine Plattensammlung ist beträchtlich angewachsen.
Durch Zukäufe, Neuerwerb oder die vielen Reviews, die ich hier mit Freude schreiben darf.
Ich habe alle Releases mal bei Discogs eingestellt, die nicht bleiben wollen und versuche die Labels nicht zu unterbieten! Würde mich sehr freuen, wenn die ein oder andere Scheibe/MC  einen neuen Besitzer*in finden würde.

 

LP: 100 kilo herz – hallo startblock

Erster Eindruck der neuen 100 Kilo Herz – Platte ist, dass die Band einfach gut ist und dass das ein fantastischen Album ist.
Gepaart mit dem Festival-Pack (welches ich geschenkt bekommen haben – zum reviewen bekam ich das transparente Vinyl mit Gatefold-Cover) ist die Platte ein totaler Hingucker. Das Inside-Out-Cover mit dem Schwimmbad vorndrauf ist, wie dann auch das 12″-Booklet total übersichtlich und struktuiert.
Durch den neuen Sänger haben sie halt echt ihre Reibeisenstimme verloren und sind nun eher poppig, weil richtig gut gesungen.
„mit dir“ ist mir einen Hauch zu süß.
Die Songs sind alle einwandfrei geschrieben und produziert.
Das „klick“ am Anfang der Platte, bei dem man fühlt „ey, das sind 100 Kilo Herz“, das stellt sich über all die Songs bei mir nicht ein.
Alles schöne Hymnen im Sinne der Band, die mal gemeinsam startete und sich verändert hat.
Gute Hooks, die Geschichten, die sie in den Texten erzählen, sind immer noch sehr greifbar!

„Hallo Startblock“ ist vielleicht im Titel eine kleine Andeutung vom …but alive – Cover zu „Hallo Endorphin“ ?

Bakraufarfita Records.

 

LP: Bambix – what’s in a name (reissue)

Zum 25-jährigen Jubilat bringen Bakraufarfita Records ein Reissue der Bambix Scheibe „what’s in a name“ auf unsere Plattenteller.
Bambix hatten in den vielen Jahren, in denen sie durch Europa, Amerika und Südamerika getourt sind, immer wieder Besetzungswechsel und am Ende blieb immer Wick Bambix, die Sängerin, Gitaristin und Texterin übrig. Sie macht inzwischen solo Musik, ab und an mit einem zweiten Gitarristen.
Ich darf ehrlich gestehen, da ich in den 90ern aufgewachsen bin, dass mich diese Art melodisch und schnell gespielter Punkrock nie interessiert hat. Vor allem haben Bands, die ordentlich Geld damit verdient haben, dafür gesorgt. Das sind ja in der Hauptsache amerikanische Bands gewesen. Nicht Bambix!

„what’s in a name“ ist ein Album, welches in 13 Menschen mit Geschichten aufgeteilt ist. Es geht in jedem Stück um einen andern Menschen, „julie“ und „amy“ cachen mich da in der ersten Runde des Hörens am meisten!
Vor allem gehen alle Geschichten darum, weiterzumachen und zu kämpfen für das, an was man glaubt!
Und mit dem Song über Amy, die der Kopf des Labels Daemon Records in USA ist, ehrte sie damals eines ihrer Vorbilder – und dann veröffenlichte Amy die dritte Bambix Platte „what’s in a name“ tatsächlich auf ihrem Label.
Was ich in meinen Jugendjahren empfand, nämlich das all diese Melodic-Punkbands quasi gleich klingen, kann ich heute sagen: doch, ich höre einen Unterschied! Ich wollte wohl damals nicht.
Bambix stechen durch den wirklich tollen weiblichen Gesang raus. Wick spielt auch noch echt geile Riffs und haut nicht die üblichen Hooks raus. Ab und an ein bisschen NO FX, recht poppig, schafft es ihre Melodien in schöne Bögen zu spannen. Also nicht einfach „nur“ ein Riff und eine Melodie dazu, diese Melodien werden dann auch weitergezogen ins nächste Riff.

Ein schöner, für mich überraschender, Reissue. Keine Ahnung, ob die Platte damals steil gegangen ist, verdient hätte sie das auf jeden Fall!
Ursprünglich erchienen bei Vitaminepillen Records, ein wirklich bekanntes und umtriebiges Label aus NRW (glaube ich). Auf jeden Fall kam auch Knochenfabrik bei ihm raus – und einige andere heute noch spielende Bands!

Gibt es also bei Bakraufarfita in schwarz/weiß marmoriert, gelb und schwarz. Wick’s Solo-Platte könnt ihr gleich mitbestellen 😉
Natürlich gibt es die Platte auch im gut sortierten Plattenhandel.

Review kommt auch beim Vinyl-Keks. Yeah!