interview: #1 – subkultura konzerte – Pforzheim, Bottich (r.i.p)

Vorklapp:
Nach und nach werde ich – bis Weihnachten – mal alle Printinterviews, auch längst verblichener Bands, hier online stellen. Ich pimp die noch ein wenig, Musik, Links, Fotos. IMMER DONNERSTAGS – zur Tea-Time.Auch die bereits veröffentlichten bekommen einen neuen Termin und werden angepasst.
Alle Ausgaben sind Out of Print und werden nicht wieder aufgelegt.
Ausgabe 13 eventuell in 2026!

Interview:
Nico – Subkultura Konzerte – geführt im Februar/März 2014

Letztes Jahr erst (27.04.2013) habe ich mit meiner Band pADDELNoHNEkANU und den umtriebigen FEINE SAHNE FISCHFILET im BOTTICH zu Pforzheim spielen dürfen. Wir hatten echt Spaß an dem Abend, gutes Publikum, eine Kegelbahn und einen riesigen Backstageraum. Genug Essen und Bier war natürlich auch da. Doch ein wenig seltsam war die Stimmung schon. Im Gegensatz zu unserem gemeinsamen Konzert im Februar in der Halle14 in Karlsruhe, war es hier nicht ausverkauft.

Es gab im Vorfeld eine Absage von einer Stuttgarter Band, die nicht in einem Grauzonenladen spielen wollten. Mein erster Gedanke war: „Ein Laden, in dem FSF spielen kann nicht Grau sein.“ Aber ich darf auch gestehen, daß ich über die Umstände sehr wenig mitbekommen hatte.

Kurz nach diesem Konzert gab Nico bekannt, keine Konzerte mehr im Bottich veranstalten zu wollen. Ich versuche nun also nach einem dreiviertel Jahr hier also dieser Frage nach zu gehen und etwas Licht in mein Dunkel zu bringen.

Nico, mit dem ich mich gleich unterhalten werde, zeichnete sich damals noch verantwortlich für die Konzerte dort. Ein sehr illustres Programm stellte er immer wieder zusammen. Von PeterPanSpeedrock über Swinging Utters bis Sondaschule war musikalisch einiges geboten und international in der Provinz.

PP:
Moin Nico! Geht’s dir gut? Was machst du gerade?

Nico:
Ich sitze in meiner Wohnung am Esstisch und genieße bei einer Tasse Kaffee die Frühjahrssonne, welche direkt in meine Wohnung scheint. Ansonsten geht es mir inzwischen wieder ganz gut und bin auf dem Weg der Besserung. Hierzu aber sicher später mehr. Jetzt aber auch zur beruflichen Frage 🙂

Ich habe ja als Konzertveranstalter Ende 2013 meine Karriere beendet und bin nun dabei, eine kleine Booking Agentur aufzubauen.

PP:
Was für Bands, bzw. musikalische Stilrichtungen hast du denn im Programm?

Nico:
Bands habe ich sowohl schon bekanntere als auch unbekannte Bands im Programm. So sind unter anderem The Porters (D), Sex Pistols Experience (UK), The Hellfreaks (HUN), The Bone Idles (D) und The Moorings (F) unter den bekannteren Bands und zum Aufbau gehören im Moment unter anderem Burning Lady (F), The Sensitives (SWE), PennyCocks (CAT), Secret Army (CAT), The Booze Brothers (D), KopfEcho (D) und Royal Tea Club (D).

Musikalisch wird alles zwischen Punk, Hardcore, Folkpunk, Rockabilly und Indie geboten.

PP:
Du warst letztes Jahr noch Konzertveranstalter. Wieso hast du aufgehört?

Nico:
Undankbarer Job, der einem neben der Kohle ziemlich die Gesundheit gefressen hat. Ich habe mehrere 10.000 Euro mit den Konzerten verloren und bin dadurch wiederum massiv gesundheitlich am Stock gegangen. Auch hatte zum Schluss die Familie und mein Hauptberuf unter dem Stress extrem gelitten und somit kam nur die eine Endscheidung als Option in Frage, was dann zum Glück auch alles recht fix über die Bühne lief.

Ich habe zum Schluss immer nur gesagt, wenn mich jemand nach den Beweggründen der Beendigung fragte „Stell dir vor, da gibt es lauter geile Konzerte mit bekannten Bands und keiner geht hin“. So war es ja dann auch.

PP:
Kam die Entscheidung so schnell für dich, wie es für mich nach außen aussah, oder war das schon ein längerer Prozess?

Nico:
Der Prozess dauerte schon länger an, da ich gesundheitlich sehr angeschlagen war, aber so richtig die Notbremse zog ich dann erst im April, dass im Juni mit dem Bottich Schluss ist. Es gab dann noch ein paar legendäre Konzerte in Kooperation mit dem Kupferdächle von mir und ganz beendet habe ich die Veranstaltersache dann im Dezember 2013.

PP:
Nochmal zurück zu deiner Aussage, „lauter geile Bands und keiner geht hin“: Woran lag das? Keine Szene in Pforzheim?

Nico:
Zum einen klar, keine Szene und zum anderen ist es angesagter, die gleiche Band in Stuttgart oder Karlsruhe bedeutend teurer zu sehen. Statt die Bands direkt vor Ihrer Haustür ohne Auto fahren usw. zu sehen, haben sich die Leute lieber den Stress gegeben und sind eben in andere Städte gefahren. Andererseits sind 80% der Gäste von mir aus anderen Städten gekommen und fanden es mehr als toll, was da aufgespielt hat. So unterschiedlich können die Meinungen zu dem Thema sein.

PP:
In dieser Ausgabe behandeln wir das Thema ‚Grauzone‘. Im Zusammenhang mit der Beendigung der Subkultura Konzerte steht ja das Engagement von RASH Stuttgart, die bei einem Konzert zum Boykott einer Band aufriefen. Und diesem Ruf wurde Folge geleistet. Ich will hier nichts aufwärmen, sondern einfach den Zusammenhang herstellen, daß dieses Thema für dich ja dadurch emotionalisiert wurde.

Was ist denn für dich die Grauzone in der Punkmusik? Und hältst du die Differenzierung der ‚Szenen‘ für wichtig wenn eine ‚unpolitische‘ Band mit einer ‚politischen‘ zusammen auf der Bühne steht? Ist Punk nicht IMMER politisch?

Nico:
Was soll ich zu diesem Thema sagen? Jeder sollte wieder anfangen seinen Kopf einzuschalten selber sich zu Themen Gedanken machen. Zur genannten Konzertabsage muss man ja noch dazu sagen, dass eine sehr links politische Band extrem kurzfristig ohne die Chance auf eine Diskussion abgesagt hat und diese wiederum an dem Abend mit Feine Sahne Fischfilet spielen sollte. Hier wurden einfach diverse Spiele von einzelnen Leuten gespielt, die Bands massiv unter Druck setzten und zum Schluss auch öffentlich im Internet gegen mich als Nazi-Freund mit vollem Namen Hetze betrieben. Erst nach Drohung rechtlicher Schritte wurde dann mein Name innerhalb kürzester Zeit geschwärzt. Das was manche Gruppen inzwischen machen ist meines Erachtens keine antifaschistische Arbeit mehr, denn wenn Antifaschisten als Nazi-Freunde hingestellt werden, ohne dies mit standhaften Punkten zu begründen, dann muss man sich tatsächlich deren Daseinsberechtigung überlegen. Ich selber bin in vielen verschiedenen linksradikalen Gruppen und zahle jeden Monat an verschiedene Organisationen Geld und kann solch eine Anschuldigung nicht akzeptieren.

PP:
Der BOTTICH wurde ja durch deine Konzerte zu einer festen Größe im Tourkalender vieler Bands. Und Pforzheim quasi „weltbekannt“ durch Bands aus Amerika, China, Dänemark, England, etc. Was geht noch in Pforzheim, wie sieht’s mit der Zukunft aus?

Nico:
Pforzheim ist tot. Mehr muss  man dazu nicht sagen. Wer coole Bands sehen will oder coole Partys haben möchte, muss nun zwischen 40 bis 100km Fahrt auf sich nehmen. Zum Glück hab ich inzwischen eine Familie und genug Sachen zu tun, dass es mir inzwischen schlicht egal ist. Ich habe in 9 Jahren über 600 Bands nach Pforzheim gebracht und das von ganz klein bis ganz groß aus aller Welt und es wurde hier nicht angenommen und somit hat der Pforzheimer Sägl nichts anderes verdient wie grau in grau.

PP:
Mit den Sachen, die zu tun sind, kommen wir wieder auf deine Booking-Agentur. Du hast ja sozusagen „die Seiten gewechselt“! Vom Menschen der 800000 Anfragen pro Tag bekommt, zu einem, der sie nun selbst verschickt. Wie lernst du nun die Szene / Läden kennen?

Nico:
Ich kenne ja aus meiner Veranstalterzeit einige Leute in anderen Städten, mit denen ich schon länger zusammengearbeitet habe. Ich habe in der Vergangenheit auch schon Bands nach Pforzheim, abseits von Touren geholt, und dann eben noch das ein oder andere zusätzliche Konzert in anderen Städten dazu gebucht.

Insgesamt muss ich aber nüchtern feststellen, dass kleinere Underground Bands und Newcomer es immer schwerer haben, an Konzerte zu kommen und es im Bereich 150-300 Gästen immer weniger Clubs gibt. Leider macht sich auch Pay to play immer mehr breit, was meines Erachtens ebenfalls die Live Szene kaputt macht, da nur noch Bands spielen können, die es sich leisten können, einen Club anzumieten. Ich bin gespannt, wie die Entwicklung voran geht und bin positiv eingestellt, dass das alles wieder besser wird.

PP:
Ich wünsche dir weiter viel Erfolg! Tausend Dank für dieses Interview.
Schlusswort?

Nico:
Schaut euch die Bands an, die ich betreue, bucht Sie und/oder geht auf die Konzerte. Dir auch viel Erfolg mit deinem Fanzine.

Nico machte zwischenzeitlich den Vinyl-Keks, bei dem ich heute noch bin.
Er hat sich das Leben schön gemacht, in dem er Vinyl veredelt in diversen Varianten.
Schaut euch das mal an:
vinylmanufaktur.
noisyplastics
ich denke, bei subkultura-booking ist er nicht mehr, hat er aber auch mitgegründet.

PS: ihr habt das Gefühl, ich sollte mal wieder mit ihm sprechen? Lasst es mich gern wissen, auch, was ihr denn gerne von ihm wissen würdet!

LP: berlin 2.0 – kaltental

„kaltental“ ist ein stiller Vorort – so könnte dieser Text beginnen.
In Stuttgart gibt es, denke ich, keine ruhigen Vororte, es leben dort einfach unfassbar viele Menschen auf eingstem Raum mit unfassbar vielen Autos. Jedenfalls so mein Eindruck aus den paar Monaten meines Lebens, die ich dort verbracht habe. Klar, meist im Kessel. Da wo irgendwie alle rumlummeln.

Wie auch immer, das wird etwas länger hier:
ich hab tatsächlich drauf gewartet, was da an neuen Songs kommen wird. Hörte von Besetzungswechseln. Dann Studio.
Dann kamen die ersten Singles. Erst „keine erlösung“, was auch der erste Song auf dem Album ist -ein super Opener. Ein, so sieht es aus, teilweise KI-generiertes Video, und ein Lied, dass klar den Gedanken von der Hitsingle des Vorgängeralbums aufgreift.

getaktete Schritte
10000 am Tag
Bauch Beine Bindungsstörung
Homeoffice im Sarg
Gibt es Wi-Fi in der Hölle

Guter Song, „irgendwie wird das anders“, dachte ich so bei mir.
Also wartete ich die nächste Single, den nächsten Song ab.
Und da waren sie: die Keyboard-Bläser. Gepaart mit Hardcore-Shout, dann Pop. Irre.
Präzise Lyrics.

Und Sängerin Elena als moderne Jeanne d’Arc.
Als dann das Album hier eingeflattert kam, aufwendig gestaltet, schaut sie ernst aber melancholisch in die Kamera.
Das ist schon ziemlich cool.

Poetische, linke Texte, die die momentane, nicht nur weltlichen, sondern auch sozialen Konflikte echt richtig gut widerspiegeln, auf den Punkt bringen.
Sei es in „AZ“ – eine Aufforderung!
Oder in „pflugscharen zu schwertern“

endspiel ideologie
erst kommt die angst
dann die regression
ein ganzes volk braucht therapie

hin zu einem Song über die französische Revolution „1789“

sie haben das geld
und wir die guillotinen

„panzerliebe“ ist ein wirklich spannender Song, doch je länger die Platte läuft, desto mehr spüre ich, dass Berlin 2.0 einen geradezu ausufernd anderen musikalischen Weg sucht, den sie mit „scherbenhügel“ begonnen haben.
Übrigens „scherbenhügel“ auch eine klare Remineszenz an Stuttgart, den Monte Scherbelino, ein Berg, der aus den Trümmern des Zweiten Weltkriegs besteht.

Dazu vertonte die Band gemeinsam mit dem Freien Chor Stuttgart einen Text von Ingeborg Bachmann, in der Vertonung von Siggi Brüggemann, das Lied „ich denke über gewalt nach“-
Diesem ganzen Abwechslungsreichtum bin ich eigentlich total zugeneigt. Bin da schnell zu begeistern und bin am Ende dieser Platte seltsamerweise beim Wort „sperrig“.

Total gut gespielt, gemischt, ein Hauch von NDW, als Post-Punk werden sie hoch gelobt. „vergesst alles, was ihr dachtet, über Post-Punk zu wissen – Berlin 2.0 zünden die Endstufe in der Punk-Evolution“. puh…..
Wo packen wir das also hin?
Die beiden Songs an Stelle zwei und drei sind gute, rockige Nummern, aber Punk?
Elena haut echt richtig einen raus mit der ganzen Bandbreite ihres Könnens, was wirklich mehrere Runden braucht, bis ich mich dran gewöhnt habe.

Also alles in Allem: total gutes Album. Spitzen Riffs. Super Songwriting.
So richtig gezündet hat es bei mir aber bisher noch nicht. Was aber ganz besonders an der Überschwenglichkeit aller Werbetexte liegt. Ein ganz klein wenig tiefer stapeln kann man schon. Dann haben die himmeljauchzenden Fans & Kritiker noch Luft nach oben.

Gibt es bei Flight13 in gelbem Vinyl.
Bei tanteguerilla in rot (ausverkauft)
und eine schwarze Version.

 

konzert: paddelnohnekanu und Tom Mess, Bollerwagen Gig vor der Trinkhalle Baden-Baden am 20.09.2026

Gastbeitrag von @joey.controlletti

Der Spätsommer bäumt sich nochmal so richtig auf und ich fahre mit .a im Oi!PNV nach Baden-Baden um den Bollerwagen-Gig von paddelnohnekanu anzusehen. Das ist Kur-Punk und das ist Tradition, zum vierten Mal geben sich die Drei während des SWR New Pop Festival die Ehre, mit Dosenbier vor der Baden-Badener Trinkhalle.

Wir decken uns im Netto mit Snacks und Supplys ein und vespern etwas am Hang, auf einer Treppe im Kurpark. Umgeben von Rhododendron und sattem Grün, der Blick geht auf Parks, das alte Schloß neben den Battert-Felsen und den Schwarzwald. Die schöne Umgebung und der hässliche Prunk von weißen Polohemden und denen, die gerne Oberschicht wären sind ein Teil meiner DNA und bringen mein Blut zum kochen.

Vor den Stufen der Trinkhalle wird soeben die Technik aufgebaut, wir begrüßen uns herzlich, ein freudiges Wiedersehen. Der Strom an Menschen, der durch den Park in Richtung Kurhaus fließt, spült auch alte Bekannte und Menschen in schwarzen Klamotten an.

Es dämmert, die Laternen und Parkbeleuchtung scheinen die riesigen Platanen an und Tom Mess haut in die Saiten. Gesungen wird ohne Mikrofon, dennoch kraftvoll und wir lauschen von den Treppenstufen den Singer/Songwriter Geschichten. Einige neue Lieder sind auch in deutsch verfasst und nach ein paar Songs entspanne ich mich sichtlich. Unentwegt gehen Passanten auf dem Kiesweg und unten in der Allee am Oos-Bach Richtung Innenstadt. Immer wieder bleiben Fußgänger*innen stehen und lauschen. Das alkoholfreie Schloss-Pils läuft jetzt echt gut.

Vor drei Jahren habe ich erstmals den Trinkhallen-Gig von paddelnohnekanu besucht und die Band hat ihr Bollerwagen Setup seither technisch aufgerüstet. Ergebnis ist ein runde, voll funktionsfähige Miniatur-Version der Darbietung. Felix agitiert per Headset-Mikrofon die Truppe auf der Treppe sowie der immer größer werdende Strom an Menschen in Richtung New Pop Gelände. Es wird ein komplettes Set runtergeknallt. Ich bin ja schon Fan der Band, das merke ich besonders bei Live-Auftritten jedes Mal aufs Neue. Felix an der Gitarre, mit der der ganz eigenen Spielweise, shredded auf den Kiesweg. Floor-Show – geiel! Ole hat mittlerweile fast schon ein richtiges Schlagzeug im Park stehen, mit Cahon-Kick-Drum, Piccolo-Snare und und und. Tulle bearbeitet gut hörbar den elektrisch verstärkten Bass, unter einer Palme stehend. Neben ein paar Evergreens aus dem Oevre der Band werden auch einige neue Lieder von den anstehenden LP, Niemand liebt dich mehr, zum Besten gegeben. Zwischendurch wurde noch Nachschub an Dosenbier geholt. Die Menge auf und vor der Treppe johlt mit und eine zunehmend große Menge an Passant*innen aller Altersklassen haben sich um das Spektakel eingefunden. Die Band schließt das Set mit einem Deutschpunk Knaller namens „Nietendeckel“ vom neuen, noch nicht veröffentlichten Album.

Wir quatschen noch ein bisschen, dann verabschieden wir uns und machen uns auf den Rückweg. Im Rucksack sind noch Snacks von Netto, Budget Erdnüsse im Teigmantel ftw.

Super-Happy, dass wir es wieder mal auf diese Open-Air-Sause mit den Kur-Punx geschafft haben! Es war sehr schön, vielen Dank!

In der Galerie ein paar Fotos von Mareikes Fotomomente!

das aus der jugend – für immer niemals sein wie ihr

Plötzlich sprang mich so ein witziger Bandname an. Demotape von Das Aus der Jugend. Klar, ich habe erstmal Haus gelesen und mich dann auch über meine eigene Blödheit amüsiert.
Wer öfter mal von mir hier liest weiß, ich steh auch Wortspiele, Wortverdrehungen und Wortakrobatik.
Letzteres ist ja ein seltenes Gut im Punk und wurde lange als Studentenpunk abgetan.
Ehrlich gesagt habe ich das Demotape schnell weggelegt, weil es mir viel zu Indie war – und dann kam die Anfrage mit der ersten Platte und ich bin ja auch begeisterter Hörer von Weiterentwicklungen. Also her damit, rauf auf den Plattenteller.

Und was von Flight13 Records kommt kann nicht Fail gehen, meistens, die LP heißt „für immer niemals sein wie ihr“. Wisst ihr jetzt was ich meine? Das ist schon mehr Wortakrobatik. Könnte ja auch nur „niemals so sein wie ihr“ heißen. Wäre aber ein veränderter Sinn und das „immer“ im Satz ohne das „so“ hat sowieso 1000 Mal mehr Wucht.
Und dann guck dir die drei Typen auf dem Cover an! Ich glaub ihnen das. Dieses Setting, in dem sie sitzen, eiskalt ad absurdum geführt; dennoch nicht unmöglich, dass sie das cool finden.
Deshalb werden sie niemals, niemals sein wie ihr. Und ihr nicht wie ihr, oder?

Der angeschnittene Zwetschgenstreusel (übrigens ist gerade in unserer Gegend, so zwischen Bühl und Freiburg sowas von Zwetschgenzeit!) zieht sich dann ganz wunderbar als Reminiszenz an die Beatles auf die Labels weiter: Seite A vollständig, Seite B das abgefutterte Blech.

Während ich das instrumentale Klavier-Intro der Platte anhörte, las ich auf dem Textblatt die Lyrics und empfand sie direkt als gut. Ja, wirklich: gute Lyrics. Witzig. Hintersinnig.
„Künstler aus Süddeutschland“ – „die SPD schiebt ab“ und „Mollies aus Champagnerflaschen“ sind direkt Hingucker und bergen schöne Scherze.
Ja, schön, den Punk kann auch schön.
Schön laut, schön rotzig, schön Fun, Arme in die Luft.

Ich denke kurz, so für ca. 3 einhalb Minuten habe ich Gelegenheit dazu und dann kommt der dritte Titel „ich will dein Hundi sein“ – och neee. Echt jetzt?
Da hab ich mich schon so gar nicht abgeholt gefühlt. Ich hatte sofort „Waldheims Pudel“ von K.G.B. in den Ohren und The Neglected „my dog he licks me to keep my body clean“ – das sind so Songs um einen Song gemacht zu haben. Bleiben kleben wie der feuchte Tropfen einer Nektarine auf dem Küchenboden. Sehr alter Kram, der, in der Hoffnung darauf, das sich nicht „Schimmelkulturen aller Fächer vereinigt euch“ dahinter klebt, nicht mehr in diese Zeit passt.
Aber Das Aus der Jugend möchte uns da sicher ihre Sichtweise näherbringen. Dochdoch, als Künstler aus Süddeutschland hat man in der Geburtenlotterie gewonnen und verspielt nun den Gewinn.
Sie wirken jung, haben aber wohl all die Klassiker der deutschen Musikgeschichte wie Schwämme aufgesogen und nun wird mit Reibeisenstimme rausgeprügelt, was nicht mehr länger in der vollgestellten Studentenküche vor sich hinschlummert.
Ein paar Songs sind irgendwie zu lang, dennoch alles klar, verständlich und äußerst amüsant.

Seite B, das leere Blech, schau dir jetz amol a, was aus derre Jugend worre isch (<— das ist Badisch, oder sowas in der Art) folgt ein Ein-Minutenkracher auf den nächsten. Kaum Luft geholt, geht der nächste Track los. Alle drei Jugendlichen singen, so ist es ordentlich abwechslungsreich und „fick mindestlohn“ ein geiler Hardcore-Refrain. „glockengeläut“ nimmt ein wenig das Tempo raus, um dann mit „wir bauen uns ein haus“ einen Rock’n’Roll-Smasher rauszuhauen und zurecht die Keule gegen Nazi-Opas zu schwingen.
Ey, wenn die wirklich so unverblümt und direkt auch auf den Straßen rumlaufen würden, dieses Aus der Jugend, dann wäre hier einiges echt geradegerückt. Ich höre da eine permanente Wut in den all der Fröhlichkeit!

Die Kritik an der Generation, die Boomer, kriegt ordentlich auch ne verbale Keule:

ich esse Steak, ich trinke Wein,
ich bin ein altes, reiches, weißes Boomer-Schwein
ihr seid so faul, großes Maul
von nichts n Plan eure Armut kotzt mich an
„eure Armut kotzt mich an“

Als wäre das unbedingt berechtigte Kritik an den herrschenden Verhältnissen.
Aber in meiner Jugend habe ich das auch so schon gehört, nur das das Wort Boomer darin nicht vorkam. Es hat sich also nichts verändert. Das ist echt arm.

„Das Aus der Jugend“ ist das sehr gute, wilde Ende dieser Platte und beinhaltet nochmal das anarchistische Komplettpaket theatröses Chaos über Chaos, Piano, dummes Geschwätz über Fußball.

Das Artwork, und all seine wilden Ideen, komplettieren ein Gemälde mit Rahmen, auf Betriebstemperatur und unter einer Minute.
Kaufempfehlung.

Flight 13.

 

dieser ausfürhliche Review ist bereits beim Vinyl-Keks erschienen.
Mit freundlichen Grüßen!

 

LP: modern hell – s/t

Modern Hell kommen aus den Tiefen des Murgtals und machen überraschend offenen und mitreißenden Emo-Hardcore.
Kann man das so nennen?
Auf jeden Fall ist es komplett DIY produziert. Geil.

Das selbstbetitelte Debutalbum ist wirklich überraschend gut.
Vier der zwei Kerle kenne ich schon eine ganze Weile. Damals waren Pip und Markus bei Kasino Koschmidder, wo sie noch so typisch dünnen Emo-Punk-Sound gemacht haben, wie Bands auf Lala Schallplatten (Krawehl und Willy Fog, etc. in den 2010ern halt klangen)
Pip spielt auch noch bei Finding Harbours, einer Emoband aus Karlsruhe.

Wie auch immer: der Sound von Modern Hell ist viel fetter und sie haben ein wahrlich abwechslungsreiches Songwriting. Melodic Hardcore meets Emo meets Punk.
Es ist nicht einfach Melodic Hardcore, sondern echt zwischen den Stühlen steht. Einfache Punkriffs treffen auf vertracktere Hardcore-Attitüde. Geshoutete Parts, die trotzdem gesungen sind und nicht so weinerlich, poppiges Gejammer sind, wie so oft bei Vertretern dieses „modernen“ Styles.
Pflichtlektüre. Auf wunderschönem Vinyl
Erschienen bei iwishicouldstay.

LP: jodie faster – saint lundi

Kurz würde ich was über die Jodie Faster schreiben. Geiler, abgehackter Shit. 17 Songs auf ihrer neuen LP – vielleicht 25 Minuten?
Klar, es sind auch „10 years, that where seven“ drauf, die auf einer der letzten Split 7inches waren. Für den geneigten Fan wie mir, ist auch Füllmaterial drauf.
Schöne Titel gibt es zuhauf, denn Jodie Faster sind keinesfalls ironiefrei in ihrem Geschrammel.
„no gods, no masters, no algorythm“ oder „no future (should look like this)“ gerne würde ich auf jeden einzelnen Titel eingehen, doch wohin mit den ganzen Buchstaben? Die andern Bands wollen auch noch welche!

Der Titel und Titeltrack „saint lundi“ erzählt davon, dass es mal einen Feiertag in der Working Class gab, den Montag, an dem man einfach mal zuhause blieb. Ohne Ankündigung und zum Saufen in der Kneipe zur Trockenen Kehle trafen.
8 days a week und dann in die Kirche, da hat man dann schon mal Bock, auszuschlafen und Müßiggang zu betreiben. Manchmal weitete sich das auch auf Dienstag und den Mittwoch aus. Irgendwann wurde wohl Punk draus: arbeitslos und Spaß dabei.
Nein, die Gewerkschaften und das moderne Leben machten diesen  schönen Feiertag kaputt und wir vergaßen ihn.

Wie auch immer: ich finde das total geile an Jodie Faster sind diese furztrockenen Gitarren, die superpräzisen Drums und der treibende Bass. Manchmal wünsche ich mir beim Gesang etwas Abwechslung aber hej, Gesamtbild absolut top!
Eigentlich ist es so schnell, dass ich nach 17 Songs denke, huch, geht’s auch 10 BPM langsamer?
Geile Scheibe, geile Band, super Attitüde, super Liveband

Vinyl erschienen via DON’T TRUST THE HYPE records (France), DRINKING BEERS IN BANDANAS records (Hungary), LA AGONIA DE VIVIR (Spain)
LONER CULT records (Belgium), NO TIME records (USA), PASIDARYK PATS records (Lithuania), SPASTIC FANTASTIC records (Germany), TNS records (UK)
Tape via:  Dispear records (France), Deaf PunX records (France), No Time records (USA)

LP: Kombi-lation – 30 Jahre Kombi Nünchritz

30 Jahre gibt es in Nünchritz, was grob zwischen Leipzig und Dresden in der Nähe von Riesa liegt, feiert mit einem wahrlich umfassenden und fetten drei LP starken Sampler sein Jubiläum. Das ist schon stark!

In einer Pizza-Box finden sich, wenn ich mich nicht verzählt habe, 45 (!!!) Bands mit je einem Song. Alles Bands, die mal dort geprobt und gefeiert haben oder dort gespielt. Der Jugendclub Kombi, so heißt der Verein tatsächlich, macht also seit 30 Jahren Krach, Lärm und Jugendarbeit.
Den Anfang machen Wasted mit „break you“. Einige werden sicher so einige Bands wie die „Bottles“ kennen, die sich da auf dem Sampler wiederfinden. Sie haben nicht nur im Kombi gespielt!
Von 90er / 2000er Hardcore und Punkbands wie Durango95 oder Just Went Black über Kaltfront oder Sick Times, Oi Polloi und SS20 (italienische Hardcoreband).
Wie auch immer, ich nehme mal exemplarisch die erste Seite.
Fireaamd spielen mit „reward“ knüppeln ordentlich einen weg, wie Ratos de Porao in ihren besten Zeiten. Während die Kirchendiebe einen recht uninspirierten Indie-Sound machen. Farmers Boulevard machen wohl Straight Edge HC aus Leipzig.
Über manche Bands steht etwas mehr im wirklich cool gemachten Booklet in A4. Manche schreiben nur einen Satz. Meist kommen schon die Bands selbst zu Wort, was ich echt cool finde.
Auf 6 Seiten gibt es also Mucke, Im Booklet auch Worte der Macher und einen Zeitungsartikel, auch zerrissene Tageszeitungsseiten im Pizzakarton!
45 Songs beschreibe ich jetzt nicht im einzelnen, besorgt euch das Ding doch einfach selbst.
Alles, so sieht es aus, handmade in Nünchritz. Erschienen bei SM-Musik. Mehr Punk und DIY geht nicht.

Ich hab echt lang gesucht, um euch hier einen Link zu präsentieren, wo ihr das gute Stück für echt gutes Geld erstehen könnt.
Plastic Bomb Mailorder

 

7inch: age of rats – lebenslänglich scheisstag

Die Band Age of Rats schickte mir ihre „lebenslänglich(en) scheißtag(e)“ zu. Ich wartete ein wenig, bis ich mal wieder einen Scheißtag hatte, kommt eigentlich nicht vor, ne, hab die 7inch dann einfach mal aufgelegt und dachte „hey, scheiß drauf“.

Bergi, Bommi, Cristian, Jan und Sami haben zusammen vier Songs aufgenommen und auf dieser schlicht gehaltenen 7inch veröffenlicht haben.
„lebenslänglich“ „triumph auf totem land“ „scheißtag“ und „diebe“ sind die sehr klaren Titel; mit einem schönen Mini-Zine als Booklet mit den Texten.
Volle Kanne Ufta-Deutschpunk brettert aus den Boxen und ich war so ganz kurz davor die 90erJahre Keule auszupacken und das Ding wegzufeuern, da stellte ich dann doch irgendwie fest, dass es supermelodisch ist, was die Band da wie ein Orkan durch die Rille fegt.
Kein so „wir sind superhart“ wie Frontalangriff oder so.
Age of Rats ist einfach superschnell und haben auch noch supergeile Texte!

neulich habe ich allen den krieg erklärt
die entscheidung war gleich getroffen
leider wieder voll vergessen
ich war total besoffen
lebenslänglich

die evolution hat sich selbst ins knie geschossen
den eigenen untergang in menschenform gegossen
dass sich über alles erhebende tier
denkt und formt und tötet in seinem revier
triumph auf totem land

Es sind Misanthropen am Werk, die diese Zeilen zurecht verfasst haben, denn sie stimmen einfach. Oft hat man das Gefühl, den Eindruck, dass es zu viele Leute gibt, die Entscheidungen treffen, die wir selbst im besoffensten Zustand nicht treffen würden. Beziehungsweise nur deswegen treffen, weil wir eben das dümmste Herdentier sind, dass dieser Planet jemals gesehen hat.
Vier Songs voller Wut und einem Tempo, dass wirklich keine Sekunde nachlässt, kein schlecht gespielter und gebrüllter Stumpfpunk, alles hat ne gute Kante und ne ordentliche Melodie!

Gibts bei der Band. (bandcamp) erschienen im Eigenvertrieb.
Age of Rats – Lebenslänglich Scheißtag

LP: KŸHL – nach strich und faden

KŸHL beginnen ganz ruhig und sanft; doch nach dem „…“ geschriebenen Titel des Intro drehen sie mit „phrasenpflaster“ ordentlich auf.
Dabei aber immer in ihrem geordneten Chaos bleiben, welches sie wohl sehr lieben.
Sie machen das sehr bewusst ohne Verzerrung. Die Lautheit der Band kommt doch oft sehr deutlich vom Schlagzeuger, der sehr gekonnt immer lauter wird. Bzw. auch die Vocals, das Geschrei, wir immer lauter. Ich finde, dass man das nicht oft so hört. Meist werden viele Melodien verwischt durch zu viel Zerre oder dem Hall.

KŸHL Gitarre und Bass bleiben in ihrer Range.
Die Band ist ein Skramz/Screamo Kollektiv aus mehreren Städten, wie ich dem Insta-Profil entnehme. Hamburg, Görlitz und Dresden. Wobei letztere Städte wohl noch am nähesten beeinander liegen.
Sie spielen sich schon ganz ordentlich durch Europa. Wenn ich mich nicht täusche hatte ich sie schon ein paar Mal im Ohr, aber noch nie auf dem Plattenteller liegen.
Platte ist von 2023, habe sie trotzdem geschickt bekommen um hier diese Rezi zu schreiben. Vielen Dank dafür!
„nach strich und faden“ ist ein schöner, lärmiger, nicht zu Math-coriger Screamo Release von Zilp Zalp Records, Friendly Otter Records, Skate Pizza Records, Shove Records, Zegema Beach, Trace in Mace, Times as a Color, Dingleberry Records und Broken Sounds (letzteres hab ich dann von discogs)…. irgendwie sind noch ein paar vermerkt aber nicht als Labellogo.
Die Striche und Fäden auf dem Cover sind die Lichtstreifen, die Autoscheinwerfer in einer Langzeitbelichtung hinterlassen. Wirkt wie ein Foto, ist aber, denke ich, nachgezeichnet. Cool.

Schade ist, das keine Texte dabei sind. In dem Geschrei kann ich jetzt ihre politische und queere Einstellung (Beschreibung von Insta) nicht so richtig nachvollziehen. Und ich empfinde das als wichtig, die Message, wie sie geschrieben und gemeint ist, auch lesen und verstehen zu können!
Insgesamt ist der Sound ausgewogen und jedes Instrument (auch die Vocals) sind quasi gleichberechtigt.

LP: schwindel – tod dem diktator

Schwindel-ig ist mir nicht, aber Schwindel können sehr gut Kreise drehen, wenn sie losgelassen werden.
Bevor ich die neue Platte überhaupt aufgelegt habe ist mir der Titel „Tod dem Diktator“ ins Gehirn gefräst.
Im Promoschreiben steht dazu auch noch als Fortsatz „Pest der Tyrannei“. Joah. Ich seh mich da schon auf ner Demo mit dem Schlachtruf.

Das Cover finde ich auch echt ansprechend. Artwork ist von Tobias Göbel von dem ich schon einige Artwork gesehen habe (Octo, In Gaffa,…)

Der erste Track ist gleich ein starker Beginn, die Band nimmt sich wohl selbst nicht zu ernst und titelt „schwindel muss vernichtet werden“.
Sie nennen es Punk, ist es auch, ein bisschen tieferer Rachut-like-Gesang.
Allerdings bringt das Trio Schwindel etwas mehr Noise auf die Hälse und Felle ihrer Instrumente. Was im Sound nicht so spürbar ist, der ist druckvoll!

„zufallsprinzip“ ist ein sehr noisiger Punktrack. Die Lyrics sind bemerkenswerter Weise komplett zerhackt. Sie wollen nicht enden oder enden in der Mitte der nächsten Zeile. Und nach eineinhalb Minuten ist der Krach auch durch. Cool.

Irgendwas zwischen Indie und Post-Hardcore. Punk eben, hehe.
Ich empfinde Schwindel als eingängiger als die Vorgängerband Grow Grow, die ich schon ganz gerne gehört habe. Das zweite Album von Schwindel gefällt mir echt gut!
Man versteht die Lyrics schon ganz gut. Einfacher ist manchmal mitlesen und kann dann besser dem Rest, dem Gesamtbild lauschen. Leider muss man das Lyricsheet im Uhrzeigersinn mitdrehen.
Naja, wenn das mal alles ist, worüber ich rumheule.
Schwindel heulen nicht, sie machen zeimlich klare Kante und finden deutliche Worte. Was auf dem ersten Album sich noch mehr um Geschichten und Ereignisse drehte, hat nun die aktuelle Lage textlich im Würgegriff.

Anspieltipp ist da „reclaim spazierengehen“.

Nimm mich auf den Arm – Sag mir, was ich hören will
Zeig mir die flache Welt – Ich geb dir mein Taschengeld
Du denkst lieber quer – Deine Antwort klingt bequem
Höchstwahrscheinlich löst sie – das komplexeste Problem

Vielen Dank, Schwindel, für dieses schön krachige Album. Weitab vom Puls der Zeit, der meist mit irgendwelchen Synthie-Post-Punk-Quengeleien um die Ecke kommt, aber nicht mit geradeaus gespieltem Punk.

Dan am Bass, Karl an den Drums und Martin Gitarre und Gesang.
Die Band ist ganz gut aufgehoben auf dem Label Flight13, wobei mir dieser Release schon etwas besser gefällt, als vergleichbare Schalko mit ihrer letzten LP „3 mal pommes, bitte“.

Zehn Songs sind auf dem 180gramm Vinyl zu finden.