review: L’APPEL DU VIDE – s/t MC

Vier toll eingespielte Songs der Post Punker von L’APPEL DU VIDE haben mich hier erreicht. Das Cover ist ein Riso-Druck und bereits die zweite Auflage dieses Demo-Tapes.

Ein recht plastisches Drumset mit halligem Gesang, postpunk Apokalypsegitarren und Surfeinlagen treiben einen um den andern Song nach vorne. Ich mags ganz gerne, aber mir gefällt ja auch DIE ANGST.

falle“ „schweineherz“ „einer von hier“ (keiner von euch) und „verschlungen„. Sind die kurzen Titel des Tapes, welches leider ohne Textblatt kommt. Da steh ich schon drauf! Das Quartett aus Chemnitz nahm im Herbst letzten Jahres auf und präsentierte im Frühjahr dieses Demo. Welches ich denke auch prima auf einer 7inch hätte erscheinen können. Ein wenig erinnere ich mich auch an die tollen CORNA KRUSWA (gibts die noch?).

L’APPEL DU VIDE (was soviel heisst wie: der Ruf der Leere, wenn mich mein Schulfranzösisch nicht täuscht…) schaffen jede Menge leerer, verzweifelter Düsterräume mit Leben zu füllen! Treibend, ein bisschen noisig, gutes Songwriting. Gerne mehr davon! Zwölf Minuten sind fast zu kurz, ich dreh das Tape also nochmal um.

Gibts bei der Band oder bei nospirit zu kaufen. Erschienen bei SNORE ZZ RECORDS.

die ultimativen 10 besten Alben aus dem Leben des Herrn F.

Ich bin jetzt bestimmt schon fünf oder 18 Mal nominiert worden meine 10 besten Alben aller Zeiten zu posten. Mal mit Text, mal ohne. Kommentarfrei.

Ich freue mich ja schon immer wieder, Musik ist bei mir allumfassend. Liebe meine „alten Scheiben“ ebenso wie viele Neue. Wobei ich die Neuen meist gar nicht mehr so oft höre, hören kann, wie früher. Ich empfinde es schon so, daß ich damals mit 16, 20, 24 Jahren sehr viel mehr Zeit hatte, alle Scheiben zig mal durchzuhören.

Zum einen blieb mir ja nichts anderes übrig, da das abzuspielende Medium eine Schallplatte oder eine Cassette war. Mit hin und her ist da nicht viel…. Dann gabs die schönen Mixtapes, von denen ich ja zu der Printausgabe auch immer einen Sampler mache. Viel Neues, vieles vermischt. Find ich super. Heute. Früher habe ich Mixtapes gehasst. Ständig Songs von Bands, die ich nicht mochte, haha! Und die dauernden Lautstärkeunterschiede. War vor allem bei Platten / Songs von Punk- und Hardcorebands so. Ächzt.

Also Platten leihen und selbst überspielen. Oder ein Tape an den Kumpel geben und ein paar Tage später hatte man die Wunschplatte im Walkman.

Ich hab mir also überlegt, wie mach ich das jetzt, hm, und kam zu dem Ergebnis: ich machen eine „ein für alle Mal / da könnt ihr jetzt gucken / mit und ohne Kommentar – Liste“, die ich immer dann poste, wenn ich wieder nominiert werde.

In loser Reihenfolge hier schon mal die Bilder, danach kleine Geschichten, Anekdoten und Kurzreviews:

U2 – the joshua tree

Ich war zarte 16, als ich am Rande meiner Klassengemeinschaft stand und betrachtete. Von Außen die Gemeinschaft. Mit einer französischen und einer spanischen Klasse zwei Wochen in La Rochelle. Sandrine. Eine unwiderstehliche Kombination aus Französin und Algerier aus Marseille. Wir liebten uns. Wir tanzten eng umschlungen. „where the streets have no name“. Ich habe heute noch jedesmal Gänsehaut, wenn die Songs der ersten Seite zärtlich meine Hirnrinde streicheln. Inzwischen liebe ich eine noch viel wunderschönere Frau. Und das Tanzen, ja das Tanzen, das ist mehr als übergroßartig mit ihr.

RED HOT CHILI PEPPERS – blood sugar sex magik

Fantastische Rhythmen. Funky und doch so dermaßen klar und prägnant nach vorne gespielt. Wenn man ein Instrument lernen will, sei es Schlagzeug, Bass oder Gitarre, bei dieser Besetzung: Chad Smith, Flea und John Frusciante einfach die Hölle; obwohl sich das ja alles soooo einfach und leicht anhört.

SHEER TERROR – just can’t hate enough

Zuerst fand ich die Gitarren zu metallisch. Total viel Distortion. Den Gesang unfassbar prollig. Dennoch hat mich Reverend Paul Bearer so dermaßen in seinen Bann gezogen: geil! Dazu das für eine Hardcoreband ungewöhnliche Songwriting, die Doublebase, die triodischen Parts. Dann noch das Cover von „the Cure – boys don’t cry“ zwei Oktaven tiefer. Hell yeah.

DIE TOTEN HOSEN – bis zum bitteren ende live (mit schablone)

Ich war so jung und unbedarft, daß ich keine Ahnung hatte, was ich mit dieser scheiß Schablone machen sollte. Ich war 13 (1989), als ich das Album in der Musikabteilung des HORTEN Kaufhauses erstand. Irgendwie war es in diesen Abteilungen nie ein Problem etwas zu kaufen. Ich bkam sogar das „Ärzte ab 18“ Album in die Hand gedrückt. Damals wollte ich das noch nicht. Alles schwarz. Das wilde und bunte der Hosen, das gefiel mir gut.

TRIO – s/t

Spät entdeckte ich die Scheibe. Vielleicht mit 20. Da war diese ganze Neue Deutsche Welle schon lange vorbei und es war (fast) so schwer an die Platten zu kommen, wie an vernünftige Punkmusik. Alles über selbstgetippte Zettel mit gebrauchten Scheiben von kleinen Mailordern. Oder halt Flohmarkt. TRIO empfand ich sofort als Punk. Keine NDW. Absolute Provokation. Aber auch nun ganz ganz kurz. Dann drifteten sie in die Pop-Gefilde und machten Musik, die nur im Kontext mit den andern NDW-Sternchen zu hören ist.

YUPPICIDE – shinebox

Jeder sagt „die FEAR LOVE ist aber viel geiler“. Nö. Auf diesem Album sind sie außergewöhnlich, straight, tight (wahnsinns Drummer!), weniger Distortion, geile Bassläufe und Lyrics zum niederknien. Hit an Hit „tumble“ „new jesus“ „follow the leader“ „whispers“ „sleep with anger“. Und auf der Bühne eine Hammershow.

The MIGHTY MIGHTY BOSSTONES – question the answers

Per se ein ausgefeiltes und außergewöhnliches Songwriting. Was irgendwie auch klar ist, wenn man Punkrock mit Hardcore, Ska und Bläsersatz spielt. Dazu die Reibeisenstimme von Dick Barrett. Die Jungs hatten mich in der Sekunde des abspielens von „more noise and other disturbances“, ihrer zweiten Platte. Ich habe die oben genannte gewählt, da ich finde, daß sie dort am absoluten Peak ihres musikalischen Schaffens waren. Auch der Sound war absolut rund. Danach kam nur noch Pop 😉

the NOTWIST – s/t

Hilfe, wie oft lief dieses Album im Kassettenrekorder von Philipps Vater? Ein abgeranztes, selbst zusammengezimmertes Kassettenfach in einem alten, roten, verrammelten Corsa. Und es lied die „nook“. Eigentlich immer. Emo. Ich würde sagen, die absolut erste Emo-Band. Kein Punk, kein Hardcore. Alles auf einmal. Dazu der zart genuschelte Gesang von Markus Acher. Hat mich begleitet, mit all den schönen Singles (wie die „torture day“) bis zur „shrink“ … dann kam Pop. Diese Platte strotzt nur so vor Kreativität und jugendlichem Überschwang. Selten so ein geniales Erstlingswerk gehört. Interessant ist auch: trotz der Veränderung der Musik haben sie lange diesen eigenen Stil, dieses eigene Songwriting behalten. Erst mit der kompletten Ver-elekronisierung ist es anders geworden.

ROSTOK VAMPIRES – torment of transformation

Eine Mischung aus Hardcore und Thrashmetal. Ein deutsches Gewächs. Die ersten Alben waren mehr so ne Art Horror-Hardcore. War ganz cool aber dieses Album dann das tolle Finale. Danach war leider Schluß. Kleine Reunion hatten sie Anfang der 2000er hatten sie dann noch. Ich hab sie das erste Mal im NOFERATU KELLER gesehen. Danach noch mehrfach in der Jugendbegegnungsstätte. Wo? In Baden-Baden! Es war eine geile Zeit und die Band absolut außergewöhnlich und immer auf den Punkt. Großartige Texte.

SPERMBIRDS – something to prove

Ein Kumpel aus meiner Klasse sympatisierte mit Skatern. Er kam also mit der Kassette um die Ecke. Auf Seite 2 noch „millions of dead cops“. Ein großartiges Tape welches lief bis es riss. Im Grunde gefällt mir die „eating glass“ von den Spermbirds besser. Die hatte irgendwie mehr Biss und mehr Kanten. Die „something to prove“ dagegen knüppelharter Hardcorepunk. Durch Lee Hollis Stimme und das akzentfreie Englisch klangen sie halt null wie eine deutsche Band.

SLAYER – reign in blood

Der Einstieg in die „alternative“ Musik begann mit dem Zeitpunkt, als wir auf dem Pausenhof tütenweise Platten tauschten. Nur so zum reinhören. Oder zum überspielen auf MC. Ich bekam so einen Stapel. Bisschen Punk, bisschen Prä-Grunge, ein bisschen Satan. Ich legt die Platte auf und mich schrie ein solcher an. Dabei prügelte mir die Band den fauligen Teenagereiter ausm Gesicht. Ich bekam den Mund eine ganze Weile nicht mehr zu. Verdammt, war das geil. Ich war 14. Spielte die Mucke meiner Freundin vor. Sie schaute mich an wie ein angeschossenes Reh…. Wie ihr sehen könnt, ist diese Version bei mir mal ordentlich in der Sonne gelegen. Verbrannt. Ich musste sie mir nochmal kaufen.

HAMMERHEAD – stay where the pepper grows

BESTES deutschsprachiges Hardcorealbum. Durchgeknallteste Motherfucker backstage. Überhaupt. Absolut Punk. Spielten auch bei uns in Baden-Baden. Der Laden hoffnungslos überfüllt und die Band hoffnungslos abgefüllt.

FUGAZI – s/t

Eine eher späte Entdeckung. Um ruhiger Phasen zu füllen, wenn mal das Prollogebrülle der ganzen Hardcorebands etwas zartfühlenderem, verständnisvollerem weichen durfte, und dennoch fordernd, zappelnd, emotional, human, großartige Texte.

the EXPLOITED – punks not dead

Mit 13. Der absolute Einstieg. Irgendwo zwischen TOY DOLLS, Abstürzende Brieftauben, die ÄRZTE und den Toten Hosen. Wie sich über die Jahre herausstellte ist Wattie leider ein Total-Ausfall.

EA80 – vorsicht schreie

Auch eine späte Entdeckung. Ich konnte mit dem tiefen GEsang nicht wirklich etwas anfangen. Drei, vier Mal habe ich die „schauspiele“ hören müssen. Ein Freund liebte die Texte. Ich verstand das Alles erst, als die „vorsicht schreie“ lief. Punkrock mit wirklich traurig schlauen Texten. Spielen heute noch. Über 40 Jahre DIY, keine Werbung, keine Bookingagentur, keine Tour, kein Label… geil.

DACKELBLUT – schützen und fördern

Schnell. Nach vorne. Seltsam geformte Sätze merh oder weniger gesprochen. Manche sagen kryptisch, ich sage: Gedicht! Genial. Merkant durch Jensens Gesang und Andreas‘ Gitarrenriffs. Klar waren seine Bands davor auch klasse. Auch die danach. Der Peak, so empfinde ich es heute, war dieses Album. Auf Konzerten war das dann immer so: Vorband spielte Deutschpunk vor Nieten-, Sauf- und Iropunx. DACKELBLUT spielten dann vor saufenden Studentenpunx. Oft hat sich der Laden einmal umgekrempelt. Geil.

BOXHAMSTERS – prinz albert

Das Album davor „der göttliche Imperator“ war mein Einstieg. Der Prinz Albert lief bei mir unfassbar oft. So sieht die Platte heute auch aus. Cover runtergerockt, aber sie spielt noch einwandfrei! Die TExte und die Aussagen haben mich sehr beeinflusst in schreiben meiner Texte. Oft wollte ich so doll reimen können wie Co, gerne aber in Kombi mit den Gedichten von Jensen. „in diesem vollgefressenen land da wird die dummheit ewig siegen wo ministerpräsidenten gern in badewannen liegen“. Jedenfalls war das Ergebnis, daß HÜNERSÜPPCHEN das zweite Konzert unserer Bandgeschichte, als Vorband von den BOXIES spielen durften. 24.06.1996 in Baden-Baden, Jugendbegegnungsstätte.

BEASTIE BOYS – check your head

Dieses Album und kein anderes! Obwohl sie viele tolle Alben rausgebracht haben! Ich habe sie beispielsweise auf der Loreley gesehen. Ein Lineup! Sagenhaft! GARBAGE, SONIC YOUTH und PULP. Den Gig gibts auch bei utube zum angucken. Einen Review gibts von ihrem Buch.

K.G.B. – kein grund zur beruhigung

Eine Bestellung bei Mülleimer Records, ich nehme an, ich bestellte mir einen NORMAHL-Scheibe, bekam ich diese Platte als Promo mit. Die kurzen, sehr prägnanten Songs und die superklasse Lyrics haben mir sofort den Hörgenuß von NORMAHL versaut. Einfach megagut eingespieltes Album! „krieg am boden krieg im all … im iran für khomeini waffen made in germoney …“ ist das, was mir mal spontan einfällt, haha. Geilster Song „grossstadtträume“

KYUSS – …and the circus leaves town

Diese Band und ihr Songwriting hat mich nicht losgelassen. Auf dieser Scheibe hat für mich alles gestimmt. Eriger Sound, Abwechslung, Knochenbrecher. Ich hatte dann auch mal ne zeitlang ne KYUSS-Coverband. Bin ja kein Freund von so Coverdingern, aber das machte mega-Spaß diese Riffs zu brezeln. whitewater und 50 million year trip. Beide sinnigerweise nicht auf diesem Album, grins.

PITTBULL – new all-time low

Sehr metallisch. Hardcore aus „detroit motor city“. Eine irre Mischung aus psychotischen Riffs und Songwriting, dazu der plärrende, fordernde Gesang des Sängers. Waren in den 90ern auch auf Europatour. Sie gabs wohl noch ne Weile. Hab ein Video von 2006 gefunden: „shutdown

DIE ÄRZTE – ist das alles: 13 höhepunkte mit die ärzte

Ich bin auf dieser Musik durch die Strassen geschwebt. Locker flockig leicht hauten sie ihre Hits raus. Einen nach dem andern. To-tale Teenie-Mucke. „2000 mädchen“ „zu spät“ „el cattivo“ „radio brennt“ „erna p.“ und natürlich „ist das alles“. Funtastisch.

HELMET – betty

Technisch die sauberste Lösung 😉 ! Ich hatte vorher die „meantime“ schon rauf und runter gehört. Die „strap it on“ strotze noch so vor roughem NewYork-Sound. War schon alles ganz klasse. Und dann kommt die Band mit einem so dermaßen technischen Grunge-Metal Hybrid um die Ecke, daß mir beim Versuch das auf meinem Drumset nachzuspielen fast schwindelig geworden ist. Mehr als ein Mal bin ich genervt zu einem simplen 4/4-Takt zurückgekehrt. Ich hab mir damals bei FRONTLINE die Doppel 10inch bestellt. Da waren zwei Bonustracks drauf. „flushings“ und „pariah“. Vor allem erster machte mich echt fertig. Vor allem der Wechsel in den Refrain….

Oke… es sind mehr Alben als zehn. Aber so könnt ihr ja immer wieder, nach und nach, mal durchblättern… vielleicht kommen ja noch ein paar, fünf, dazu, weil sie mir gerade in die Hände fallen! Letztes ist:

TEDDYBEARS STHLM – you are teddybears

Auf einem Snippet-Sampler des VISIONS Magazins habe ich die entdeckt. Nur so ein kurzes Stück von „taken by surprise“ war drauf und ich dachte sofort: „boah! das ist ja megazappelig, wie geil“. Da 1993 schon die CD auf dem Vormarsch war, gab es keine LP zu erstehen. Tatsächlich hat die Band erst 2017 die LP dazu rausgebracht. 300 Copies, ich hab eine, juhu! Gesehen habe ich sie  im alten SUBSTAGE vor MUCKY PUP. Highspeed Punkrock mit DJ. Hot Shit. Danach kam noch die „can’t believe it’s teddybears sthlm“ mit einigen Hits und Instrumentals. Dazu einem unfassbar geilen Cover von KRAFTWERKs „we are the robots„.

review: V/A – tot sind sie noch lange nicht (EA80 Tribute Sampler)

Klar, Tribute und so. Langes Thema.

Nichtsdestotrotz haben sich einige Bands auf den Weg gemacht Songs der „Verweigerung durch Verneinung“ Band EA80 nachzuspielen.

Die eingenommenen Penunzen kommen einem Soli-Projekt zugute. Und es ist nicht irgendein spezielles Soli-Projekt, sondern eines, was versuchen möchte, möglichst vielen zu helfen. Zum Beispiel ist auch ROCK AM BERG dabei, ein Festival, was dieses Jahr ausfallen wird. Einige Künstler, Bands und Freiräume beteiligen sich mit ihrem Atuff und ihrer Solidarität, diesen Fonds aufzubauen. Als Hilfesteller kann man sich eintragen, alle zwei Tage wird der Zwischenstand bekannt gegeben.

Das Ding heisst LETS STAY UNITED und ich finde das eine wirklich tolle Aktion von kleinen, unabhängigen Leuten.

Nun zu den Bands die mitmachen wurden mir folgende Infos zugespielt:

DIE STRAFE / Punkrock aus Mönchengladbach                       PHILLIP NUßBAUM / Elektronik                           pADDELNoHNEkANU / post-Deutschpunk aus Baden-Baden          DAN SCARY / (inzwischen) Zwei-Mann-Beatbox-Punk                         EKG / Punkrock aus Marl
… und mir der Mond / Punkrock aus Bochum
Kiew.E / Ein Mann Elektro aus Berlin
SCHMERZGEDÄCHTNIS /  D.I.Y. Soloprojekt aus Bremen/Bremerhaven
D.E.G.I.M.O. / Experimentalprojekt aus Seesen
RAPTUS / Punk aus Köln
ANGSTALT / aus Hildesheim
VVL / Düsterpunk Ruhrpott
MOTORSCHADEN / Experimental aus NRW
KISHOTE / Emoviolence aus Bielefeld

Ein buntes Programm durch eine riesige Songliste der Band. Lasst euch überraschen ob der Versionen der Songs! Die Einnahmen gehen zu 100% an das vorgestellte Soli-Projekt.

BANDCAMP

review: TROOPS OF THE SUN – to feed the heart LP

Bei MajorLabel gibts die „40 Jahre“ EA80 zu kaufen. Als CD und in Combi mit einer Debut-Scheibe einer Band namens TROOPS OF THE SUN. Ich bin neugierig und bestelle sie mit.

Das düsterbunte Cover strahlt schon jede Menge PostPunkWave-Stimmung aus. Ich werde nicht enttäuscht. Sieben Tracks zwischen kurzen zwei Minuten Stücken und elegischen fünf bis 13 (!!!) Minuten Stücken fräsen, fressen sich in die Gehörgänge. Vier Mann spielen Gitarre, Bass und Schlagzeug, keine Synthies.

Es geht punkig los „prophets“, wird wavig wütend im zweiten Track „all down“, zeigt mit „circles“ schon mal die Seite B dieser Platte auf. Sehr ruhig und verzweifelnd plätschernd fliesst der Song durch.

Wenn man sich das tolle A2-Poster mit den Texten durchliest merkt man, daß da Eddie vom Label selbst in die Basssaiten greift. Und der Mensch mit dem Pseudonym ist doch der von EA80, der da schon lange die sechs Saiten im Würgegriff hält, gell?

Abwechslungsreich bleibt es. Die Seite A hat mit fünf Songs (von sieben) auch sozusagen am meisten zu bieten. Seite B geht mit einem sehr flotten Acht-Minüter, dem titelgebenden Track „to feed the heart“ los, worauf noch der erwähnte Fanal, wie die Band es selbst nennt“ folgt und ewig nachhallt.

Da ich die Scheibe gerne ein paar Mal durchlaufen lasse und mir das oft am leichtesten fällt, wenn ich sie als mp3 mit ins Auto nehmen kann, will ich sie also beim Label runterladen. Geht nicht. Hm. Ich schreibe also Rob an, bekomme mit, daß ihr Server abgeschmiert ist und es massive Schwierigkeiten gibt, die Daten wiederherzustellen Monate Arbeit…. (ich hoffe, ihr kommt da cool durch!) Doch ich werde schnell vermittelt. Mir gefällt die Platte so gut, daß ich die Band frage, ob sie mit auf den nächsten PostillenSampler wollen. Die Antwort kommt schnell. In Form von aktuellen MP3s. Frisch gemischt ausm Proberaum!

Erstmal hier bei bandcamp.