fanzine: Punk! OI! Ska! #3

Der Monat August ist recht ungewöhnlich um zu lesen. Normalerweise, ich sage nicht (neue) Normalität, liege ich am Badesee und kraule in den Wellen der vorbeischippernden Standup-Paddlern. But not this year. Corona hat das Klima verändert, es regnet ständig.
Für Juli ’21 gibt es also die Nummer 3 von Punk! Oi! Ska! und ich hab ganz vergessen einen Review dazu zu …. ne, eigentlich, es überhaupt zu lesen!
Was mir sofort auffällt ist, dass das Ganze Getippse wesentlich klarer ist. Nicht mehr ganz so viele 😉 dazwischen, keine hahaha’s mehr, oder die 10000 Punkte, mit denen er die Texte füllte. Oder doch irgendwie. Ich habe wahrscheinlich irgendwann aufgehört zu zählen, haha 😀
Das macht den Lesefluss richtig leicht. Auch hat Matze sich entschieden zwischen den Interviews immer wieder Reviews zu bringen. Das macht das wirklich abwechslungsreich.
Einzig nicht sooo abwechslungsreich ist das Cover, welches schon hart dem Underdog ähnelt.

Er hat wirklich viel zu erzählen und streicht keinen einzigen Satz. Die Reviews sind ausführlicher als wir sie mit der Vinyl-Keks-Redaktion je schreiben könnten, hehe. Er beleuchtet ein paar Songs von The Clash „white riot“, wie es zu dem Song kam. Das ist wirklich interessant!
Danach gehts dann erst los mit Interviews!
Diesmal mit und von Generell Daneben, „wie in Lichtenfels das Lagerbier erfunden wurde“, ein paar Konzertberichte. Ist auch alles völlig ausreichender Lesestoff.
Zum Ende freue ich mich total darüber, dass er die famose Singapurer Band Daily Ritual reviewed hat, ich habe sie vor …. einigen Jahren in Mannheim im Juz gesehen und finde sie mit ihrer drei Gitarrenwand einfach mega!

Auch die Antinational Bass Crew habe ich im Review entdeckt, kann auch nur wärmstens empfehlen!

 

fanzine: Rampage #5

Rampage! Yeah. Die letzten Ausgaben haben mich schon begeistert. Es ist wunderbar bunt und ein wenig infantil und so 70s Fotos drauf, ganz viele Punkte und so Hashi Tape oder wie das heißt.
Also im Grunde auch ein Copy&Paste Zine, nur auf eine andere Art und Weise gemacht.
Diesmal mag ich mich einfach erfreuen, an den thematischen Überschneidungen zu mir, bzw. zu den Veröffentlichungen, die bei mit auch mit Freude durchgelaufen sind.
Anfangen mag ich mit den „Stoner Sisters – eine Utopie“. Gott, was habe ich diese KYUSS geliebt. Blues for the red sun. Das ist der richtige Einstieg. Izzo’s Utopie ist, mit bärtigen Männergesichtern auch mit ein paar mehr haarigen FLINTA-Beinen eine Jam-Session zu machen. Treffpunkt Kreativfabrik Wiesbaden. Geile Idee. Ich hatte damals nur Jungs um mich, doch wir haben die „one gig in a year“ Kyuss-Coverband gehabt und das tiefe Tuning und die heavy Riffs, die einen in Grund und Boden wämsen sind schon echt mega. Das Visions titelte 1994 (oder so) „Wüstensöhne machen Fickmusik“. Das gilt für alle Geschlechter!
In den Reviews finde ich das letzte Buch von Jan Off „nichts wird sich niemals nirgendwo ändern“ und die Wavepunker von Fotokiller, deren Demotape bei mir auch einige Runden im Kasi fetzt.
Klar, es gibt noch viel viel mehr zu lesen, alles sehr feminin bzw offen für alle Menschen. Ich finde das groß, ganz egal, ob ich das korrekt gendern kann, oder nicht. Danke für diese schöne Zine!
Gibts bei Facebook oder bei Instagram. Einfach melden, wenn ihr eine Ausgabe wollt.

fanzine: German Compliment #6

Ich lese natürlich zuerst „i need a vacation“. Die Zeiten sind anders….. „Vaccination“. Bin ich mir das sicher, dass ich die brauche?
Das German Compliment Nummer 6: man gewöhnt sich mit der Zeit ja an jeden Style. So auch hier, es ist wieder gebunden, Deutsch/Englisch, Arnie ist vorne drauf. Bei den Mitwirkenden lese ich auch durchgehend die selben Menschen. Wird wahrscheinlich auch so bleiben, ich bin gespannt was bei Ausgabe 123 kommt. Ob dann immer noch Arnie vom Cover guckt?
Zwischen total veränderten Szenezeiten und konservativen Auswüchsen schlendert das German Compliment entspannt hin und her. Es gibt aber auch noch Aufbruchstimmung zu lesen.
Cornelius von KeepItASecret erklärt uns nochmal, was dieses Kompliment denn genau meint. Er erweitert allerdings um die Bitte, falls man der Empfänger eines solchen Kompliments war, sich doch gerne zu melden mit einer Geschichte und Teil dieses Zines zu werden.
Ein paar weitere Artikel die kommen nur noch in Englisch. In beiden Sprachen ist zB „wie ich meine Identität verlor; Patriarchat und Punkrock“ von Fini von Black Square. Es handelt sich hier um die Zusammenfassung der Geschehnisse um ihren TAZ-Artikel und die Reaktion eines OX-Redakteurs darauf. Und die ganze Geschichte nochmal zu lesen, auch in einem andern Zine nochmal, zeigt mir auf jeden Fall, wie wichtig es ist, dass es in verschiedenen Zines unterschiedliche Empfänger gibt und sie bitt ealle erreicht werden dürfen.
So manigfaltig unsere Szene auch ist, wir sehen doch die Welt aus verschiedenen Blickpunkten und sollten bei wichtigen Themen trotzdem annähernd der selben Meinung sein und den selben Wissensstand haben.
Dabei fällt mir auf: bei aller Wichtigkeit zum Thema Sexismus im Punk, haben wir zu wenig über Corona und den Massnahmen in der Szene diskutiert?

Was ich sehr mag ist Meaglin erklärt die Welt, diesmal mit „deine Protest Songs machen sich nicht zu einer politischen Band“…. aaaber ich will zu all dem gar nicht soviel verraten, sondern mach einfach ein wenig Werbung. Ein tolles Heft, immer wieder super zu lesen.
Maeglin gibts auch im Internet. Ich glaube, diesem Thema nehme ich mich in der nächsten Ausgabe der ProvinzPostille auch an.
Heft zu haben bei: FB oder bei keep it a secret

fanzine: ROHFASSUNG #4

Viel zu viel Zeit gelassen… Im Dezember 2020 hab ich die Ausgabe 4 der Rohfassung, einem Zine aus Magdeburg, zufällig bei Instagram drüber gestolpert, geordert und mehrfach durchgeblätter, weggelegt, gesucht, wieder durchgeblättert, mal was gelesen, wieder weggelegt.
Manchmal denke ich schon, der beste Ort für ein Fanzine ist auf dem Klo. Da liegt ein Stapel, man nimmt sich immer wieder eines, nur: einen Review dort zu schreiben, würde mir dann doch schwer fallen.

Schwarz-Weiß, A5,  24 Seiten. Paar nette Bilder. Ein Interview mit Hater SkaterEin weiteres Interview mit Robert aus Halle. Sie haben sich im Grunde „einfach“ unterhalten. Das klingt simpel, hat aber einen gewissen Charme. Gutes Interview!

Solijanka, ein alternatives Wohn- und Kulturprojekt in Grasleben-Heidwinkel stellt sich vor. Einige Infos und damit ist das Heft wirklich kurz und knackig und rund.

Und damit mir nicht leselangweilig wird, haben sie mir noch die Nummer 3 vom Sommer 2020 dazu gepackt, der noch ganz im Zeichen der Ermordung von George Floyd stand. Themen sind, dass Skaten politisch ist. Eine Gruppe von Flinta*-Menschen die sich „die Solidarititten“ nennt, äußerst sich dazu.
Diese Ausgabe ist noch ein wenig kürzer. Was die Leseaufmerksamkeit in jedem Fall bei Laune hält.

Auch noch eingepackt: „kein Einzelfall – der Mord an Patrick Thürmer“, bzw. Erinnerung an die anderen neun Einzelfälle der Ermordung von Punks in Deutschland seit 1990.
Sehr ausführlich, A4.
Da steckt so viel Engangement dahinter. Unbedingt weitermachen!
Kontakt roh-fanzine@gmx.de

 

fanzine: Drachenmädchen #14

Das Drachenmädchen flattert bei mir schon seit vielen Jahren rein. So freue ich mich immer wieder auf eine neue Ausgabe, so auch bei der Nummer 14.  Im Vorfeld hatte ich mitbekommen, dass Rosi, der Commander und Herr Neumann, die feste Redaktion dieses Heftes, auf der Suche nach Schreibern war, die etwas zum Thema DIY loswerden wollen. Diesem Aufruf gefolgt sind Sabrina von der Band Lügen, Roland von Oysteren, Dirk Bernemann, Falk Fatal, Katharina Ferrari und so einige andere unter Pseudonym (?).

Punk geht nicht ohne DIY, ohne DIY gibts kein Punk. Nach diesem schlauen Satz also zum Heft.
Prall gefüllt mit Texten zum Thema, manchmal auch eher in Geschichtenform am Thema entlang, Interviews, Erinnerungen. Ein wirklich lesenswertes, abwechslungsreiches Panoptikum.
Besonders aufgefallen sind mir das Interview mit Monochrome. Eine wohl ersten Emo/Postrockbands Ende der 90er, die in Deutschland jede Menge Konzerte gespielt haben. Ich hab nicht eins gesehen. Emo war nicht so mein Ding. Auch Postrock nicht. Aber lauscht mal selbst. Erster Release 1999

Super Statement gibts als Kolumne „DIY or Die Kolumne“ über den Fakt, dass die Broilers in kleine Betriebe in Düsseldorf gehen, um kostenlos Teile ihres Musikvideos zu drehen. Das OX Magazin unterstützt das auch noch. Bezahlung: Product Placements im Video.
Den Rest könnt ihr euch wohl denken….
Zwei erwähnenswerte Interviews mit Wolfgang Niedecken von BAP, ja Punkband aus Köln, und Punkrockers Radio, Punk in Dauerschleife ausm Radio. Bulli vom Mailorder Antikörper Export, spielender Basser bei Alarmsignal hat eine ziemlich abgefahrene Story aus dem Lockdown Frühjahr 2020 zu erzählen. Eine Bastelstunde DIY-Plattenspieler mit Legoteilen, es gibt auf 118 Seiten im Querformat A5 Buchstaben satt.
Zu haben bei MyRuin.

fanzine: Hansa Zeneca #1

Hansa Zeneca. Schon der Name brachte mich wirklich zum Lachen. Sehr sehr geil! Der Look erinnert mich derbe an das Rübenmus-Fanzine, ich mag es sehr. Mehr gute Gründe dafür, das Heft sofort durchzublättern kann es also nicht geben.
Eine erste Ausgabe darf ja auch reletiv viel experimentieren, ausprobieren, wo die Reise denn hingehen könnte. Hier ist alles von der ersten Seite an schon sehr cool gemacht.
Wie immer finden sich ein Stapel Bands wieder, die ich kenne, andere halt auch gar nicht. Überraschenderweise finde ich neben bekannteren Bands wie Todeskommando Atomsturm und Mülheim Asozial die Band Theilen in einem Interview. Habe neulich erst ihr Demo für den Vinyl-Keks reviewed. Es konnte scheinbar kein gemeinsamer Termin für ein Interview gefunden werden und so haben sich am Ende zwei Bands gegenseitig interviewt Marode (Düsseldorf) vs. Theilen (Köln). Auch eine schöne Idee, kurzweilig und witzig.

Die beiden Rubriken „Punk wohin? Köln“ und „Punk wohin? Wuppertal“ gefallen mir gut. Wie auch: es gibt ganz wenige, ausgewählte Fanzinereviews, keine endlosen Kolonnen von Buchstaben zu Band XYZ. Ich persönlich finde, ein Blog reicht für all die vielen Rezis, ins Heft kann man wirklich nur Stories und Interviews packen. Man hat dadurch ja auch gleich mehr Platz für ebendies.
Ein Interview ist mir auch besonders gut aufgefallen im Hansa Zeneca, Joe & the Shitboys eine queer-vegan-shitpunkband von den Färörinseln. Ja, da gibt es Punkmucke. Und wie man damit dort rumkommt, erzählt die Band im Interview. Die Band wäre absolut was fürs Swingkid-Fanzine, Gunter sucht ja immer weltweit nach Exotenbands und hat schon diverse Länder aufgetan, die die meisten nicht mal auf der Landkarte finden würden.

Macht Spass! Ich darf fast sagen „klassisches“ A5er. Viel Lesenswertes, hoffentlich bald wieder.
Gibt es bei Racoone Records, auch einigen anderen Lesestoff, wie auch Vinyl. Sowie bei Tanz Auf Ruinen.

Comic: 30% Gott

30% Gott“ heißt das Comic von Chukky Fuck, die ich bei Instagram entdeckt habe. Sie hat schon diverse Artworks gemacht. Soweit ich das überblicken kann für Black Cat Tapes; bspw das „Dachlawine“ und das „Ausbruch“ Tape.
Nun hat sie ihren ersten Comic raus in dem es ums Containern geht. Chukkys Style zu zeichnen empfinde ich als wirklich erfrischend. Die Story ist klar bebildert und es werden nicht riesige Sprechblasen gefüllt, um Sinn zu transportieren. Es erklärt sich soweit alles von selbst. Ein bisschen was über den Ursprung der Geschichte steht im Heft, welches auf hochglänzendem, dickeren Papier sehr edel daherkommt. Ein wenig Religionsparodie, Lebensmittelverschwendung; ein klein wenig linken Punkalltag zu dokumentieren ist ihr gelungen!
Chukky Fuck ist aus Hamburg und macht Illustrationen, auch ebend für Bands.

Heft gibts direkt bei ihr über den Link bei Instagram oder bei Back Cat Tapes.

fanzine: Letzte Oelung #2 (drei vollendete Kurzgeschichten)

Mal nur lesen. Keine Bilder, keine Musik dazu.
Karl Knochen schreibt drei Kurzgeschichten, Konsti macht das Artwork. Und bevor ich mich den Geschichten des Autors widme, erst das Artwork.
Die „letzte Oelung“ erscheint wohl ein mal im Jahr, jedenfalls, lief es bisher darauf hinaus. Es gibt eine Art Nachwort, denn „Addendunm“ bedeutet, es wird etwas angehängt. Im Grunde verstehe ich es nicht, haha, das ist mir zu intellektuell.
Diese 21 Seiten fallen mir aus dem eigentlichen Heft entgegen. Nein, es ist schon ein kleines Buch, denn es ist mehr Hard- als Softcover. Print auf sehr schwerem Karton. Das Cover ist von Regina Zindler. Ist aber wohl erst der dritte Akt. Die ersten beiden Akte befinden sich in einem A5er Zine mit einem extra-schmalen Einband, auf dem eingeladen wird mit „mach’s dir gemütlich“. Auch dieses Artwork ist sehr minimalistisch aufgemacht und auf gelben Karton gedruckt. Ich mag das wirklich sehr. Eine wilde Mischung aus Reclamgelb und Kunstpunk.

Denn das ist in den Geschichten: melancholischer Punkrock.
Die erste Story über Majo, ein junger Mann, der damit klar kommt, dass er halt mit Hoffi unterwegs sein kann, nicht mit Saskia. Sie nimmt in der Berufsschule nicht wirklich wahr, stelzt mit Plateauschuhen an ihm vorbei. Hoffi und Majo neigen dazu, Einzelgänger retten zu wollen. Enden werden sie in einer recht unübersichtlichen Situation, aus der es keine Rettung mehr gibt.

Und als ich das erste Mal dieses Jahr die Hitze am Badesee aushalte, über die verlorene Ente, die Majo und Hoffi finden, lese, marschiert dieser Dauerbewohner des Badesees an mir vorbei.

Keine Ahnung, ob er inzwischen von verschiedenen Leuten unterschiedliche Namen bekommen hat. Er kann wohl nicht mehr fliegen und hat sein zuhause gefunden. Im Winter ist es still, im Sommer wird er überflutet von menschlichen Leibern, dünnen, dicken, verbrannt betrunkenen, Tangahintern, Kindern, Möchtegernlustigen, die ihm hinterherlaufen und ihn versuchen zu foppen.

Über die zweite Geschichte „Kosmos Garten“ verrate ich euch nichts. Die dritte im Addendum „Senfgas oder keine Selbstverständlichkeit“ ist eine Story über Jeka und Senfgas. Wer das ist, der diesen Spitznamen verdient, erfahrt ihr, wenn ihr sie lest. Klar, oder?

Mir gefällt der Schreibstil von Karl Knochen sehr. Diese leise, leichte Melancholie, das Verlorensein der Protagonisten, ohne dabei Loser zu sein. Die außergewöhnliche Alltäglichkeit, in diesen kleinen Kosmen.
Zum Schluß darf man sich über einen letzten Witz freuen, ein paar Notizen eintragen.
Wie schon erwähnt ist die Grafik , der Druck sehr hochwertig. Konsti hat auch einen eigenen Blog gafas del rigor cassettes.
Das Heft ist für 3,50€ zu bekommen beim Autor selbst. Bei Kink Records in Heidelberg und dem The Needle and the Damage done Plattenladen in Leipzig.

fanzine: Ruebenmus #4

Rübenmus, schon die Nummer 4, ein junges Fanzine welches sich in meiner Welt quasi erst vor einem halben Jahr gegründet hat. Zack! – schon Ausgabe 4 raus. So klaffen manchmal gefühlte und echte Wirklichkeit auseinander.
Glücklicherweise haben die Rübenmusis das „Ultra Systrempresse-Siegel“, ich hätte das auch gerne, wo gibts das denn?, welches sie ganz klar auf die wirkliche Welt-Seite stellt.
Fleißig sind die Punx unerhörterweise also, jede Ausgabe, so fühlt es sich an, wird jede Ausgabe dicker. Mehr Stoff, also zum Lesen. Das Dosenbier schlucken wir immer noch alle allein zuhause (oder heimlich in der Tiefgarage umme Ecke, gebt es zu!)
Interviews mit den Geheimratszecken, „with OI to hope„, einer echt cuulen Soli Aktion mit Sampler, der Band Scheisse und einem herrlich gegensätzlichen Pärchen: „Punk is tot“ vs. „Weiterentwicklungen im Punk“.
Ihren Stil haben Szenepolizist und de Wessi gefunden, er ist gleichbleibend hübsch punkig anzuschauen. Seid ihr beiden das auf dem Cover? Dit is aba keen Punk, ihr schaut aus, wie Studis auf ner Bad Taste Party, haha. Dit raff ich eh nie. Punk. Ist doch tot, gell!
Irre, ironische, ernst gemeinte Berichte, zum Beispiel „Hundertprozent Arschl*chdichte (gefühlt)“ – ihr merkt schon: mit den Themen haben sie bei mir ein gemeinsames Interesse geweckt. Rubrik „Rübe ab“ wird das Buch „Hamburg Calling – Punk und Underground“ verrissen; ich fands ja ganz gut. Aba ich bin ja auch voll nich Punk. Ich komm ja ausser Provinz.  Der Autor eigentlich nur darauf, dass er den Typen, der das Buch verzapft hat, für zu alt findet und den Podcast den er gehört hat war Scheisse.
Ich meine, viele Punks haben das Gefühl, dass das was andere als Punk verkaufen Scheisse ist. Ich kann das nachvollziehen, ist mir aber auch schießegal.
Dann jibbet noch jeweils zwei Reviews, jeder der Herausgeber schreibt also seine 2Cents zu etwas. Find ich gut. Kann ich folgen!
Beispielsweise dieses kleine Provinzheftchen hat einen Bonuspunkt bekommen wegen des Ausmalbildes in der Mitte des Hefts (Ausgabe 6). Fein. Herzlichen Dank für die Blumen, die ich nur zu gerne zurückwerfe!
Ich macht ein super Heft, macht bitte weiter so!
Rübenmus hier oder bei FB oder mail

fanzine: OKAPI RIOT #7 – 01/2021

Bevor mir mal wieder die kommende Ausgabe schon im Nacken sitzt, haha, hier mal eben eine kurz & knackig Rezi des tollen OKAPI RIOT.
„Queer, Feminismus, Zeitgeist, Subkultur“, so ist es untertitelt. Wieder versammelt Macherin Bianca Autorinnen und Autoren in ihrem Heft unter dem Motto „das Okapi Riot Zine ist, was Du draus machst“.
Und wieder gelingt ihr ein zwar in schwarz weiß gehaltenes aber inhaltlich sehr buntes Heft. Apu trägt einige Illustrationen bei, wie auch schon in den letzten Ausgaben. Und gleich „Bruno ist dagegen“ gefällt mir so gut, da steckt so viel Leben und Spielfreude drin, dass ich den Sampler bei Bandcamp bestellt habe. Von Lena gibt es den „Hunde und Sexismus im Alltag“, einen Erfahrungsbericht. Dazu ein Extrablatt mit einem „Hoch auf bedingungslose Solidarität“. In dieser Ausgabe steckt viel Hund!
Es ist auch wieder ein anonymer Bericht über Gewalt in Beziehungen, das sich-als-Opfer-fühlen.
Das Okapi Riot macht an genau diesen Stellen alles richtig. Mit Einfühlungsvermögen unverbogen alles anzusprechen.
Reviews gibt es kunterbunt gemischt, ein wenig Musik, ein paar podcasts, ein paar Fanzines. Weitere Interviews und Berichte mit Black Square, mit einem der Macher des German Compliment Fanzine, Cornelius, der auch bei Black Lining spielt und ein Label namens Keep it a Secret betreibt. Gedichte, Illustrationen, Linoldrucke, das Heft hat seine Bandbreite nochmals erweitert. Toll!
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