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fanzine: kellakinda #1

Lange hat es gedauert, bis die erste Ausgabe des Kellakinda-Fanzines von Macher Dan Yell in meinem Händen landete. Nun ist sie da und ich bin ganz angetan!
Superviele Interviews, mich erinnert das sofort an die Herangehensweise beim No!Pop:Mag
Es gibt einige Interviews mit Bands aus der Gegend da oben in Deutschland. Von mir aus hier, ist das schon ziemlich weit weg.
Boigrub (aus Quedlinburg), antifaschistische Skinband. Frei statt sicher (Seesen/Hildesheim), die klassische Punkernamen à la Ratte haben, machen Punkrock und haben den Sampler „Prokastinierte Revolutionäre“ raus. (kann mir jemand mit den vielen Fremdwörtern weiterhelfen?). Dan unterhält sich auch noch mit Key Pankonin (Autor und Gitarrist bei Die Firma und Ichfunktion). Den Elektropunker schlechthin, wer ihn nicht kennt, ihr ahnt es schon: ist kein Punk. E-Aldi. Mit Mehlorder.
und und und.

Ein Gastschreiber namens Fritz Strube haucht ein paar Worte „mildes Lüftchen“ über 2 einhalb Seiten. Die Story, ich nehme an, ich habe sie verstanden, dreht sich um einen notgeilen Typen, der Frauen auflauert. Hui. Also ich hätte sie weg gelassen. Empfinde diese Art, aus diesem Blickwinkel zu schreiben, als absolut nicht mehr zeitgemäß. Diese Seiten sind aber auch der einzige Ausreißer in einem sonst guten Zine, was einem einen riesen Stapel neuer Bands, die auch auf dem Sampler sind, der als CD beiliegt.
Dan Yell gibt auch zwei neue Kurzgeschichten zum Besten, er hat ja auch ein kleines Buch namens Hirnfick & Scheusal raus. Zudem betreibt er eine kleine FB-Gruppe für seine Band Dan Scary. Bestellung per PN oder Mail.

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Fanzine: Break the Silence #2

Das neue Break the Silence ist schon im Februar 2022 erschienen, bei mir vor ein paar Wochen gelandet. Nicht nur, dass mir genialerweise dieser Zaunpfahl gleich ins Gesicht schlug: dem Heft ist, gottseidank, ein paar Blätter Klopapier begefügt; so ist es durchweg auch noch lesbar! Yeah.

Von vorne: ich nehme an, in Anspielung auf die „Klolektüre“ ist das Papier anbei, nicht, weil sich der Macher Ralf Als Hamsterkäufer outen möchte. Es ist Klopapier für „die extra lange Sitzung“ des Break the Silence!
Diese startet mit einem zweiseitigen Vorwort und den darauffolgenden News über mir meist unbekannte Bands. Dabei wird mir schnell der Zusammnhang zum Titel „Break the Silence“ klar, es wird hier in der Hauptsache Hardcorepunk und Crustiges besprochen. Manchmal finde ich da schon richtig gut, dass ein Fanzine völlig geräuschlos ist. Man kann in Ruhe lesen, die Musik steht nicht im Vordergrund, sondern der Inhalt. Die Geschichten.

Geschichten darf VSK (Deutschpunk) erzählen, Danger!Man (norwegischer Hardcore) und die Black-Metal-Band Lucifuge (Bremen) und Label Attack Records. Interviews wirklich alle gut lesbar, informativ und ausführlich.

Ralf erzählt uns von dem überdimensionalen Fettnapf, den er auf einer Reise gefunden hat, darüberhinaus über all die Zines, die er in der letzten Zeit verschlungen hat; auf dem Scheißhaus, versteht sich. Er verabschiedet sich von einigen Menschen, die ihm sehr ans Herz gewachsen waren, bzw. die er auch aus den Augen verloren hatte. Das gibt dem  Heft die persönlichste Note.
Den beiliegenden Tapesampler hat er all diesen Menschen gewidmet und spielt uns Musik vor, die er mit ihnen erleben durfte, als Teil einer Szene, als Tourfahrer, als Konzertbesucher, als Freund. Ein schöner Tapesampler „Somewhere over the Rainbow“ mit bspw. Exilent, Disorder, Colera, Leatherface, See you in Hell, Negazione, so much hate und und und.
Insgesamt ist Ralf wohl ohnehin eine ehrliche Haut und nimmt kein Blatt vor den Mund. Was man an seinem Outro auf der letzten Seite gut erkennen kann. Just, als das Heft fertig war, fing der russische Angriff auf die Ukraine an.

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fanzine: Underdog #68 „punk at the movies“

Nach einer ganzen Weile MUSSTE ich das Underdog einfach mal wieder lesen (und: ich sollte mal mein Abo erneuern!) und hab es bei einem Mailorder (mit)bestellt.
Für diese Ausgabe haben die Macher das Thema Punk in Spiel- und Dokumentarfilmen vorgenommen. Ich sollte mich selbst fragen, warum ich das noch nicht gemacht habe, da ich schließlich seit über 20 Jahren bei Filmdreharbeiten meinen Lohn verdiene. Ganz ehrlich: weil die meisten Filme mit und über Punks einfach scheiße sind. Die meisten Schauspieler halten das Punk-sein für einen riesen Spaß oder tragen halt doch nur Kostüme. Oder die Filmemacher*in hat einfach ein Sujet gesucht und verarbeitet sein eigentlich spießiges Leben in Form einer (vermeindlich) unangepassten Subkultur, in der sie/er sich nicht auskennt.
Wie auch immer: wie immer sehr fundiert recherchiert, wir beginnen hier mit den ersten Punkfilmen, die Ende der 70er Jahre entstanden sind und gehen bis ins Heute.
Interviews gibt es mit Wolfgang Büld, der in frühester Zeit schon einen Film gemacht hat, der „Punk in London“ heisst und 1977 dokumentarisch mit Siouxsie and the Banshees, Adverts und Generation X gefilmt wurde.

Eines mit den Reding-Zwillingen, die „Oi-Warning – Leben auf eigene Gefahr“ gemacht haben. Hier verarbeiten die beiden Brüder in großen Zügen ihre eigene Adoleszenz in teilweise harten, zwischenmenschlichen Körperlichkeiten und einem (fast) irrwitzigen Soundtrack. Der FIlm ging damals so durch die Decke, dass die beiden eine Tatort-Folge inszeniert haben!
Ein weiterer Mann kommt zu Wort: Tarek Ehlail, der „Chaostage – we are the Punks“ inszeniert hat. Er ist viele Jahre schon mit Moses vom Zap-Magazin befreundet gewesen, auch hier wurde viel der eigenen, ungestümen Jugend auf Zelluloid gebannt. Ja, diese Filme stammen von Anfang der 2000er, da wurde noch nicht alles digital gedreht und nachbearbeitet.

Nach dieser stark nach Männerschweiß riechenden Punkfilmwelt folgt dann endlich „Frauen* in Punkfilmen“ (vor und hinter der Kamera). Es geht um Filme wie „Pretty in Punk“ „Time Square“ oder auch „her Smell“. Ja, es gibt schon auch ein Interview mit einer Frau: Penelope Spheeris. Bspw. bekannt durch „The Decline of Western Civilisation I & II & III“. Dokumentarfilme, die sich die Jugend/Subkulturen der Szenen in L.A. 1979 bis 1998 vornehmen. Äußerst spannend!

Dann springen wir zurück in der Zeit und alle dreht sich um ein Format, welches es heute quasi nicht mehr gibt: Super 8.
Insgesamt eine wirklich lesenswerte Ausgabe, da man hinterher nicht nur einfach Musik konsumierten kann, sondern sich durch viele Stunde Filmmaterial wühlen. Klar, es gibt auch einige Rezensionen zu einschlägigen Filmen.

Einzig: mir fehlt ein wirklich klasse Film, den ich schon mehrfach verschlungen habe, da ich ihn als ganz großartig gefilmt und gespielt empfinde. Meine Emfpfehlung, neben all denen aus dem Heft: Hardcore Logo.

Heft gibt es auf der Hompage des Underdog

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fanzine: бред #1 (fieberwahn)

Für mich, wieder einmal, ein Fundstück aus meinen endlosen Streifzügen durch das nette Netz. Dort finden sich aktuell für mich so viele neue Zines; wahnsinn.

Hier eines, das nach 10 Jahren einen Neustart bekommen hat. Zu Deutsch heisst es (Fieber)Wahn, kyrillisch geschrieben: бред.
Hierzu leider (noch) kein Link, es gibt nur eine Mailadresse, falls ihr Kontakt aufnehmen wollt.
40 Seiten, handmade, selbst getackert und in s/w kopiert. Soweit, so klassisch.
Inhaltlich spezifisch.
Ein Interview mit Messed Up, das ist bei einer Melodic-Frauen-Punk-Band aus Belarus. Alle Songs und Texte auf Russisch und ins Englische übersetzt. Super Interview!

Bemerkenswert ihre Posts bei FB. Es scheint noch etwas Hoffnung zu geben und die Band weiter Musik zu machen!
Anschließend noch ein Bericht über die Proteste, die in Belarus stattgefunden haben und von Machthaber Lukaschenko niedergeschlagen wurden.

Aus einem anderen europäischem Land, Griechenland, gibt es noch einen weiteres Interview mit der Band Στράφι (strafi) die auch eher die Melodic-Punk-Fraktion bedienen. Alle Texte auf Griechisch, diesmal ohne Übersetzung.

Und gerade wegen (oder trotz) dieses Sounds hat die Band mehr zu erzählen, als über sich selbst. Sie sprechen offen die Verhältnisse im Land an. „Punk grows where injustice thrives“
Sie spielen viel in Squads, was sie Aufgrund der Pandemie natürlich missen. Es dreht sich auch im Interview, wie im anschließenden Bericht, um die Umstände in Moria und vor allem um den Hungerstreik von Dimitris Koufontinas. (Einfach den Link anklicken, dort gibt es einen ausfühlrichen Bericht)

Dazu kommen ein paar Fanzine-Reviews und Platten in Besprechung. DIY Tipps #1 zum bleichen von Klamotten.
Ich finde das Heft übersichtlich im Cut and Copy Stil präsentiert. Timo darf gerne bei seinem Schreibstil bleiben und Interviews mit Bands machen um anschließend noch etwas über die Umstände zu berichten.

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fanzine: Abfallprodukt #1

Geradezu aktuell aufliegend: Abfallprodukt #1 aus dem Jänner diesen Jahres.
Ein astreines Punkfanzine, wobei der Druck schon sehr hochwertig in einer Druckerei gemacht und geschnitte wurde.
Der Macher orientiert sich an gängigen Zines vom Layout her, ist in Greifswald gestrandet und spielt bei der Band Scheisse.

Es gab schon mal einen Blog namens „up the punks“, der wohl eine ganze Weile existierte und dann einschlief. Sowas betreibe ich ja auch, haha! Nur gibt es hier weniger rechtsradikale Umtriebe, wie in Anklam (Meck-Pom), der Blog diente als Informationsquelle für alle Linken, die sich gegen die stark verwurzelten Strukturen der Rechten zu wehren. In den kommenden Ausgaben möchte er ein paar Berichte über seine Zeit in der Stadt loswerden.

Jetzt im Heft ist ein Interview mit dem 100% Deutschpunk-Siegel-Label Zehnagel Records. Dort gibt es, außer Tapes Tapes Tapes natürlich auch dieses Heft!
Mit der Band Atom Atom aus Hamburg, die Hardcorepunk mit abwechslendem Frau/Mann Gesang und klaren politischen Inhalten vortragen. Die Band äußert sich im Interview auch klar dafür, dass Anti-Sexismus den selben Diskussionswert in der Öffentlichkeit haben sollte, wie Anti-Faschismus!

Dann gibt es noch zwei Interviews, eines mit Schutt & Asche, ein neueres Label aus Stralsund. Die beiden Macher*innen Anna & Flipper haben sich vorgenommen hauptsächlich Bands aus Mecklenburg-Vorpommern eine Bühne zu geben. Und zum Abschluss noch die Deutschpunker von Schöner Sterben mit Heroin und Korn. Punk aus Lübeck, den ich hier auch schon mal im Review hatte, denke ich. Schöne 7inch, inzwischen auch eine LP raus „Feng Shui“. Ziemlich klare, man kann schon sagen, typische Themen für eine Punkband, dafür sehr aktuell und sehr straight durchgezogen; musikalisch. Erinnert mich an eine Mischung aus Slime und Schleimkeim.

Das Abfallprodukt hat auch ne FB Seite. Bloglink ist oben bereits verlinkt!
So circa 80 Seiten, nicht nummeriert. Layout orientiert sich stark am Human Parasit, zu finden sich noch ein paar kleiner Artikel und natürlich Reviews.

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fanzine: Passion Means Struggle #2

In allen Belangen ein klassisches Fanzine:
s/w Druck, Straight Edge Hardcore, englisch, A5, absolut DIY.
Erschienen ist die Ausgabe 2 bereits vor einem Jahr.
Mir ist das aber relativ wurscht, denn außer, das die ein oder andere Band das zeitliche segnet, bleiben Inhalte und Meinungen ja doch etwas länger bestehen. Solang sie substanziell sind.
Im Falle des Passion Means Struggle kann ich die Ambitionen zu 110% nachvollziehen, denn der Macher lebt in Plauen. Dort wo die extrem Rechten vom Dritten Weg marschieren. Wo es überhaupt von allem rechtskonservativen bis radikal rechtem viel zu viel gibt. Das Projekt Schuldenberg sitzt da als einsamer Leuchtturm mittendrin. Und der Macher des Zines macht dort auch ab und an Hardcoreshows; und es ist schön zu sehen, dass die Menschen dort weitermachen!

Inhalt dieser Ausgabe, über die FB – Seite zu beziehen, ist:
ein paar Gedanken nach etwas einem Jahr Pandemie und wie man ohne Circle Pit noch ein halbes oder ganzes Jahr klarkommt. Hoffnung! Wir leben. Vielleicht auch nur für den Moment, aber wir leben!
Ein sehr ausführliches Interview mit dem Hardcorebandkollektiv ClearXCut folgt.
Ich erfahre, dass es auch ein Label gibt, welches unter dem Namen Passion Means Struggle firmiert. Dort erschien neulich die Platte von xrisalex (Türkei), die hier in einem ausführlichen Interview zu Wort kommen. Eines gibt es noch mit Another Breath; ein Tourbericht von Schwach, die eine Nordamerikatour gemacht haben und ein Essay über „Corona und die Demaskierung der Neoliberalen Hippies“.

70 Seiten. Links einfach oben anklicken!

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fanzine: rauditum #6

Aktuell gucke ich gerade in das Rauditum #6. Das ist Ausgabe 4., und vermutlich die letzte Ausgabe für 2021.
Das heißt: da dürfte bald ne neue Ausgabe kommen. Also ganz schnell ein Overview über die Nummer Sechs. 
Ugly und De Wessi sind wahrlich umtriebig. Sie haben sich anscheinend in den Kopf gesetzt, das Rauditum zu einer regelmäßigen Erscheinung zu machen. Das find ich grundsätzlich mal wirklich gut und auch ambitioniert, ich weiß ja, wieviel Zeit das Projekt „Fanzine“ so frisst.
Grafisch ist alles wie schon in den letzten Ausgaben eingeführt! Die Ansage gleich auf Seite Zwei superwichtig und auch selbstverständlich. Unterdrückung, Intoleranz sind der Kern jeden Übels. Finde ich an Stelle des Rauditums auch erst recht wichtig, da sie sich doch sehr um Oi-Musik benühen. Und da gehen die Gemüter im Linken Lager teils hart auseinander. Um da Missverständnissen vorzubeugen also sicherlich genau richtig!
Wie wie viele (Fake-)News wir heute so mal eben schnell raushauen, die Gegendarstellung lesen dann nicht mal mehr ein Drittel der Leute.

Bevor ich ins Schwafeln komme: ein Interview mit Patty Pattex, die ein wenig aus ihrem Leben erzählt. Sie ist seit Ende der 70er schon in der Punkszene in diversen Bands (bspw. Cut My Skin) unterwegs. Von ihr selbst kommen dann auch noch drei Seiten zum Thema „Sexismus muss sterben, damit wir leben können“.
Ein wirklich guter Überblick darüber, was man als Frau in all den Jahren erleben durfte.
„Gedanken eines Cis-Mannes“, zeigt auf, das nicht nur Frauen zu diesem Thema eine Meinung haben und haben dürfen.
Die Band Cartier Libre aus dem Norden Frankreichs wird interviewt. Sehr witziges Interview. Einige Bandvorstellungen Bloodstrings, Riot Dogs und Keep it Alive. Ein Comic, Fanzine- und Plattenreviews runden das Heft ab.

Hier noch eine Band mit Patty Pattex: Scattergun

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fanzine: German Compliment #7

Das Schwarzenegger Gedenk Fanzine ist mit seiner Nummer 7 in meinen Händen gelandet. German Compliment. „Postponed to 2022“ ist der einfache Titel. Liegt wohl daran, dass auch sie Lieferschwierigkeiten hatten, wie ich mit meiner Postille. Da steht ja „Herbst 2021“ drauf und sie kam Ende Januar. Nunja, it’s all about punkrock. Headliner kommt halt mal zu spät.
Wie auch immer, auch diese Ausgabe muss und will ich kurz besprechen. Ein tolles Zine, welches in der Hauptsache von Maeglin, Anna und Cornelius gestaltet wird. In dieser Ausgabe auch (Gast-)Beiträgen von Martina, Sabastian, Lucy Wright, Fotos in Schwarz-Weiß von Aperture for Destruction und Kalle Knipst; und einigen Beteiligten mehr.
Die Grafik ist, wie gewohnt, cool und übersichtlich gestaltet. Das Heft ordentlich geschnitten und geleimt. Anfangs war es auch mal ein A5er Copy & Paste, inzwischen … professionalisiert.
Artikel zwischen jugendlichen Scherzen, die Schwarzenegger parodieren oder (diesmal) SKA-Bandnamen in seinem Sinne suchen; bspw. SKArnold Schwarzenegger. Wer mit sowas mal einen Abend verbringen mag? Hat sicher so einiges sehr Lustiges zu bieten. Stadt, Land, Punk. Man könnte auch Listen beginnen mit bspw den 10 witzigesten oder wichtigsten Ausprüchen im Punkrock. oder oder oder.
Einer von Cornelius Beiträgen geht um das Thema Ableismus im Punkrock, er macht auch noch das Label Keep it a Secret, wo gerade in Coop die erste LP von Black Square erschienen ist.
Bestellen also bei ihm direkt.

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fanzine: maed maem #4

Ein Schnelles zu Maed Maem, denn hier liegt ohnehin in der Kürze der Spaß an der Sache. 24 Seiten, vier Topics Proper. (Emopoppunk aus Brooklyn, New York), Dives, Ganser und Riot Spears.
Das Interview mit Proper. ist sehr knackig gehalten und hat eine ziemlich coole Art, den doch recht klassischen Kontext „Interview“ grafisch neu zu verpacken. Die Band aus Brookly erzählt in ihrer Musik wie auch im Interview über ihre Erfahrungen als PoC, bzw. auch in dessen Kontext als Homosekueller in der Punkszene. Das alles sehr offen, direkt und ehrlich. Ganz Klasse.
Die Dives aus Österreich sind etwas länger „im Gespräch“. Eine Band, die sogar mit einem Videospiel aufwarten können. Das ist wirklich eine abgefahrene Idee. Ich bin leider so gar nicht der Videospieler, möglicherweise gibt es Menschen, die dem Zocken aber nicht abgeneigt sind 😉
Ganser, Postpunk aus Chicago, werden dann wieder sehr kurz besprochen, grafisch wieder sehr aufgeräumt und doch sehr anders.
Zwischen den Interviews immer wieder klare Grafiken wie die „Lady of Rudeness“ oder „our Lady of Mädness“.
Riot Spears machen den Abschluss der Ausgabe 1, Angry Pop / Punk aus Berlin. Sie sprechen über ihren Bandnamen, über Feminismus und Fremdwahrnehmung der Frauen.
Ich verrate wieder nicht zu viel. Empfinde alles als superlesenswert und freue mich, wenn ich hiermit Neugierde und einen Kontakt schaffen kann.
Das Zine, sorry, dass ich auf sowas nicht wirklich achte, kostet so um die 8€ mit Porto, was recht viel ist, dafür bekommt man aber auch eine wirklich gut gemacht Arbeit in die Hände. Texte und Artwork sind von Sina. Erschienen (Herbst 2021) beim Konglomerat Kollektiv (von ihnen hatte ich schon einiges an toller Musik im Review!)

Ich möchte euch den Eingangstext, die Motivation des Zines, nicht vorenthalten: „Dieses Zine schafft neue Räume für weibliche, non-cisgender, non-binäre und queere Punx. Es schließt niemanden aus, sondern ändert lediglich den Fokus.“
Deshalb, respektive gerade deswegen, freue ich mich auf neuen Input!

Was zum Reinhören gibt es von Ganser. Eine Remix EP, die online in den Zeiten der Pandemie entstanden ist und um/über die Sorgen und Ängste der Mitglieder*innen. Alle anderen Bands gibt es natürlich in eurem Mailorder oder bei Bandcamp.

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fanzine: rubberXhead #6

Das ist RubberXHead Numero 6 ist bei mir im Briefkasten gelandet.
Was ich auf den ersten Blick schon mal mehr cool finde ist, dass es in Schwarz gehalten ist, trotz der Farbkleckse; wie zB der Frau mit der Fahne „Never give up“ auf dem Cover.
Und da dies die Nummer 6 ist: genau, haltet durch! Klar müssen Fanzines nicht per se auf Jahrzehnte geplant sein, aber etwas längerfristig dürfen sie das alle machen, da es alle auch nicht mehr gra so oft machen. Der Rhythmus eines Zines hat sich von (wenigen) jemals monatlich erschienenen Zines auf mindestens einen Zwei-Monats-Rhythmus verschoben. Eher sind es aber 3- 6 Monate. Ich hatte aber schon immer das Emfpinden, dass das nicht aktuell sein MUSS. Es ist schön, wenn es Aktuelles gibt.
Themen sind #punktoo, Interview mit der Band eat my fear (queerfeminist Hardcore aus Berlin). Scheißcoole Mucke, roh, noisig, in your face, und mit dieser klasse Jeansjacke! („…and full of love“)

Etwas wortbegriffiges (ich nenn das mal jetzt so) nämlich Ableismus auf Hardcore / Punkrock-Konzerten. Aus dem unten angefügten Interview von Brösel weiß ich, dass er selbst das so nicht kannte und auch ersteinmal recherchiert hat. Ich halte das Thema für sehr wichtig, keine Frage, doch wer weiß sofort, um was es geht. Ich würde eine simples deutsches Wort doch irgendwie bevorzugen, damit ich es nicht jedes Mal erklären muss. Ist aber auch weit weniger wichtig, wie das Thema selbst. Ableismus = Menschen werden im Alltag auf ihre körperliche oder psychische Behinderung reduziert.
Eine Reihe von Fanzines werden empfohlen und da stehen echt ein paar sehr engagierte und toll gemachte Zines drin. Durch diese Liste bin ich auf das Abfallprodukt gestoßen, dazu ein ander Mal mehr!
Ein Interview mit der Fauchkrampf Agency (FB und Insta)
Entschuldigt, wenn ich nicht allzuviel über den Inhalt der jeweiligen INterviews verrate, nur soviel: ich lerne jedes einzelne Mal dazu!
Der Diskurs, der angestoßen wurde, über FLINTA*, Feminismus, Patriarchale Struktur im Punk / Hardcore – total wichtig! Und selbst lesen, hilft da mehr. Ich habe das Gefühl, noch, dass ich den Inhalt nicht so wiedergeben kann, wie er gemeint ist, sondern zu viel meiner eigenen Haltung darin stecken könnte.
So, Luft holen, neuer Satz.

Großartig ist, da ich momentan sehr viele superschnieke aufgemachte, was Grafik und Druck anbelangt, Zines in die Hände bekomme: dieses ist ein astreines Printfanzine. I like most! Yeah.
Mail auf der Homepage von Rubberhead.

Statt Musik in dieser Review ein Video einer Talkrunde von Fanzinemachern.
Total spannend!