review: SEAX – no sugar MC

Bereits 2018 erschien dieses feine Demo via TWISTED CHORDS.

Die Band SEAX besteht zu drei Vierteln aus den famosen COLD KIDS. Inzwischen hier mit neuem Bandnamen und einer Sängerin am Mikro. Die Musik ist etwas rauher und noisiger geworden und das Keyboard ist weg. Auch die deutschen Texte. Was dem Drive der Band aber nicht genommen hat. Ich finde das nämlich richtig gut mit der Sängerin. Klar, der erste Song und Titeltrack „no sugar“ sagt direkt der Männerwelt wo es lang geht. Hervorragend.

Sie schwelgen im Post-Punk des Punkrock. Ich recherchiere ein wenig und darf diesmal feststellen: es gibt ein neues Demo. Heißt „obstinate“ und beinhaltet  fünf neue Songs. Die wird es in circa vier Wochen als 7inch bei 30kilofieber geben. Momentan noch als MC oder digital bei bandcamp. Ich warte auf die 7inch von meinem Lieblingslabel; dann gibts den Review. Bis dahin könnt ihr auf jeden Fall bei bandcamp durchrauschen!

review: TROOPS OF THE SUN – to feed the heart LP

Bei MajorLabel gibts die „40 Jahre“ EA80 zu kaufen. Als CD und in Combi mit einer Debut-Scheibe einer Band namens TROOPS OF THE SUN. Ich bin neugierig und bestelle sie mit.

Das düsterbunte Cover strahlt schon jede Menge PostPunkWave-Stimmung aus. Ich werde nicht enttäuscht. Sieben Tracks zwischen kurzen zwei Minuten Stücken und elegischen fünf bis 13 (!!!) Minuten Stücken fräsen, fressen sich in die Gehörgänge. Vier Mann spielen Gitarre, Bass und Schlagzeug, keine Synthies.

Es geht punkig los „prophets“, wird wavig wütend im zweiten Track „all down“, zeigt mit „circles“ schon mal die Seite B dieser Platte auf. Sehr ruhig und verzweifelnd plätschernd fliesst der Song durch.

Wenn man sich das tolle A2-Poster mit den Texten durchliest merkt man, daß da Eddie vom Label selbst in die Basssaiten greift. Und der Mensch mit dem Pseudonym ist doch der von EA80, der da schon lange die sechs Saiten im Würgegriff hält, gell?

Abwechslungsreich bleibt es. Die Seite A hat mit fünf Songs (von sieben) auch sozusagen am meisten zu bieten. Seite B geht mit einem sehr flotten Acht-Minüter, dem titelgebenden Track „to feed the heart“ los, worauf noch der erwähnte Fanal, wie die Band es selbst nennt“ folgt und ewig nachhallt.

Da ich die Scheibe gerne ein paar Mal durchlaufen lasse und mir das oft am leichtesten fällt, wenn ich sie als mp3 mit ins Auto nehmen kann, will ich sie also beim Label runterladen. Geht nicht. Hm. Ich schreibe also Rob an, bekomme mit, daß ihr Server abgeschmiert ist und es massive Schwierigkeiten gibt, die Daten wiederherzustellen Monate Arbeit…. (ich hoffe, ihr kommt da cool durch!) Doch ich werde schnell vermittelt. Mir gefällt die Platte so gut, daß ich die Band frage, ob sie mit auf den nächsten PostillenSampler wollen. Die Antwort kommt schnell. In Form von aktuellen MP3s. Frisch gemischt ausm Proberaum!

Erstmal hier bei bandcamp.

review: 0€ IRO – mahnstufe X LP

Da ist sie also: die neue LP von OIRO. Es hat sich einiges getan. Zweite Gitarre ist weg, man hat sich gesundgeschrumpft da Basser Vander raus ist aus der Band. Schade. Aber ich hab ja noch seine Single mit dem schönen „wenn leila wasser holt“. Ich erwähne mal hier, das mir die Singles „andi ist nicht mehr in der gang“ und „der biber und der pfau“ fehlen…. wer sie nicht zu utopischen discogs-preisen loswerden möchte: PN!

Die Band aus Düsseldorf bleibt ihrem reduzierten Sound treu. Elf Tracks in ner halben Stunde. Angeblich sind die Texte weniger kryptisch, jaja. Sie seien auch die einzige Punkband steht da irgendwo aufm Textblatt. Oke. Und was ist mit „Kaktushaut“? Hm? Das soll einer verstehen? Ist mir zu hoch. Liegt vermutlich an dem Elektronervigenlalala.

Insgesamt aber ein klasse Release. Typisch für OIRO und doch an so einigen Ecken mit übergroßartigen Ideen nur so strotzend. Abtrotzdend. Musikalisch wohl ein Panoptikum der über 40 Jahre währenden Düsseldorfer Szene. Angepisst, nölig, das is schon Punk.

Können jetzt aber ruhig auch wieder n paar Konzerte mehr machen und mal in meinem Wohnzimmer vorbeischauen!

Weißes Vinyl, gibts nur bei flight13. yeah.

zuhause

kein haus ist groß genug für euer scheiß gefühl