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perzine: Grusel, Grusel

Das vermutlich heutzutage am meisten genutzte Format des Fanzines ist das Perzine. „per“ von persönlich. Gut, vieles ist persönlich, da bspw die Printausgabe der Postille (fast) allein von mir gemacht wird. Ich mag nun diesen Begriff mit einführen, da ich doch ab und an nun auf Zines treffe, die nichts mit Musik zu tun haben. Und in meiner Welt ist ein Fanzine halt ne ganz klar musikalische Angelegenheit.

Hier habe ich bei Konsti über Gafas del Rigor bekommen. Auf ihn bin ich durch „Die letzte Oelung“ gestoßen. Und der Autor Karl Knochen hat ja auch eine Short Story zur Ausgabe #8 beigesteuert.
Jedenfalls ist das Grusel, Grusel ein 6-seitiges-Zine mit Cartoons, kleinen Texten und zwei Löchern im Cover.
Ich denke auch, eine bestimmte Druckart, denn manche Texte sind verschoben nochmal auf der Seite sichtbar. Ich kenn mich da nicht so gut aus.
Vier Texte „Ambivalenz in Heidenheim“, „Saugstärke“, „Ost/West, Mann/Frau“ und „fast ein Franz-Mann“ sind subtile Witzigkeiten aus dem Leben des unbekannten Autors.

Ich komme nicht umhin: immer wieder witzig zu lesen. Schaut also ab und an mal auf Konsti’s Seite rein. Es gibt da auch Tapes mit Krachmusik.

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fotozine: La Constante Indagacion

„Die konstante Nachforschung“
Das ist, was auch ich inzwischen in Punkto Zines gerne betreibe!
Wer hier mitliest weiß, dass Carlos und ich uns nun schon ein paar Tage kennen und deswegen der Weg nicht zu kompliziert war, eines seiner Fotozines zu bekommen.
Und ich freue mich darüber.
Carlos hat ein gutes Auge, ein gutes Gefühl für Farben und Formen. Er gestaltet nicht zu abstrakt oder zu surrelalistisch. Es ist bunt, poppig, verträumt, voller Wünsche und dabei noch minimalistisch.
Dazu hat er mit ein paar Poster in A5 gepackt mit einem Astronauten, der in drei Stufen in der Sonne verbrennt.
La Constante Indagacion.

Wenn ihr eines ergattern möchtet, meldet euch per Mail.
Viele seiner Zines gibt es auch bei Issuu

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fanzine: Underdog #68 „punk at the movies“

Nach einer ganzen Weile MUSSTE ich das Underdog einfach mal wieder lesen (und: ich sollte mal mein Abo erneuern!) und hab es bei einem Mailorder (mit)bestellt.
Für diese Ausgabe haben die Macher das Thema Punk in Spiel- und Dokumentarfilmen vorgenommen. Ich sollte mich selbst fragen, warum ich das noch nicht gemacht habe, da ich schließlich seit über 20 Jahren bei Filmdreharbeiten meinen Lohn verdiene. Ganz ehrlich: weil die meisten Filme mit und über Punks einfach scheiße sind. Die meisten Schauspieler halten das Punk-sein für einen riesen Spaß oder tragen halt doch nur Kostüme. Oder die Filmemacher*in hat einfach ein Sujet gesucht und verarbeitet sein eigentlich spießiges Leben in Form einer (vermeindlich) unangepassten Subkultur, in der sie/er sich nicht auskennt.
Wie auch immer: wie immer sehr fundiert recherchiert, wir beginnen hier mit den ersten Punkfilmen, die Ende der 70er Jahre entstanden sind und gehen bis ins Heute.
Interviews gibt es mit Wolfgang Büld, der in frühester Zeit schon einen Film gemacht hat, der „Punk in London“ heisst und 1977 dokumentarisch mit Siouxsie and the Banshees, Adverts und Generation X gefilmt wurde.

Eines mit den Reding-Zwillingen, die „Oi-Warning – Leben auf eigene Gefahr“ gemacht haben. Hier verarbeiten die beiden Brüder in großen Zügen ihre eigene Adoleszenz in teilweise harten, zwischenmenschlichen Körperlichkeiten und einem (fast) irrwitzigen Soundtrack. Der FIlm ging damals so durch die Decke, dass die beiden eine Tatort-Folge inszeniert haben!
Ein weiterer Mann kommt zu Wort: Tarek Ehlail, der „Chaostage – we are the Punks“ inszeniert hat. Er ist viele Jahre schon mit Moses vom Zap-Magazin befreundet gewesen, auch hier wurde viel der eigenen, ungestümen Jugend auf Zelluloid gebannt. Ja, diese Filme stammen von Anfang der 2000er, da wurde noch nicht alles digital gedreht und nachbearbeitet.

Nach dieser stark nach Männerschweiß riechenden Punkfilmwelt folgt dann endlich „Frauen* in Punkfilmen“ (vor und hinter der Kamera). Es geht um Filme wie „Pretty in Punk“ „Time Square“ oder auch „her Smell“. Ja, es gibt schon auch ein Interview mit einer Frau: Penelope Spheeris. Bspw. bekannt durch „The Decline of Western Civilisation I & II & III“. Dokumentarfilme, die sich die Jugend/Subkulturen der Szenen in L.A. 1979 bis 1998 vornehmen. Äußerst spannend!

Dann springen wir zurück in der Zeit und alle dreht sich um ein Format, welches es heute quasi nicht mehr gibt: Super 8.
Insgesamt eine wirklich lesenswerte Ausgabe, da man hinterher nicht nur einfach Musik konsumierten kann, sondern sich durch viele Stunde Filmmaterial wühlen. Klar, es gibt auch einige Rezensionen zu einschlägigen Filmen.

Einzig: mir fehlt ein wirklich klasse Film, den ich schon mehrfach verschlungen habe, da ich ihn als ganz großartig gefilmt und gespielt empfinde. Meine Emfpfehlung, neben all denen aus dem Heft: Hardcore Logo.

Heft gibt es auf der Hompage des Underdog

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digi: Radio Scheisze #1

Der Macher Hagi stellt sich vor, dass er eine Erfindung gemacht hat, eine Entdeckung im abgegrasten Feld der Zines.
Ich bin mir da nicht so sicher. Eventuell ist die Bezeichnung einfach anders UND auch seine Herangehensweise.

Hier mal der Link: RADIO SCHEISZE
Zuerst: ich find die Idee mega! Ich hatte die tatsächlich auch schon. Abwechslungsreich. Nicht nur Blabla. Bisschen Mucke, bisschen Story, diesdas. Shownotes auf der Seite mit Links zu allen Bands. Diesmal im Interview die Themen-Crusties von Briefbombe aus Hamburg.

Einzig fällt mir auf, dass mir die ???-Erzählerstimme irgendwann den Ernst an der Sache nimmt. (ich weiß nicht mehr warum, aber diesen Satz wollte ich unbedingt schreiben)
Fazit ist, dass in all den Podcasts, die so durchs Netzt schwirren, dies einer der kreativsten ist, die ich bisher gehört habe. Auch die Länge von einer halben Stunde ist ausbaufähig – eine wäre auch oke – bliebt einfach abwechslungsreich. Top.

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fanzine: бред #1 (fieberwahn)

Für mich, wieder einmal, ein Fundstück aus meinen endlosen Streifzügen durch das nette Netz. Dort finden sich aktuell für mich so viele neue Zines; wahnsinn.

Hier eines, das nach 10 Jahren einen Neustart bekommen hat. Zu Deutsch heisst es (Fieber)Wahn, kyrillisch geschrieben: бред.
Hierzu leider (noch) kein Link, es gibt nur eine Mailadresse, falls ihr Kontakt aufnehmen wollt.
40 Seiten, handmade, selbst getackert und in s/w kopiert. Soweit, so klassisch.
Inhaltlich spezifisch.
Ein Interview mit Messed Up, das ist bei einer Melodic-Frauen-Punk-Band aus Belarus. Alle Songs und Texte auf Russisch und ins Englische übersetzt. Super Interview!

Bemerkenswert ihre Posts bei FB. Es scheint noch etwas Hoffnung zu geben und die Band weiter Musik zu machen!
Anschließend noch ein Bericht über die Proteste, die in Belarus stattgefunden haben und von Machthaber Lukaschenko niedergeschlagen wurden.

Aus einem anderen europäischem Land, Griechenland, gibt es noch einen weiteres Interview mit der Band Στράφι (strafi) die auch eher die Melodic-Punk-Fraktion bedienen. Alle Texte auf Griechisch, diesmal ohne Übersetzung.

Und gerade wegen (oder trotz) dieses Sounds hat die Band mehr zu erzählen, als über sich selbst. Sie sprechen offen die Verhältnisse im Land an. „Punk grows where injustice thrives“
Sie spielen viel in Squads, was sie Aufgrund der Pandemie natürlich missen. Es dreht sich auch im Interview, wie im anschließenden Bericht, um die Umstände in Moria und vor allem um den Hungerstreik von Dimitris Koufontinas. (Einfach den Link anklicken, dort gibt es einen ausfühlrichen Bericht)

Dazu kommen ein paar Fanzine-Reviews und Platten in Besprechung. DIY Tipps #1 zum bleichen von Klamotten.
Ich finde das Heft übersichtlich im Cut and Copy Stil präsentiert. Timo darf gerne bei seinem Schreibstil bleiben und Interviews mit Bands machen um anschließend noch etwas über die Umstände zu berichten.

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LP: Going Away Party – ride with our ghosts

Going Away Party, die LP heisst „ride with our Ghosts“ und beherbergt sechs Tracks mit etwa 21 Minuten Spielzeit. Dark Post-Punk. Hallfahne, Delay, Midtempo Drums. Das Cover ist kurz irritierend, da der BMW auf der Vorderseite auf dem Kopf steht. Das Bild ist schon echt geschickt gemacht, von Weitem „blenden“ einen die Scheinwerfer und erst beim Herantreten an das Foto, fällt es auf.
Vor allem fällt mir bei der ersten Runde der Platte „fright nights“ ins Gehör. Die Band aus Paris versteht es gut, Punkriffs den Punk zu nehmen und daraus einen dunklen Post-Punk Song gemacht haben. Und der Rausschmeißer „years and years“ glänzt mit einer sägenden und sich immer wieder und wieder wiederholenden Gitarrenmelodie.
Apropos Gitarre, die Band hat noch Bass und Drums zu bieten und Julie (Bass) singt auch. In 2019 haben sie ein erstes Vier-Track-Demo rausgebracht, 2021 diese Platte aufgenommen und im Dezember 21 dann auch schon herausgebracht. Ich habe diese Platte von Sabotage zugeschickt bekommen, danke dafür: Volltreffer.
Ohnehin mag ich so einiges, was bei dieser New-Wave-Punk-Welle in Frankreich so rumkommt. Die härteren Syndrome 81, auch Litovsk, Litige, ach…. ich habe mir schon die Zähne ausgebissen, sie zumindest mal nach Strasbourg und über die Grenze zu locken. Mal schauen, zwei Jahre später, was so geht!

hier ein Stream:


Ich gehe mal kurz an den Anfang. „at war with myself“. Ein sehr nachdenklicher Texte darüber, dass man selbst nicht akzeptieren kann und will, dass die große Masse der Menschen uns den einen Weg zeigen will. Das deren Weisheit ein One-Way-Ticket-to-Hell ist. Wie können wir also so sein. Warum bin ich so wütend?, fragt sich Julie.

we have the means to end lies
we must take back our lives

Die Texte auf englisch, eine großartige Scheibe mit Text-Einleger und Poster.
Platte gibt es von und bei Sabotage Records. In Coop mit Destructure Records und Les Choeurs De l’Ennui

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MC: Muellheim – Fun

Gibts Pisse eigentlich noch? Also wenn nicht, dann habe ich auf jeden Fall die richtige Nachfolgeband für euch und die heißt Müllheim. Wobei diese Band hier klar so Pisse-Anleihen hat und ich will das auch nicht zu oft droppen, denn sie haben auch einen hart Post-punkigen Touch. Sind wesentlich krachiger. Glaubt ihr nicht? Naja, bei den oben genannten entsteht der Krach durch die Dissonanz der Instrumente, bei Müllheim durch 17 mal krachig eingespielt und aufgenommen.
Die Band hatte mir schon mal ihr erstes Tape zugeschickt und ich hab mich tatsächlich gefreut auf die neuen Songs, als ich das Tape eingelegt habe. Mülheim sind in meiner Soundwelt etwas noisiger und wagemutiger als andere Synthiebands. Oft klingen die supertough und alles ist total aufeinander abgestimmt. Hier kriegt ihr gleich mit „weiß, reich“ einen lärmigen Track um die Ohren. Der Gesang etwas leise. „dein Stuhl wackelt“ schön rotzig, alle Instrumente klingen durch und insgesamt meint man eine Band zu hören, die bei ihrem ersten Gig ausprobiert, ob die Lieder funktionieren.
Mit „m:m“ will man doch gleich mitzappeln. Und so ein artsfartsy Videoclip drehen. In so nem schrabbeligen Keller im West-Berlin der Vor-Wendezeit. Aber es gibt keine Videos. Ich hab wieder nur diese abgeknibbelten Bieretiketten als „Brief“. Geil. (wenn ihr das auch bei 20 andern Rezensenten macht: Respekt!)
Ich finde die neuen Tracks um ne ganze Spur geiler als noch auf „kron“. Sie haben ein eigenwillig eingängiges Songwriting gefunden; welches sie oft im selben Song zerlegen, um irgendwie wieder zusammenzufinden.
Sie selbst würden sagen, das ihre Refernenzen DinA-Testbild, Mittagspause oder Abwärts sind. okay. Mir doch egal! Sind doch alles Bands aus so nem Musiklexikon, was?
Es käme oft das Wort „Deutschland“ vor, steht im Begleitpuzzle. Ist mir auch relativ Hupe, denn es geht ja um den Inhalt. Toxische Männlichkeit, weiße Nazis, Migrationserfahrungen, das Leben im Kapitalismus. Alles richtig.
Auf jeden Fall sind sie desillusionierte Musiker, die das ganz hervorragend zum Ausdruck zu bringen wissen. Wie gesagt: 17 Songs!

Anspiel-Tipps: m:m, second generation immigrant, und und und. Hier zu haben:

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buch: Elisa Aseva – Über Stunden

Ich bin voreingenommen. Was zum einen daran liegt, dass Elisa Aseva und ich einen kleinen Teil unserer Jugend am Rande einer seltsamen Gesellschaft verbracht haben, zum andern daran, dass sie das bis heute durchzieht und darüber schreibt.
Klar, ich habe private Gründe, ihren Blog bei Facebook mitzuverfolgen und Teil dieser Community zu sein. Scheinbar ist diese Community so angewachsen und hat einige Fans hervorgebracht, dass ihre Timeline-Posts es zu einer Sammlung, Zusammenfassung in ein Buch geschafft haben.
Herausgegeben vom Weissbooks-Verlag.
Da ich kein großer Literatur-Rezensent bin, im Grunde hier einfach für ein außergewöhnliches Buch, kurze Statements, Hoffnungen, Träume, und knallharte Realität, machen möchte, schreibe ich einfach mal nichts über diesen Verlag. Keine Ahnung, was die sonst so machen.

Für mich sind die kleinen Exkursionen, diese Einträge, manchmal sehr kühl, manchmal eine Möglichkeit, mir ein Zitat in die Haut ritzen zu lassen. So wie man das mal Anfang der 2000er mit den Texten von Turbostaat oder Captain Planet getan hat.
Ich könnte jetzt einige zitieren. Ich könnte euch auch nach FB-Land verlinken. Aber macht das doch einfach selbst. Nichts was ich herauspicke steht für das Große Ganze in diesem Buch; falls es das gibt. Manchmal wie Kalendersprüche, man kann einfach auch jeden Tag nur einen Absatz lesen. Manchmal versteht man gleich, manchmal dauert es etwas.

Elisa ist durch und durch eine Linke. Sie kämpft sich alleinerziehend durchs Leben, und damit habe ich noch lang nicht alles erzählt über sie. Und oft habe ich mit ihren Posts das Gefühl, dass sie das auch gar nicht will. Vielleicht sind sie unfreiwillig unpersönlich und doch eben nah.
Ich würde mich freuen, wenn du mal hier liest, in meinem Verein. Mach mal ne Tour. Oder lass und in Berlin treffen. Vielleicht.
Großen Respekt für das alles.
Kaufen!

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LP: sick times vs bug attack – split

Die fiese Wanze aus dem hohen Norden hat hier eine weitere Split-LP mit dreckigen, kleinen Punksongs vollgeschrammelt und in Wanzenkotzgrün auf meinen Plattenteller gelegt.
Da war doch erst die Split mit Brennender Asphalt vor „Kurzem“? Naja. war in 2020, diese Scheibe hier ist aus 2021. Dezember, wenn mich nicht alles täuscht. Mit eine der letzteren Produktionen von Flight 13 Duplication.
Jedenfalls hier nun die Split Lp von Bug Attack und Sick Times. Rausgebracht hat das Pifia Records in Coop mit Subzine Records.
Zuerstmal die One-Man-Trash-Rock-Army Bug Attack. Er nagelt wieder gnadenlos ein Punkbrett nach dem andern auf den blanken Boden der zartbesaiteten Musikhörerschaft. Nach drei 7inches, einem CompilationTape und der bereits erwähnten Split, hat er nun erneut 8 neue Songs über Ratten, Zombies und Classic Rock im Petto. Alles unter 2 Minuten Spielzeit. Er teilt sich diese Split mit Sick Times, da die Band wohl schon desöfteren die zuvor genagelten Bretter von Bug Attack bespielte. Wohlgemerkt, die Wanze nagelt, zimmert, schrabbelt, hobelt und rotzt ganz allein Drums, Gitarre und Gesang durch die Gehörgänge. Ziemlich wild am Anfang, wird gegen Ende etwas ruhiger. Nichtsdestotrotz, oder gerade deswegen. Klasse eingespielter Punkrock. Alles sitzt an der Stelle, wo es hingehört. Auch nach 13 Jahren der Alleinherrschaft gehen dem Dichter und Drumgitaristen die Themen nicht aus.

Anspieltipps sind „Classic Rock“ und „Geschichten“. Bringt jede Party in Schwung!

Nun ist die Frage, wenn ich die Seite nun umlege, können Sick Times da noch eine Schippe Schnodder drauflegen? Geschwindigkeit? Lärm? Mehr Trash?
Aux Contraire: Sick Times sind ein Oldschool-Hardcore- Ungetüm. Schnell, ungestüm, direkt, gut gespielt und in der Spielzeit unterbieten sie attackierende Wanze noch um ein paar Sekunden!
In 2008 gestartet. Inzwischen zwei Longplayer und fünf Split-Releases. Sie sind ziemlich viel Live unterwegs und haben wohl schon über 400 Konzerte weltweit gespielt. Die Band kommt aus der Gegend um Leipzig und Chemnitz, hat schon ein paar mal das Line-Up gewechselt, aber alle die dabei waren und sind, lieben den Stuff, den sie machen. Momentan eine Frau und drei Männer.

Sie nehmen so einige Trash-Hardcore-Elemente mit auf. Breaks, Gangshouts, kurz & knackig. Ein ordentlicher Slap in your face. Der Sound ist durchweg druckvoll. Coole Texte „two words, one finger“, „not my punk“.
Ja, so ne Phase, also musikalisch hatte ich mal. Ich pack mal was altes aus: Tiny Giants. War ne coole deutsche Band. Auch Amisbands, klar: Slapshot oder 7 Seconds, ein bisschen Sheer Terror.
Gibts bei den Bands per Bandcamp oder Subzine oder No Spirit Mailorder. 300 Stück, giftgrünes, schwarz bekotztes Vinyl, Einleger mit Fotos und Lyrics.
Bei Gunner gibts noch die 7inches.

Next Dates :

07.05.22 | D-Leipzig / Straßenfest
14.05.22 | A-Innsbruck / Sillwerk
25.06.22 | D-Roßwein / Jugendhaus Primitive DIY Fest
01.07.22 | D-Dresden / Chemiefabrik (Benefiz für Waisenkinder in Nepal)
09.07.22 | D-Köthen / Skate Contest
30.07.22 | D-Potsdam / Archiv
13.08.22 | D-Kahlenberg / Everland Festival
20.08.22 | D-Leipzig / XZS-Festival

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fanzine: Hard and Eggy

Bei Alex Mages, der immer fleissig dabei ist, neue Bilder zu erstellen, habe ich neulich dieses Risoprint-Zine erstehen können.
Viel zu erzählen gibt es nicht, wie der Titel verrät, handelt es sich um das Thema Eier. Mal in einem Bild, mal als kleiner Comicstrip. Immer haben seine Pics einen morbiden Charme, etwas dreckiges und trotzdem witziges.
Er hat das Cover der Ausgabe #8 der ProvinzPostille gemalt und in Linol geschnitzt, ihr findet seine Werke, die immer recht schnell ausverkauft sind, bei Instagram. Bzw. er hat auch einen Etsy-Shop. Ich bin auf ihn aufmerksam geworden durch das „hell yeah“, hatte es mir seinerzeit beim Nachladen in HH bestellt. Im Shop noch eins 😉
Gönnt euch! 16 Seiten.