review: GRIZOU – kueste CD

Und da entdeckte ich plötzlich die Ankündigung des Releases. Eine posthume CD einer der tollsten Bands, die ich bisher kennengelernt habe!
Natürlich auch, weil wir selbst schon mit ihnen zB in Berlin / Magdeburg mit pADDELNoHNEkANU spielte. Leider spielte. Die Band löste sich nach einem großartigen Konzert im Kastanienkeller in Berlin auf.
Mir war immer so, wir trafen uns im Januar 2009 das erste Mal, daß in der Band eine gute Stimmung herrscht und sie einer großen Freundschaft wegen diese Band machten. Und dazu noch die DIY Attitüde. Das Einstehen für den Punk und alles was diese Szene so liebenswert macht.
Sie haben eine tolle LP rausgebracht, weswegen der Kontakt erst entstand. Zu gerne hätte ich sie selbst mal im Interview gehabt. Da war es schon zu spät – heuel!
Aber ihr könnt euch eine schöne Stunde mit ihnen bei Kopfpunk nochmal im Stream auf utube anhören. Mit Hörbeispielen und Infos zu den Platten. Kaufen bei Elfenart oder SPAM Records!

Nun zur CD.
Leider keine weiter LP. Schade. Aber vielleicht wird das ja noch. Gibt so viel Mist, der noch mal veröffentlicht wird.
Beim ersten Blick auf die Songliste fällt mir auf, daß ich einige dieser Songs schon auf den letzten Konzerten gehört hatte! „SSV“ „parole klarkommen“.
Als erstes fällt mir auf, daß das Zusammenspiel richtig gut geworden war. 2009 live noch etwas holprig, nun reif und ausgespielt. Andre schreit nicht mehr so ins Mikro, sondern sein Gesang ist viel klarer zu verstehen. Was der Energie ihrer Musik sehr förderlich ist.
Ich finde die Scheibe durch und durch gut.
Und da weiß ich gar nicht, ob ich nun alle Songs einzeln sezieren soll, oder eine Zusammenfassung oder ich mach das: aus jedem Song ein gutes Zitat. Aus dem Zusammenhang gerissen und erst verständlich, wenn ihr euch die CD gekauft habt, die es für wenige Euros zu erstehen gibt!
01 – willkommen im täglichen Überfluß wo es nur funktioniert, weil es entsprechend Verlierer gibt
02 – wie ein Schneemann in der Hölle, wie Deutschpunk ohne SLIME
03 – die Esperanza, mit Kurs gen Westen, völlig überladen, mit Fracht von gestern; die wirklich niemand braucht
04 – wo Zeit und Raum nicht existieren
05 – das Erbstück ohne Tote, nur das Gefühl dazu scheint echt
06 – mit Vergessen geht es leichter, doch ihr vergesst, daß vergessen nicht vergessen sondern verdrängen ist
07 – was fängst du mit dir an?
08 – zwischen kauf dich glücklich und sauf dich glücklich suchen sie nach ihrer Idendität
09 – der Alltag ist gefräßig und sagt dir wer du bist, er nagt an dir so lange, bis nur er noch übrig ist
10 – idiotische Interessen, Gewalt und Heuchelei
11 – und das anticapitalist-shirt gibt’s für 20€ FUCK OFF!
12 – Zeit zu gehen

Danke für die Zeit mit euch!

review: HUMAN ABFALL zwei 7 inches

ist älter und ich zögerte nun schon ne Weile, ob ich mich mal an einen Verriß traue.
Aber ich KANN und WILL nicht alles gut finden!
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Das Angebot von ChuChuRecords nahm ich gerne an, als auf der Homepage stand, daß noch eine der Silberbedruckten Singles übrig seien. Dann bestellte ich die SNG gleich noch mit. Hatte viel von der Band gehört, die aus’m Ländle kommt.
Mitglieder von „Die Nerven“ und den aktuellen „Karies“. Viel Lärm um Nichts.
Im Grunde bin ich kein großer Fan dieser Krach-New-Wave-Punk-Mucke. Ich tu also die Split 7“ als erstes auf den DUAL-Plattenspieler schmeißen und lausche.
Es geht ums Essen.
Langweilig?
Nach der Dauerrotation von den TREND-Scheiben, die ich ja gut finde, drehe ich dies Scheibchen schnell um. „Das Ende“ sind mir eigentlich zu artsfartsy. Die LP gut gespielt, aber zu viel Hall oder so. Und dann kloppen die mir einen ziemlich coolen Track entgegen, den sie wahnsinnig schnell durch disharmonische Töne zerstören.
Subkultur hört sich wohl so an.
Dann bin ich heute lieber keine Subkultur. Dann kommt auch noch Luis de Funes (als Herr Müller) zum Einsatz, was auf einer thematisch angelegten Single (Essen) ein Muß sein muß. Wäre sie aus Schokolade würde ich sie essen, dann wäre sie nicht mehr da.

SNG
Meliertes Vinyl. Hübsch.
Minimal beginnt die Seite A. Bei „von Biebern und Bohrern“ mehr schiefe Töne. „Warentrenner“ etwas flotter. Ich versteh nur Hochverrat. Vielleicht singt er aber auch nichts anderes. Bass verzerrt. „Defekt“ bekomme ich auf Seite B entgegengeschmettert.
Jo.
Platte defekt.
Lauter Kratzen und Scharren drauf.
Der Song heißt aber „Schalter“. Verstehe ich (in diesem Falle) nicht.
Dann kommt der „Frühling“. Aber kein Zwitschern. Also Bass und Drums gefallen eigentlich gut. Dann kommt aber diese Gitarre.
All dieser Hall oder so. Die ganzen Mixtapes von 1984 klangen irgendwie so.
Waren nur schlechter gespielt.
Kein Bock mehr drauf.

review: DUESENJAEGER / Countdown to Armageddon

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Meine erste Auftragsarbeit, haha!
Habe noch Reviews auf Halde, da bekomme ich von Rosi von MyRuin die Anfrage, diese liebenswerte 7inch zu besprechen.
Da sagt der Felix natürlich Ja und legt los.
Päckchen auf. Aufkleber und Zettel fliegen auf den Boden. Single raus. Cover in Farbe und Einsamkeit.
Könnte bei mir um die Ecke sein. Meine Kellertreppe vor dem Frühjahrsputz.
Bla?
Ja, verstehe, die Musik! Moment……
Ich geh mal zum Plattenspieler.
Welche Seite nehme ich zuerst? Jede Band ein Song. Es soll Klingen. Also aufgelegt. Als erstes entscheide ich mich für die Countdown to Armageddon-Seite.
Midtempo Einsamkeit. Die Jungs spielen das toll. Ein Trio aus Seattle. PostPunk mit HardcoreKerbe. Düster. Mit Ausblick aufs Meer.
Sie spielen schon seit 2004 zusammen und haben einige Releases raus! Dieses Jahr haben sie in Amerika wie auch in Deutschland und Skandinavien getourt. Und diese Single mit eingepackt.
Ein Blick auf die anderen Cover verrät mir, daß das Artwork von ihnen kommt.

Die Jungs von Duesenjaeger stehen mit jedem Release in meinem Plattenschrank. Ich finde den Song, wie auch Text gut. Duesenjaeger spielen Duesenjaeger! Lediglich der recht prägnante Chor fällt als wirkliche Neuerung auf.
Und die Ehrlichkeit: „In jedem Herzen ein Verräter, hinter jeder Fassade versteckt sich ein Schwacher, zwischen allen Zeilen eine Lügnerin und all das Getue ändert nichts daran.“

Stimmt.

Grabeland Schallfolien
/ Aborted Society

review: KLOTZS – SCHWARZER PLANET 10″

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Hatten mal ne Split Single mit EA80. Fand ich aber nicht so dolle.
Dann hörte ich in der über ein Jahr wöchentlich ausgestrahlten 😉 Sendung von Marco KOPFPUNK den Titeltrack. Er übernahm in als Titelmelodie für seine Sendung. Super!
Also besorgte ich mir dies Stück Vinyl (mit CD im Textblatt).
So viel dazu 😉
Dann kommt „schwarzer Planet I“. sehr geil!
Die bereits 1996 gegründete Band aus Siegen verlangt vom geneigten Hörer richtiges Hinhören.
Finde ich auch super!
Die auf ein Duo geschrumpfte Band nimmt diesen Zustand sportlich.
Der Gitarrist Ingo spielt seit dem Weggang des Bassisten Baritongitarre. Also Bass und Gitarre gleichzeitig. Das geht? Ja!
„Drehtür“ ist ein ziemlich eingängiger Song, aber auch sehr ernst. Wobei danach „die neue Stille“ rockig, flockig rüberkommt.
Was mich gänzlich überrascht, aber auch stutzen lässt. So kenne ich die Band nicht. Klar, die noisigen Elemente sind natürlich dem Umstand gewichen, daß sie nur noch zu zweit sind. Da muß man sich mehr den gängigen Strukturen des Songwritings ergeben, hihi!
Dann kommt der irre spannende zweite Teil vom „schwaren Planet“.
Das ist es! Das ist KLOTZS.
Zieht euch den Scheiß rein! 6 Minuten 45 Sekunden.
Ganz sicher beim Plattendealer deiner Wahl!
„Nein, du verlangst ja wirklich nicht zu viel. Es geht ja nur um deinen Traum – und der ist leider aus! Zur DREHTÜR rein, zur Drehtür raus.“
KLOTZS

Erschienen bei TUMBELWEED und (mit) LICHT-UNG

review: ELECTRO BABY – flies are happy about coyote shit

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Wie in einem Western geht es los. Ein einsames Dorf im Nirgendwo. Kakteen. Sandläufer huschen über die leere Straße. Ein Cowboy wartet auf den anderen, daß er seinen Colt zieht und schießt. Aus jeder Pore dringt heiße Wüstenluft. Wie in Karlsruhe, hihi.
Es geht ums Trinken, den Teufel, einsame Wölfe und um Blues.
Ich versuche mich mal kurz zu fassen:
Den Review schreibe ich hier, weil diese Band schon so lange auf der Straße ist (13 Jahre), endlich ein fucking-Piece-of-Vinyl rausgebracht und nach einigen Veränderungen an der Gitarre, ihren ganz eigenen Stil gefunden hat, bzw. weiter ausgebaut! Und sie kommen, verdammt noch mal, aus Karlsruhe und nicht aus Hamburg oder Berlin. Deshalb klingen sie für mich frischer und unverbrauchter, und vor allem unpoppiger, als Bands aus den angeblich musikalischen Vorreiterstädten!

Das finde ich saugeil und bemerkenswert! Musikalisch für mich, der sich ganz doll mit Rockmusik auskennt (hüstel), eine Mischung aus Led Zeppelin, Pantera und Stonerrock. Es gab Zeiten, da waren sie wesentlich härter. Es gab Zeiten, da waren sie auf einem (so denke ich) mittelgroßen Label.
Nun sind sie wieder zurück und machen gemeinsam mit Eukalypdisk superklasse Aufnahmen. Der Sound kann sich echt hören lassen. Eigene Songs, eigenes Artwork – das ist DIY!
Da ich in das Vergnügen des „prelisten“ kam und es leider nicht auf die ReleaseParty schaffte wünsche ich mir hiermit lautstark eine LP in meine Sammlung.
Ich finde: Kaufenswert!
Und natürlich gibt’s das auch als CD.

2 Songs werden sich auch auf dem nächsten Sampler der Postille wiederfinden.
STAY TUNED!

review: WuZeTian – Bunker Demo 2012

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Ist schon ein paar Tage alt, das gute Stück, hat aber dieses Jahr erst den Weg zu mir gefunden. Auf einem Flohmarkt traf ich Marco, den Sänger der Band.
Was ich erfahren konnt: gegründet in 2011, ein paar Gigs in der Nähe, wie zB dem Artcanrobert, bezeichnen ihre Mucke selbst als experimentalen Hardcore / Punk / Trash.
Mit fällt sofort Wounded Knee aus Luxemburg ein, die ich vor vielen Jahren mal mochte und in der famosen Jube in Baden-Baden gesehen habe. Aber WuZeTian überrascht mich dann doch in jedem Song aufs Neue! In den Texten viel Wut und Angst über / auf diese Welt. Die Männlichkeit, die sich meist nur durch Gewalt ausdrücken mag. Die Waffen, die aus Deutschland verkauft werden. Nur ganz bestimmte Menschen bekommen Profit, während sich die meisten schon am Leben abkämpfen.
Wenn ich so drüber nachdenke, ist mir das schon fast ein bisschen zu verzweifelt.
Aber das Ganze ist mit so viel Herzblut und Liebe gemacht, das ich es echt schade finde, daß diese Band viel zu kurz kommt. Also mal vorbeigesurft, reingehört https://www.facebook.com/pages/WuZeTian/269973226400550?fref=ts und auf der nächsten Gartenparty den Nachbarn zum Lärmen einladen!
Das Demo ist in Achern aufgenommen und gemischt worden. Die runtergetunten Instrumente haben Wucht und einen ziemlich guten Sound.
Mein liebster Song: WUYA.
Eigentlich auch: Tag ohne Sonne.
Dann auch: Diyspnoe
Im Grunde wird es gegen Ende immer besser. Das anhören lohnt!

review: DRUNK MOTORCYCLE BOY – 12″

DRUNK MOTORCYCLE BOY
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Aus der Asche der famosen BALBOA BURNOUT hervorgegangen, macht Tobi am Gesang und Matti am Bass weiter mit dem betrunkenen Motoradjungen.
Zwei Songs der „Demos of the Dead“ sind auf dem Sampler #1 bei bandcamp zu belauschen!
Oke oke, ich komme zur Besprechung der Scheibe!
Die Herren machten sich noch während der Aufnahmen zu Balboa Burnout’s Abgesang also an die neue Band und brachten ziemlich zeitnah nun eine selbstproduzierte 12“ raus.
Song #1 „soul on parole“ erinnert mich auch direkt an die Vorgängerband. Gut gespielt, gut gemischt und viel Spaß in den Backen! Auch die weiteren Songs (übrigens direkt auf der Homepage beim rumklicken alle zu hören!) Rocken, sind eingängig und ich drehe gerne die Scheibe um, um die nächste Seite eben auch noch anzuhören.
Mir fallen sauviele Vergleiche mit Balboa Burnout auf, was die Jungs aber gar nicht verdient haben, so einen „gemischten“ Review.
Um mal ein Fazit daraus zu drehen: Mir fehlt wohl ein wenig mehr Eigenständigkeit von DRUNK MOTORCYCLE BOY. Was an meinen Ohren liegen könnte, die nur das Gewohnte zulassen und das Neue aussperren.
Beim letzten Stück höre ich Tobis Stimme mal ganz anders. Was fürs Herz. Kann er also auch!
Artwork, Mischung, Mucke: super! Ich bleibe hier sitzen und warte auf den ersten Longplayer!
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review: SHEER TERROR – standing up for falling down LP

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Bei FB hatte ich die Nachricht von der neuen Platte, die erste seit 18 Jahren, mit einem kleinen Freudengluckser und einem erstaunten Ausruf “Uäh?” aufgenommen.
Das war so im April/Mai diesen Jahres. Und die extrem geile „Just can’t hate enough“ lag gerade in Dauerrotation auf dem Plattenteller. Also muß die neue Scheibe ran.
Da die Jungs seit ebenfalls knapp 18 Jahren nicht mehr in Europa auf Tour waren und dem ein oder anderen Szenegänger sicher NICHTS sagen, schnell auf der Homepage des Labels (reaper records) ein neues Shirt und die Scheibe bestellt.
Ich hatte die Platte vermutlich mit allen anderen Pressefuzzis und anderen Bütteln noch bevor sie im Laden stand. Doch mit dem Review habe ich mir ja nun leidlich Zeit gelassen. Ich mache es spannend, ich weiß. Aber die ganze Sache empfand ich auch als extrem spannend.
Es klingelte, der Postbote übergab mir das Paket. Ich riß es aufgeregt auf, entnahm ein viel zu großes Shirt (ich denke, sie haben Paul Bearer als Maß genommen) und eine blitzeblanke Gatefold-LP. Und eine Autogrammkarte fiel raus. Ich lachte. Vor 20 Jahren hätten die Jungs mich aus dem Juz gejagt (denke ich 😉 ) bei einer Bitte um Autogramme! Cool.
Hochglanzoptik.
Aber: cool.
Gute Bilder.
Schnell die Anlage an, den Plattenspieler aufgeklappt, auflegen, Nadel drauf und: BÄMMMMMM!
Stop. Ich nahm die Nadel noch mal hoch. Nochmal Luft holen. Dann noch mal langsam ablassen. Lautstärke noch ein bisschen nach oben:
„Heartburn in G“ BÄMM!
Ich konnte die Wucht, die mich erwischte, kaum fassen. Zum ersten Abschluß nach knapp 3 Minuten ein Bellen von Rev. Paul Bearer.
Dann „Ain’t alright“. Wechselgesang. Paßt gut. Und zwischendruch kläfft Paul, durch einen saugeil eingeleiteten Tempowechsel, in einen treibenden Moshpart.
Mit „Weird, jealous and fat“ wird gleich weitergeprügelt. Mit so viel Energie hatte ich mitnichten gerechnet. Vow! !…cry fat boy!??!
Weiter mit „Boots, Braces & Alimony“, der Ballade. Auch hier passen die superfetten Gitarren. Bei jeder anderen Band kotze ich meist innerlich, wenn Gitarren so dermaßen durch den Kompressor gejagt wurden. Aber hier sprudelt alles nur so vor Sound. Ein Gebirge von Wand. Fast zu fett. Aber nur fast.
Ich schreibe jetzt doch schnell, damit ich nicht n Herzinfarkt bekomme vor lauter Freude!
Mit „Coffee, 5 Sugar“ gibt’s die Genickbrechervariante der Mighty Mighty Bosstones. Sheer Terror mit Gebläse.
„Did you just meet me?“ ist ein waschechter Punksong. Und das ist, was mir immer so an Sheer Terror oder auch SFA und Yuppicide gefallen hat, und noch gefällt. Der einzige Unterschied zum Punk ist wohl, daß sie immer Hardcore bleiben und die Punks sich dann doch irgendwann ins Reihenhaus flüchten.
Weiter geht’s mit „love you like a leper“: heavy.
“sandbox tonka”. Noch ein geiler Punksong.
„the revenge of Mr. Jiggs“. Ein Song, wie er auch auf dem ersten Album hätte sein können. Schleppende Trioden und die Kuhglocke!
„cigarettes & farts“. Fullspeed.
Und der letzte Song „Singalong a stupid song“ erinnert noch einmal superkrass an Boston. Schöner Abschluß.

Habe schon eine Weile keine so obergeil produzierte Scheibe gehört, die so wahnsinnig aus dem Bauch gespielt ist, wie diese!
KAUFEN!

review: ETRE – demo.

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1. Laut reden
Der erste Track geht gleich ins Ohr. Volle Granate.
Eigentlich könnte ich den Review hier schon beenden, da Bands mit solchen Songs in 2014 noch im Juz spielen und in 2015 die Clubtour mit den Labelmates und 2016 schon den Festivalsommer planen können.
Das ist kein Neid, mir aber schon ein Schritt zu weit.
Der Text trifft den Zeitgeist, mit dem entsprechenden Akzent vorgetragen und auch die Breaks „verführen“ den Hörer mal in eine andere Ecke und nichts bleibt Gleich.
„Leute reden gerne und Leute reden viel über Dinge die sie nicht verstehen…“
Stimmt. Labelpolitik ist etwas, das ich nicht verstehe.
Dann mal zum nächsten Track!

2. Das Leben ist schön

Gute Drums. Eingängige Gitarren. Total Emo. Nur wird man hier nicht dauernd angeschrieen. Leider ist in der DemoCDHülle kein Textblatt und ich versteh‘ Deutsch doch so schlecht 😉
Auch hier das passende Zitat: „Niemand hat gesagt, das es einfach ist!“

3. Alle gegen Alle

Überraschung: Tanzloops. Keyboards. Ui. Und ein Rappart. Langsam schwellen die Gitarren:
„Alle gegen Alle und Jeder gegen Jeden.“
Hier wiederholen sie im Grunde das Thema des ersten Songs.

Ich weiß, da gibt es noch einige coole Songs, da ich die Band im artcanrobert in Rastatt auf den Aktionstagen sehen durfte!
Mal abgesehen von den viel zu wenigen Menschen, die den Abend besuchten, ne ziemlich coole Liveband!
(warum eigentlich? Wo seid ihr Motherfucker? Mit euren Eltern in Ferien? Da wollte ich mit 13 schon nicht mehr mit!)

Alles in allem ein habenswertes Demo!
LinoleumDruck. Ziemlich gute Aufnahmequalität und Musiker die in ihren jungen Jahren schon einiges drauf haben.
Etre kommen aus Fulda und kann man kontakten bei FB.

review: ATMEN, WEITER… – die fabelhafte welt der lethargie

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atmen, weiter… – die fabelhafte welt der lethargie

Digitaler Download. Ich hätte mir ne Kassette gewünscht! Oder auch ne CD-r. Der Haptik wegen.

3 Menschen aus Landau.
1ter Song ‚phrasenmonster‘. Auf meinem MP3 werden die Texte angezeigt. Doch ein wenig Haptik. Schön.
Ein Sample. Mag ich. Schön. ‚der Computer lügt mich an…‘ Man hört, daß dieses Demo dem Proberaum entsprungen ist. Ich brauch noch einen, um reinzukommen.
Song #2: ‚k-pax 2.0‘ Ein Titel, den ich nicht kapiere. Dafür umso mehr Indiepunkgeschrammel. Der Sound kommt mir bekannt vor. Hier wird aber nicht mit Namen geschmissen. Kenn ich eh alle nicht.
Und kurz bevor ich denken kann, die Platte hängt, kommt ein Prost! Obendrauf. Ein schöner Abgesang mit Gitarren.
3ter: ‚haus/hell‘. Bin mir erst nicht sicher, ob Haus und Licht gemeint ist. Aber sie meinen die Hölle. Schön. Schönes Break. Viel Gefühl.
Da schließt sich der Kreis zum Sample am Anfang.
Der vierte Song ‚Titanic vs. Eisberg‘ hat wieder mehr Tempo. Textlich liebenswert, all die ollen Kamellen des Kinos, wie ‚einer flog übers Kuckucksnest‘ oder den blöden ‚email für dich‘, zu zitieren.
‚das ist dein ganz eigener film, dazu gleich der verriß‘
Hier gibt’s den nicht. Macht mal weiter, so.

Next station: 21.08. Freiburg WHITE RABBIT
23.08. simmersfeld action / mond & sterne camp