fanzine: HELL YEAH

Ein Comic von Alex Mages. Ich hab hier die Nr. 19 von 50 liegen. Ist im Januar diesen Jahres rausgekommen. Es ist ein Comic der in Schwarz / Weiß gezeichnet wurde und, so vermute ich mal, auch auf altem, bereits bedrucktem Papier gedruckt wurde. Auch ein paar bunte Blätter haben sich ins Heft verirrt. Das Cover ist Linoldruck auf Karton. Alle Seiten werden zusammengehalten durch eine Naht. Das ist wirklich sehr sehr liebevoll gemacht, auch wenn dei Story dagegen ziemlich wild und düster ist.


In der Hauptsache dreht es sich um drei (oder doch vier) durchgeknallte Wesen, ein Einäugiger mit einem Rüssel, Teufelchen und ein Skelett ohne Unterkiefer und ein, ich würde sagen, Hund. Die wollen zusammen Musik machen. Sie wissen noch nicht so recht wohin ihre musikalische Reise gehen soll. Sie schauen sich als Inspiration die wundervolle Beastie Boys „check your head“ an; keine Inspiration. Die Black Flag „Everything went black“ ist ihnen zu harmlos. The Locust sind eher langweilig. Es wird also gemeinsam mit Standardinstrumenten geprobt und in der Mitte des Hefts gibt es auf einem gefalteten Blatt ein Konzert zu sehen. Die Band spielt auf Instrumenten wie die Einstürzende Neubauten. 

Ein paar Blätter mehr sind noch drin, da solltet ihr aber selbst rausfinden, was drauf oder drin ist. ALEX MAGES – Hell Yeah. Ich hab das Heft über den tollen NACHLADEN in Hamburg bezogen. Da gibts auch noch mehr tolle Hefte!

fanzine: LA HAINE #4 & #6

Das LA HAINE Zine habe ich bei Instagram entdeckt. Auf Anfrage habe ich dann die Ausgabe vier und sechs zugeschickt bekommen.

Es handelt sich um Blätter, die jeweils inder Mitte gefaltet,  ein Einschittam Falz, in A6 dann in Seiten gefaltet. Ich kenne das so nur von überbordenden „Booklets“ in Kassetten, da ist ja bekanntlich wenig Platz drin für viel Text. Es ist jedenfalls eine ganz wunderbare Idee!

Auf dem Cover der Nummer vier ist dieser Italiener, hab den Namen vergessen, dieser Rechte. Er grinst mit seinen Hasenzähnchenin schwarz/weiß. Auf der Nummer sechs haben wir einmal die ganze G20.  Da würde ich sagen erkenne ich die Trompete aus Amerika wieder, den blonden Wuschelkopf aus England und dieser eine Türke, der ist da auch dabei. Der gemeinsam mit dem russischen Präsidenten in Syrien weiter zündelt, nachem die Trompete keinen Piep mehr von sich gibt und lieber im eigenen Land zündelt. Ach, was ist das schön, die auf einem Punkzine wiederzusehen. Unter ihen auch ein paar Frauen die so kennt.

Die Texte im Heft sind mal Deutsch, mal in Englisch. In der Nummer sechs (in Color) geht’s auf englisch um die Feststellung, dass wir in Diskursen eine Verbindung schaffen müssen… Da fällt mir auf, ich bin nicht ganz so gut in Englisch. Es geht um die Verstrickung von rechts nach links, auch in der CDU. In dieser Ausgabe also ein einzelner, sehr langer Text und zum Abschluss gibt’s noch eine kleine Erklärung zum Konzept des DJs.  Ausgabe vier dagegen auf Deutsch. Es geht um den Sommer 2018 und die Flüchtlinge die im Mittelmeer mit ihren Schlauchbooten irren und nicht aufgenommen werden. Konflikte an der EU Außengrenze, so nennt man das wohl im Beamtendeutsch. Auf zwei Seiten gibt es eine Collage zum Thema „Die Zukunft der Urlaubsreisen unterm Hakenkreuz“.

Ich weiß nicht so recht, wieviel Zynismus ich auf einmal ertrage, bin dennoch begeistert von der Art und Weise, wie Chris das macht. Gerne mehr davon.

 

fanzine: RAMPAGE #4

Das RAMPAGE-Zine #4.

Nummer vier von einem für mich völlig neuen Zine. Ich bin mir gar nicht sicher ob ich überhaupt schon mal davon gehört habe. Was mich dafür umso mehr überrascht. Überraschen kann. Viele Fanzinemacherinnen, außer dem OKAPI RIOT kenne ich (noch) nicht!  Liz, die Macherin, hat sich ein paar Mitstreiter gesucht, wenn ich es richtig gelesen habe KiWi und Deniz.

Es gibt auf 32 knappen Seiten ein paar Interviews, Plattenreviews, ein paar Gedichte und diverse andere, nette Dinge zum Beispiel ein Mixtape! Leider nicht als MC, man kann es sich einfach selbst zusammenstellen. Mit dem für mich großartigen Anspieltipp BIRDS IN ROW. Die müsst ihr euch reinziehen! Richtig, richtig geiler Screamo aus Frankreich. Das haben die Franzosen eh drauf: Screamo mit 110% Energie. Eine schöne Rubrik um den „alten Platten“ zu huldigen: THESE RECORDS AIN’T DEAD (diesmal, ich hoffe, diese Rubrik gibts immer: ADOLESCENTS und FUGAZI)

Ein schönes Interviews mit AKNE KID JOE, wobei ich ehrlich sagen muss: die Band gibt mir musikalisch nicht so viel. Bisschen zu eingängig. Dafür mit viel Wortwitz und Spaß in den Backen. Großartigen Videos und einer klaren Haltung. Ein kurzes, lesenwertes Interview mit ANGESCHIMMELT YOUTH CREW, die Konzerte in der OETTINGER VILLA in Darmstadt mach(t)en… und hoffentlich sehr bald wieder. Wieso machen wir eigentlich nicht einfach Konzerte mit Mundschutz und alle 30 Minuten Bandwechsel? Das nur so am Rande! Und ich würd mit Band sofort in der OETTINGER VILLA spielen wollen. Subkulturelle Räume erhalten!

Dann haben die Macher*innen noch in die Amazon-Serie FLEABAG reingeschaut. Sie halten die Protagonistin der Serie zwar nicht für wirklich feministisch, doch in ihrer Art, mit ihren Kommentaren die 4.te Wand zu durchbrechen aber für sehr nah am Leben. FLEABAG ist kein Vorbild (…) sondern ein Mistkerl. 

Insgesamt ein ganz wunderbares Heft, ich möchte gerne mehr davon! Aufgemacht es ist bunt, abwechslungsreich aber mir ein klein wenig zu kurz.

Kein Link. Kann man bestellen bei liz.rampage (ä) outlook.de

Review bereits bei Vinyl-Keks erschienen 😉

video: UNBITE – baby dragon

Von der hier vorbestellbaren, selbstproduzierten LP / CD mit dem Titel „fang“ gibt es von den kürzlich besprochenen UNBITE aus Stuttgart ein erstes, auch im Bild, nicht nur im Ton, noisiges Video. Erscheint beim polnischen Label ANTENA KRZYKU

Kommt mit echt coolem Artwork von Joni Belaruski und in 180g-Vinyl. Splattered.

fanzine: THE SWINGID FANZINE #6

Das SWINGKID FANZINE Numero Sechs!

Ich hörte von Gunter, der ja bei der PROVINZPOSTILLE die Fanzinereviews schreibt, dass er eine neue Ausgabe seines Zines rausbringt! Ich freue mich schon ne Weile tierisch auf die kommende Ausgabe.

SWINGKID FANZINE #6

Wie bisher ist sie in Deutsch und in Englisch gehalten, es gibt, wie schon auch in der letzten Ausgabe, Kolumnen von anderen Fanzineschreibern. Unter anderem Falk Fatal und Chris von ?, meiner Wenigkeit und der Bianca vom OKAPI RIOT. Neu diesmal sind die Reviews nach Ländern sortiert. Jeweils vier Platten aus Frankreich (SYNDROME 81 – yeah!), vier aus Schweden… usw. Das muss ich immer Punkrock sein. Ist auch mal, vermutlich Länder / Kontinent bedingt, ne Rockband aus der Mongolei (SOYOL ERDENE) dabei. Ein wenig Hardcore, ein bisschen StonerRock. Das Heft ist bunt und vielfältig!

Was das SWINGKID FANZINE ausmacht sind in jedem Fall die Bands (meist Punk und Hardcore) aus allen Ecken dieser Welt. Diesmal sind dabei: GNAR JAR (Skate Punk aus ÄGYPTEN), SUNDOWN SUPERHERO (sunny side of Punkrock aus BARBADOS), ANTI LAM FRONT (Skatepunk aus NORWEGEN), KENTUCKY KINGS (Punk aus PARAGUAY), DECLIVE REPUNKNATE (Punk aus EL SALVADOR), REXURGIR (Hardcore aus NICARAGUA), und GUMIHO (Punk aus SÜDKOREA). Einen überraschenden Artikel über den Swing im Dritten Reich, ein Thema, mit dem ich mich nie beschäftigt hätte; super! Ein Vergleich zwischen deutschem und amerikanischen D.I.Y. Folk Punk, einem kleinen Überblick über Rockmusik auf Papua NeuGuinea. Dazu ein Tapelabel welches Musik aus Canada und Tunesien verbindet A WORLD DEVIDED und Punk-Konzertveranstaltern in der Türkei WARGASM ISTANBUL. Eine Neuentdeckung zum Schluß, die mir persönlich am meisten Spaß gemacht hat: MISSRATCHED aus Frankreich.

Finally: Gunter hat einen riesen Stapel Länder bedient, das Heft ist diesmal in A4 und Farbe, was wahrlich ein tolles Format ist. Gute Entscheidung. Auch das Layout finde ich super. Manche Sachen kann man dadurch nicht soooo gut lesen, dafür habe ich schon in meinen ersten Ausgaben Kritik bekommen, was mich aber ebend gar nicht stört. Das Heft könnt ihr bestellen und kamillentee.waldesruh@web.de oder bei mir.

OCEANSIDES – spindrift CD (EP)

Hier darf ich mal wieder eine in Rastatt verortete Punkband mit ein paar Zeilen belohnen!

OCEANSIDES, ein Projekt aus dem Murgtal, welches sich in den Nordschwarzwald schlängelt, der Einfachheit halber sagt man: aus Karlsruhe. Ich finde es aber bemerkenswert, das vorneweg, daß es eben auch sehr professionelle und gut gemachte Musik gibt, die eben nicht aus größeren Städten oder musikalischen Schmelztiegeln kommt.

Damit bin ich also schon mal das erste Kompliment losgeworden! Die fünf Songs der vier Herren knallen ohne Ende! Ein teilweise wahnwitziger Ritt durch Emo, ein bisschen Indie, Hardcore und Melodic-Punk. Klar, man darf sich erstmal an das Songwriting gewöhnen, denn die einzelnen Parts reihen sich nicht wie Perlen auf eine Schnur. Manch kurzer Umweg wird mal gegangen, manch Überraschung wartet nach dem nächsten Break. Leicht Melancholisch aber immer mit viel Freude in den Backen. Einziges Manko, zwischen all den selbstgeschriebenen, selbstproduzierten und in Eigenregie veröffentlichten Songs: die Texte kann ich nicht sooo gut verstehen.

Genug gelobhudelt. Schaut mal rein auf der Seite (link oben) und hörts euch an bei bandcamp.

review: KNUD VOSS – capristube LP

Digital mir ein Album durchzuhören fällt mir tatsächlich recht schwer. Und dann noch das digitale Standardfoto, uargl. Eine solche Mail / Anfrage trudelte eben von André, dem Gitarristen und Synthietaster der Band, ein…. Wir schrieben ein bisschen hin und her, ich schaute auch noch mal, wie die Platte aussieht, hörte mal eben bei bandcamp rein. Gefällt, und ich entdecke eine coloured marbled Vinylversion, limitiert auf 100 Stück. Geilo, her damit. Ein paar Tage später legt sie der Postbote vor die Tür.

Recht flott geht’s los, die Band kredenzt „Kondensmilch“. KNUD VOSS, Punkrock, Kippen und Bukowski. Sehr schönes einleitendes Sätzchen im ersten Song! Der leicht nölige, abgeklärte Gesang erinnert mich sofort an die verblichenen KEINE ZÄHNE IM MAUL ABER LA PALOMA PFEIFEN. Das haben schon so einige andere vor mir getan; naja, is halt so. Musikalisch haben KNUD VOSS auch nen Synthie am Start, was aber nicht gleich heisst, das da kopiert wird. Die Produktion ist druckvoll und wirkt gleich sehr ausgewogen und harmonisch auf mich. Superknallerklasse, da das einfach total gut zu der lakonischen Erzählweise passt und zum post-punkigen Songwriting.

Der zweite Song Bringt mich dann drauf mal zurück Den Satz Recherchieren Ich hab was …. „Ich hab aufgehört mich für Musik zu interessieren“. Klar es geht ums Alter und KNUD VOSS sind n büschn älter. Hauen eine selbstproduzierte Debut-Scheibe raus. Dan kann man schon mal punkten mit dem, was man hat: nämlich musikalische Skillz und Lebenserfahrung. Akkordemenge und -folge bleiben nicht bei drei, die angespielten Genres ebenfalls nicht. Gesanglich manchmal ein bisschen FRIEDEMANN von COR und viel abgeklärter JENSEN (von Dackel-Oma-Sonnenmilch-Angeschissen), garniert mit KZIMALPP. Spätestens ab dem vierten Song ist klar, dass die Band ausm Norden kommt. Und hier lass ich es mit den Vergleichen. KNUD VOSS bleiben sie recht minimalistisch und macht keine großen Ausschweifungen, was großartig mit dem melancholisch, erzählerischen Gesamtzusammenhang zusammenpasst. Der Sound ist tight. Das läuft jetzt öfter!

Warum haben so wenige von diesem Release was mitgekriegt? Release ging in der Corona-Zeit leider unter. Keine Konzerte / Tour möglich. Schade.

review: PEPPONE – split mit DIE STRAFE 7inch

Ich habe die Nummer zwei von 25 von PEPPONE bekommen, der Split Single mit DIE STRAFE, erschienen beim MAJORLABEL bei der Bootstour auf der Elbe. Ein ganz feines, famoses Event. Mittags nüchtern rein: trinken, feiern, lautsein, Abends wieder von Bord.

Die Single kommt in schwarz meliertem Vinyl. Erste Seite, oder vielleicht isses auch die Zweite, jedenfalls ist DIE STRAFE drauf. Die Band aus Mönchengladbach gibts schon 30 Jahre und haben einen Düsterpunk-Stil ähnlich EA80 mit einer klareren politischen Kante in den Texten und mehr Deutschpunk. Der Song heißt kein „Land in Sicht“. Ich würde deswegen sagen: ein typischer Die Strafe Song. Geht langsam an, schnell nach vorne, gewohnt guter Text (hör noch mal rein).

Zweite Seite dann PEPPONE aus Magdeburg mit „Flaschenpost“ einem eigenen Song und mit „Faschist“ einen Song der im Original von DIE FIRMA ist. Gesanglich werden sie von Sänger und Gitarrist Alexander Strafe unterstützt.

Ich kann schon mal verraten das ist einer der letzten Songs sein wird von PEPPONE mit einem Elektro-Schlagzeug weil Tuba, der Gitarrist und Sänger von BEN RACKEN die Schlagstöcke bei ihnen übernommen hat. Sie bringen mit beiden Songs ihren tollen Mix aus Postpunk mit Melancholie und Spaß. Textlich ernsthaft zwinkernde Augen 😉 Die nächste Platte „gute aussicht“ wird dieses Jahr auch noch rauskommen! Alle drei Songs der 7inch wohl exklusiv für diese SplitSingle produziert.

Hier also einfach ein wenig Werbung für eine Single, die ihr in zwei Jahren für 100 € bei discogs kaufen könnt. Nicht. Es wird wohl eine Zweitprssung geben, wenn ich die Ankündgung auf der MajorLabel-Seite richtig verstehe.

Haltet die Augen offen, ein solches Konzert auf der Elbe wird es sicher wieder geben!

pADDELNoHNEkANU und das Internett. Live im Stream.

pADDELNoHNEkANU, die Post-DeutschPunkende (was ein Wort) Band aus Baden-Baden, geben drei Audienzen. Termine sind der 09.06., 25.06. und 10.07., Links weiter unten.

Warum hier nun Werbung dafür gemacht wird, ist ganz einfach: einer der Redakteure (Felix Frantic) vertreibt sich seine freie Zeit, nicht nur während Pandemien, seit Jahren bei der Band. Bei der ProvinzPostille und eben hier, bei Vinyl-Keks.

pADDELNoHNEkANU wollen das Livestreaming ein wenig anders machen als andere, haben sich deshalb drei Termine ausgesucht. Drei verschiedene Tage, drei unterschiedliche Sets. Neue Songs, noch nie gespielte Songs, kleine Überaschungen, eine bis eineinhalb Stunden Unterhaltung. Zum Abschluß gibts immer Mucke aus der Konserve und einen Merchtisch.

Aber auch kein Publikum. Was gerade fast alle Bands betrifft, viele spielen jetzt nicht in, sondern FÜR ihre Lieblingsclubs. Unser Club ist leider immer noch geschlossen, das ART CANROBERT in Rastatt. Im schönen P8 in Karlsruhe gibt es inzwischen regelmäßig Streams, wie auch im SLOW CLUB in Freiburg. Neulich im JUHA West in Stuggi die famosen SNACKWOLF gesehen. Die Band paddelt übrigens mit uns auf dem bayerischen Label 30 KILO FIEBER Records.

Lange Rede, … wir machen hier ein wenig Werbung, da wir eben nicht an einen Club „angeschlossen“ sind, sondern das DIY machen, vom Sound über die Kameratechnik. Wir hoffen, ihr seid neugierig geworden, schaltet ein, teilt, wird super!

Den Link findet ihr in der FB-Veranstaltung (unten) oder auf dem Insta-Kanal

TEIL 1/3 – 10.06.2020, Mittwoch ab ca. 20Uhr15   // youtubelink

TEIL 2/3 – 25.06.2020, Donnerstag ab ca. 20Uhr15   // youtubelink

TEIL 3/3 – 09.07.2020, Donnerstag ab ca. 20Uhr15   // youtubelink

review: VERKLAERUNGSNOT – 447 rasselbande LP

(review bereits erschienen bei VINYL-KEKS. schaut einfach ab und an vorbei, da schreibe nicht nur ich die Reviews 😉 )

VERKLAERUNGSNOT bringen mit dem Album „447 Rasselbande“ zwölf relativ schnelle DeutschPunk-Songs mit klarer Kante gegen rechts, Spießbürger und die SPÖ. Erschienen ist die Scheibe bei USED STEEL RECORDS.

Mit Songs über besorgte Bürger mit den schönen Titeln „mimimi“, „kulturkatastrophe“, und „dosenbierromantik“ hauen sie voll in die Deutschpunk-Kerbe; und ja, ich habe mich auch gefragt, ob man einer österreichischen Band den Stempel „Deutschpunk“ aufdrücken kann. Klärt mich auf! Musikalisch also irgendwo zwischen Bands wie NOTGEMEINSCHAFT PETER PAN, MISSSTAND, ALARMSIGNAL oder auch ein bisschen DISCO /OSLO. Sehr sehr geil. Jeder Song der läuft, besticht durch einen eigenen Touch. Mein Anspieltipp ist „keine chance

Ein super schön aufgemachtes Booklet in Plattengröße. Das Artwork ist ein total chaotisches Bild, was mir echt  gut gefällt. Hat was von nem Wimmelbild… kennt man halt als Vater 😉 Das macht richtig Spaß: was zu gucken, was zu hören, Sound ist super gemischt und irgendwo zwischen alt und neu. Vielleicht ist es auch ein alter Sound und hat einfach ein modernes Songwriting. Einen Moment muss man sich dran gewöhnen weil es halt nicht klingt wie sonst irgendeine Deutschpunkband; aus der Zeit gefallen vielleicht. Kleine textliche Remineszensen an bspw SLIME sind auch zu finden.

Ich erinnere mich natürlich sofort zu anderen sind bei der Herangehensweise an die im Booklet gegrüßten Bands wie eben MISSSTAND oder ANTIMANIFEST.

Also: alles in Allem macht das Album mega Spaß. Wer also auf die genannten Bands abfährt kann sich das getrost anhören und tagelang reinziehen.

Das gibt’s beim punkrock-shop