Bei Alex Mages, der immer fleissig dabei ist, neue Bilder zu erstellen, habe ich neulich dieses Risoprint-Zine erstehen können.
Viel zu erzählen gibt es nicht, wie der Titel verrät, handelt es sich um das Thema Eier. Mal in einem Bild, mal als kleiner Comicstrip. Immer haben seine Pics einen morbiden Charme, etwas dreckiges und trotzdem witziges.
Er hat das Cover der Ausgabe #8 der ProvinzPostille gemalt und in Linol geschnitzt, ihr findet seine Werke, die immer recht schnell ausverkauft sind, bei Instagram. Bzw. er hat auch einen Etsy-Shop. Ich bin auf ihn aufmerksam geworden durch das „hell yeah“, hatte es mir seinerzeit beim Nachladen in HH bestellt. Im Shop noch eins 😉
Gönnt euch! 16 Seiten.
fanzine: Abfallprodukt #1
Geradezu aktuell aufliegend: Abfallprodukt #1 aus dem Jänner diesen Jahres.
Ein astreines Punkfanzine, wobei der Druck schon sehr hochwertig in einer Druckerei gemacht und geschnitte wurde.
Der Macher orientiert sich an gängigen Zines vom Layout her, ist in Greifswald gestrandet und spielt bei der Band Scheisse.
Es gab schon mal einen Blog namens „up the punks“, der wohl eine ganze Weile existierte und dann einschlief. Sowas betreibe ich ja auch, haha! Nur gibt es hier weniger rechtsradikale Umtriebe, wie in Anklam (Meck-Pom), der Blog diente als Informationsquelle für alle Linken, die sich gegen die stark verwurzelten Strukturen der Rechten zu wehren. In den kommenden Ausgaben möchte er ein paar Berichte über seine Zeit in der Stadt loswerden.
Jetzt im Heft ist ein Interview mit dem 100% Deutschpunk-Siegel-Label Zehnagel Records. Dort gibt es, außer Tapes Tapes Tapes natürlich auch dieses Heft!
Mit der Band Atom Atom aus Hamburg, die Hardcorepunk mit abwechslendem Frau/Mann Gesang und klaren politischen Inhalten vortragen. Die Band äußert sich im Interview auch klar dafür, dass Anti-Sexismus den selben Diskussionswert in der Öffentlichkeit haben sollte, wie Anti-Faschismus!
Dann gibt es noch zwei Interviews, eines mit Schutt & Asche, ein neueres Label aus Stralsund. Die beiden Macher*innen Anna & Flipper haben sich vorgenommen hauptsächlich Bands aus Mecklenburg-Vorpommern eine Bühne zu geben. Und zum Abschluss noch die Deutschpunker von Schöner Sterben mit Heroin und Korn. Punk aus Lübeck, den ich hier auch schon mal im Review hatte, denke ich. Schöne 7inch, inzwischen auch eine LP raus „Feng Shui“. Ziemlich klare, man kann schon sagen, typische Themen für eine Punkband, dafür sehr aktuell und sehr straight durchgezogen; musikalisch. Erinnert mich an eine Mischung aus Slime und Schleimkeim.
Das Abfallprodukt hat auch ne FB Seite. Bloglink ist oben bereits verlinkt!
So circa 80 Seiten, nicht nummeriert. Layout orientiert sich stark am Human Parasit, zu finden sich noch ein paar kleiner Artikel und natürlich Reviews.
fanzine: Passion Means Struggle #2
In allen Belangen ein klassisches Fanzine:
s/w Druck, Straight Edge Hardcore, englisch, A5, absolut DIY.
Erschienen ist die Ausgabe 2 bereits vor einem Jahr.
Mir ist das aber relativ wurscht, denn außer, das die ein oder andere Band das zeitliche segnet, bleiben Inhalte und Meinungen ja doch etwas länger bestehen. Solang sie substanziell sind.
Im Falle des Passion Means Struggle kann ich die Ambitionen zu 110% nachvollziehen, denn der Macher lebt in Plauen. Dort wo die extrem Rechten vom Dritten Weg marschieren. Wo es überhaupt von allem rechtskonservativen bis radikal rechtem viel zu viel gibt. Das Projekt Schuldenberg sitzt da als einsamer Leuchtturm mittendrin. Und der Macher des Zines macht dort auch ab und an Hardcoreshows; und es ist schön zu sehen, dass die Menschen dort weitermachen!
Inhalt dieser Ausgabe, über die FB – Seite zu beziehen, ist:
ein paar Gedanken nach etwas einem Jahr Pandemie und wie man ohne Circle Pit noch ein halbes oder ganzes Jahr klarkommt. Hoffnung! Wir leben. Vielleicht auch nur für den Moment, aber wir leben!
Ein sehr ausführliches Interview mit dem Hardcorebandkollektiv ClearXCut folgt.
Ich erfahre, dass es auch ein Label gibt, welches unter dem Namen Passion Means Struggle firmiert. Dort erschien neulich die Platte von xrisalex (Türkei), die hier in einem ausführlichen Interview zu Wort kommen. Eines gibt es noch mit Another Breath; ein Tourbericht von Schwach, die eine Nordamerikatour gemacht haben und ein Essay über „Corona und die Demaskierung der Neoliberalen Hippies“.
70 Seiten. Links einfach oben anklicken!
LP: SFA – the 87-88 Tapes
Ein kleines, schnelles Review für eine Scheibe, auf die ich echt gespannt gewartet habe. SFA – the 87 – 88 Tapes
Bisher kam alles zusammen: zu jung gewesen, sich auf dem Konzert die 7inch mitzunehmen; Band nie ganz aus den Augen verloren; keine Nachpressung; Original zu teuer.
Refuse Records. Ursprünglich in Polen ansäßig hat es Robert nach vielen Jahren nach Berlin verschlagen. Fast 30 Jahre betreibt er nun Label und Mailorder.
Ich laber nicht lang rum, ursprünglich hatte ich hier ein „remember the good times“-Review von ca. 1000 Worten vor…. Die Story von SFA gibt es bei Wikipedia nachzulesen oder auch in dem superklasse gemachten LP-Booklet mit Interview aus den 80ern und einem Interview mit den damals beteiligten von heute. Klar hatte der umtriebige Mike Bullshit seine Finger im Spiel.
Er hat die längste Zeit allerdings bei GO! gespielt und unfassbar viele 7inches veröffentlicht. Er betreibt auch seine Homepage mit design by mike.
Ich hab beide Bands hart geliebt, sie waren auch auf dem ersten NYHC-Tape, welches ich 1991 in den Händen hielt.
Yuppicide – Fear Love / Go! – time to suffer power / SFA – so what.
Alle Bands habe ich auf ihren Touren Anfang der 90er in einem der zahlreichen (!!!) Clubs und besetzten Häusern in Süddeutschland gesehen. Heute weht überall nur noch der Wind des Vergessens. Mit zwei Mark Benzinbeteiligung saß ich in irgendeinem Auto in dem noch Platz war.
Auf dieser Platte befindet sich also auf der einen Seite das Demo von 1987 und auf der andern das „Tanks a lot“ Demo (?) von 1988. Man hört stark den Einfluss von Mike Bullshit in der Band. Fortgesetzt hat er den Stil ja bei GO!.
Wobei Songs wie „just another word“ „gyroscope“ oder „journey“ mit ins Repertoire der Band SFA mit Sänger Brendan gewan´dert sind.
Die Platte ist ein tolles Zeitdokument, wie damals Bands, Bandgefüge, Ausfnahmen und Releases abgelaufen sind. Es lief nicht alles rund! Das maximale Ausnutzen von Zeit stand wohl im Vordergrund. Musik machen, Touren in Nordamerika und Europa, Platten veröffentlichen.
Wo ihr die Platte erwerben könnt…. Beim Label Refuse Records finde ich sie nicht mehr. Leider.
Hier ein paar Videos aus dieser Zeit:
7inch: Dischord #200 (rerelease of the first 6 Records)
Rereleases gibt es wie Sand am Meer.
Aber wenn Dischord ankündigt die „never out of print“ 7inches aus ihren ersten Jahren als Label wiederzuveröffentlichen und das als Box-Set, ist das für mich ein Grund, der Vorbestellung zu folgen und ein einziges Exemplar für 50$ in USA zu bestellen. Mehr durfte man auch nicht. Was ich gut finde.
Alle 7inches zusammen kosteten knapp 40$ Porto. Klar, alles in allem viel Geld, trotzdem ein Hammerpreis. Kein Mailorderrelease.
Im Mai 2021 bestellt, wurde ein Release Ende des Jahres vermutet. Es wurde dann Februar 2022.
Und: Fuck, ja, das Warten hat sich gelohnt. Auch wenn sich die Post in der Zwischenzeit überlegt hat irrwitzige Gebühren einzufordern. Oder der Staat. Is ja auch egal. Arschgeigen. Nochmal 15€ draufgelegt, um das lang ersehnte Paket abzuholen.
Überraschung: ein eigens bedruckter Karton mit „Dischord #200“; und eine 7inch mehr.
Ian und Jeff, die beiden Labelmacher haben ein Booklet mit einigen Fotos aus ihrem Headquater und Infos zu allen Pressungen der jeweiligen 7inches dazu gepackt. Obendrauf gibt es noch reudigsten Garagesound von den Slinkees, Ian MacKayes erster Punkband. Sie hatten ein Demo und einen Auftritt im Jahre 1979.

Ich mache hier auch jetzt nicht viele Worte darum. Jeder der Hardcore hört, ist irgendwann über eines der Releases dieses Labels gestolpert. Jeder, der alternative Musik hört ist irgendwann über Fugazi gestolpert; oder eine der vielen vielen vielen andern Bands in 40 Jahren Labelgeschichte. Das wahrlich bemerkenswerte ist: sie haben niemals einen Majordeal angenommen. Alles DIY!
Das Label Dischord.
Hier noch zwei Pics von der megacoolen Verpackung.

fanzine: Hansa Zeneca #3
Mit dem Hansa Zeneca Numero 3 hab ich mir etwas Zeit gelassen. Habs einfach… ach Mensch, der Stapel wird immer größer und größer. Und ich lieb doch diese Zines. Und jetzt kann man dieses Heft nicht mehr unterscheiden von den andern: es ist nämlich wieder in A5 und keine Zeitung mehr, wie noch Ausgabe 2.
Zu Beginn möchte man mich mit einem Scherz für den Winter, einer CD-Beilage, cachen. Die kommt vom Lieblingspunklabel Bakraufarfitara. Mit dieser CD-Beilage geht dein CD Player in jedem Fall kaputt, dafür hält er das Bier schön warm; von unten. Immerhin: sie bieten Ersatz an.
Werbung von Audiolith weisen klar dahon, dass man sich nun den schönen Druck bezahlen lässt durch Commercials, damit der Preis des Heftes schön tief bleibt für den Konsumenten. Stimmt doch so 😉
The Kleins haben eine CD-Beilage beigesteuert. Die müsst ihr zuerst einlegen, sonst: siehe oben. Wenn nicht die Musik bereits eure Ohren geschrottet hat. Gibt es bei RilRec.
Es war wohl vorerst mal die letzte Ausgabe, ein kleine Pause – hoffentlich keine Großen Ferien – soll kommen. Ist jetzt auch mal schnell der Grund, weswegen diese Worte ausreichen müssen als Kaufargument!
Gibt es bei Fire and Flames zu kaufen. Oder im Hauseigenen Shop Rilrec.
fanzine: rauditum #6
Aktuell gucke ich gerade in das Rauditum #6. Das ist Ausgabe 4., und vermutlich die letzte Ausgabe für 2021.
Das heißt: da dürfte bald ne neue Ausgabe kommen. Also ganz schnell ein Overview über die Nummer Sechs.
Ugly und De Wessi sind wahrlich umtriebig. Sie haben sich anscheinend in den Kopf gesetzt, das Rauditum zu einer regelmäßigen Erscheinung zu machen. Das find ich grundsätzlich mal wirklich gut und auch ambitioniert, ich weiß ja, wieviel Zeit das Projekt „Fanzine“ so frisst.
Grafisch ist alles wie schon in den letzten Ausgaben eingeführt! Die Ansage gleich auf Seite Zwei superwichtig und auch selbstverständlich. Unterdrückung, Intoleranz sind der Kern jeden Übels. Finde ich an Stelle des Rauditums auch erst recht wichtig, da sie sich doch sehr um Oi-Musik benühen. Und da gehen die Gemüter im Linken Lager teils hart auseinander. Um da Missverständnissen vorzubeugen also sicherlich genau richtig!
Wie wie viele (Fake-)News wir heute so mal eben schnell raushauen, die Gegendarstellung lesen dann nicht mal mehr ein Drittel der Leute.
Bevor ich ins Schwafeln komme: ein Interview mit Patty Pattex, die ein wenig aus ihrem Leben erzählt. Sie ist seit Ende der 70er schon in der Punkszene in diversen Bands (bspw. Cut My Skin) unterwegs. Von ihr selbst kommen dann auch noch drei Seiten zum Thema „Sexismus muss sterben, damit wir leben können“.
Ein wirklich guter Überblick darüber, was man als Frau in all den Jahren erleben durfte.
„Gedanken eines Cis-Mannes“, zeigt auf, das nicht nur Frauen zu diesem Thema eine Meinung haben und haben dürfen.
Die Band Cartier Libre aus dem Norden Frankreichs wird interviewt. Sehr witziges Interview. Einige Bandvorstellungen Bloodstrings, Riot Dogs und Keep it Alive. Ein Comic, Fanzine- und Plattenreviews runden das Heft ab.
Hier noch eine Band mit Patty Pattex: Scattergun
konzert: Fatal Brutal, Monuments to Misery, Biene Banal, Ghettotonne @ Ballonfabrik Augsburg
[Gastbeitrag von Joey Controletti]
Es begab sich zum 2. April 2022, dass Rainer Gaul, zeichens Punk-Rock-Urgestein, seinen Geburtstag in der Ballonfabrik Augsburg feierte. Mit dabei, drei Offenburger Bands, Ghettotonne, Monuments to Misery und Fatal Brutal, sowie Biene Banal aus Augsburg.
Nachdem im März schon der Frühling ausgebrochen war, gab es an diesem Wochenende wieder einen Wettereinbruch mit Schnee und Minusgraden. Die DB hat dennoch nicht verschnupft reagiert und uns problemlos ans Ziel und später auch wieder zurück gebracht. Auf dem Weg gab es schwarzen Kaffee und Fanzine Lektüre (PP und HZ3).

Zwischenzeitlich wurde viel getanzt, auch draußen wurde weiter das Feuer geschürt und geschnackt und gefeiert. Die Freiwilligen hinter der Theke und am Merchstand waren unglaublich freundlich und so habe ich beständig Bargeld gegen feilgebotene Patches, Buttons und Erfrischungsgetränke eingetauscht.
MC: KaputKrauts – Greatest Splits
Da isser also: der nächste KaputKrauts – Release. Damit wir sie auch wirklich nicht vergessen!
Was soll ich zu bereits mehreren besprochenen Releases noch hinzufügen. Eine absolut innovative und kreative Punkband, die Deutschpunk gemacht hat, den man einfach nur lieben kann. Intelligent (ja, darf Punkrock heute sein), zynisch, verdammt gut gespielt und aufgenommen.
Hier handelt es sich um die Zusammenstellung der Split LP mit den auch ziemlich famosen NeinNeinNein, und den weiteren Splits mit Waving the Guns, Mad Minority und Das Flug.
Gibt`s die noch?
Das Tape kommt bei Black Cat Tapes und ist, ein weiteres Mal, superklasse aufgemacht, hat ein tolles Artwork von chukky fuck bekommen. In Coop mit Twisted Chords.
Lieblingsalbum:
Zieht euch das rein!
Bestellung per mail oder mailorder
MC: Odio Social – holy wars
Von Odio Social habe ich hier das Tape „holy wars“ liegen. Es handelt sich um einen Reissue, da dieser Release mal als „unholy wars“ als Coop-CD bei 10 (!!) Labels erschienen ist.
Black Cat Tapes hat dieses Tape allerdings allein rausgebracht. Yeah. Mit einem superklasse Artwork von Chukky Fuck, die schon einiges für das Label gemacht hat und die durch ihre Art zu zeichnen wirklich auffällt.
Odio Social spielen, ich kannte die Band vorher noch nicht, schnellen Hardcorepunk mit einer trashigen Kante. Texte/Gesang auf Portugiesiesch.
Die Band aus Sao Paulo kloppt mir hier 23 Tracks um die Ohren, von denen ich eigentlich nur verstehe, dass das Trio ziemlich angepisst ist, über die Zustände, in den sie leben. Es handelt sich hierbei um ein neues Album der Band, ist bereits in 2021 erschienen, das Tape letztes Jahr.
Die Band gibt es bereits seit Anfang der 2000er und ich würde wahnsinnig gerne mehr über die Inhalte texten, doch nach einer kleinen Recherche finde ich nur die ganzen deutschen Mailorder und Reviews, die das abgeschrieben haben, was sie an Infos bekamen….
Also: geiles Gekloppe, tight eingespielter Punkrock mit ordentlich Wut. Tape gibts in einer 100er Auflage. Direkt bei Black Cat Tapes oder auch Black Mosquito, Riot Bike….