LP: cages – second thoughts

Hier komm ich endlich dazu die Cages zu reviewen. Eine ganz wundervoll verpackte Platte, die ich mir  schon vor ner ganzen Weile gezogen hab.
Ich bekam mit, dass Micha der Sänger, auch Zeichner von vielen schönen Emo/Screamo-Releases, Herausgeber des Artzines Schwarzer Rand, eine neue Band hat, die Cages heißt. 
50 Stück dieses tollen Artworks sind bei Through Love raus:

Es ist eine EP, einseitig bespielt, fünf Songs. Und jeder einzelne packt mich!
Emotive Hardcore. Auch als Punker kann man sich von all den Haken und Ösen, den Stopps, mal etwas vertrackter mitnehmen lassen. Cages rutschen nie in ein zu schreiiges oder jazziges Gefrickel. In den Lyrics geht es viel um Nachdenkliches, Dinge die wir zu schnell vergessen, über das Immerwiederkehrende, die Rituale, die so dumm sind, sie ewig zu wiederholen.
Ich finds saucool:


Erschienen bei Through Love Rec. (Germany), Middle-Man Rec. (USA), Shove Rec. (Italy) und Long Legs Long Arms Distr. (Japan)

CD: klotzs – sucht vol. I

Statt einer angkündigten Doppel LP „sucht“ von Klotzs, die für irgendwann Herbst 22 angekündigt war, nun für Frühjahr 23, kommt eine CD. In zwei Teilen.
Teil eins, im Gatefold-Pappschuber, ist mit neun Songs bestückt. Die gab es beim Konzert im November bei den Konzerten mit Duesenjaeger. Man konnte seine Email-Adresse hinterlassen für den zweiten Teil, aber ich weiß ja, dass die LP kommt, was soll ich mit dem ganzen Plastik.
Nun, ich habe mir eine CD / MD -Kombination besorgt, kann nun alle eure CD’s endlich wieder in ein Abspielgerät tun; was ich aber gar nicht will.
Egal bei Klotzs, die sind toll, da will ich doch mal lauschen. Ja!
Und das solltet ihr auch:
Ein klein wenig bleiben sich Klotzs natürlich treu. Die fetzigen Punksongs gibt es immer noch, die mit Intelligenz, Wortwitz und Spielfreude nur so strotzen!
„sand“, damit geht’s los, doch „lokalpatriot“ ist ein Hit, ALTER, wie geil ist das Ding. Und „drachenstadt“!
Doch sie machen sich auch an eine andere Gangart heran. Sagen wir mal: jazziger Indierock. Wobei Jazz nicht das beinhaltet, was ihr jetzt denken wollt. Und auch „indie“ ist wohl nicht das beinhaltet, was der Fortsatz „rock“ mit sich bringt. Klotzs machen das eigen-willig.
Inge ist der Multi-Instrumentalist bringt da schon so einiges ins Multirecording-Gerät, wie bei diesem Kleinod, dessen Titel mir grad nicht einfällt, mit dem Saxophon, welches hart nach New York klingt!
„kennzeichen D“ ein wahnsinnig guter Text.

Ich will es kurz machen, denn diese CD ist ja nur ein Teil, ein Appetizer. Mir hat er Appetit gemacht. Das Album wird toll! Klasse Artwork!

MC: kereta susana – cemetery rock

Die Psycho-Billy-Kappelle aus Indonesien Kereta Susana hat ein Tape rausgebracht via Kloppstock Records. (Funfrage: wie hat Vlad der Band erklärt, was ein Kloppstock ist?)

„Cemetary Rock“ habe ich käuflich bei Kloppstock erworben. Beim ersten Reinhören fand ich das lustig und meine Liebste hat dann beim Sonntagsfrühstück ein wenig Psychobilly gehört und fand es: gut! Sie hat ihre Jugend mehr mit derart Musik verbracht, als ich! Somit war sie eine gute Stütze beim Hören!
Die ersten beiden Songs „barisan depan“ und „gila“ gehen richtig gut ab. Ich verstehe zwar nicht so viel, rein sprachlich, ich denke aber, das macht nicht wirklich etwas aus. Das Songwriting find ich echt gut, da die meisten Riffs bei Billy-Bands doch recht eingeschränkt sind; oder ich lasse mich das erste Mal ein wenig darauf ein?
Textlich ist dann eben „suicide“ (suicide is the best way for you) – das kann man ja nicht wirklich ernst nehmen, right? Ich bin mir da manchmal unsicher, für mich sind Lyrics halt schon irgendwie wichtig.
„welcome to hell“ fetzt wieder richtig gut, zum Abschluss der ersten Seite mit „mencekam“ gibt es eine experimentelle … geige?, leicht verstimmt.

Die zweite Seite spiegelt die Spielfreude der Band dann wieder sehr gut wieder. „she’s a zombie“ und der titelgebende Track „cemetery rock“ sind echt cool!
Zum Abschluss hier „cowboybilly“, ein Instrumentalstück. Ein guter Abschluss!

Hier gibts pure Indonesian Underground-Psycho als Video:

Ich fass das mal so zusammen: ein Erlebnis!
Tolles, buntes, spannendes Artwork, ganz gute Aufnahme, neun Songs, die Band darf noch ein bisschen übern, darf aber dann auf jeden Fall mit einem Album um die Ecke kommen!

Einen Track gibt es bei Bandcamp, die Band Kereta Susana scheint nur über den obigen linktree zu erreichen zu sein.
Meine liebe Kollegin Nathalie vom Vinyl-Keks feiert den Release schon fast als Album des Jahres ab! Und wenn Nathalie das so sagt, dann stimmt das! Also greift zu, bzw vrmtl. wird das Tape schon Sold out sein, aber es gibt ja noch:

fanzine: black cat fanzine #3

Was soll ich sagen, noch sagen?
Die beiden Macher*innen sind tief verwurzelt in der Tape- und Fanzine-Szene haben politischen und grafischen Anspruch, leben ihre musikalische Vorliebe aus und reden darüber. Respektive schreiben.
Ich kann nur sagen: toll! Black Cat Fanzine Numero III
Vorneweg behaupten sie die doch endlich letzte Ausgabe zu machen. Lasst euch halt Zeit, ihr macht das toll, es würde eine wirklich gute Publikation fehlen, wenn ihr es nicht mehr macht!
Anfang macht die eigene Geschichte mit dem Tapelabel, stand Mitte letzten Jahres waren es 44 Releases, einige davon haben es zurecht auch in die ProvinzPostille geschafft. Die Zusammenarbeit mit dem verblichenen Twisted Chords Label hat auf jeden Fall auch einiges Tolles hervorgebracht. Mal sehen, was da noch so kommt.
Inzwischen hat sich das Black Cat Zine zu einer guten Mischung aus eigenen und Gastbeiträgen gewandelt. Oder mir ist es bisher noch nicht so aufgefallen, wie diesmal. Die Band Resistenz 32 schreibt darüber, wie es ist als Punker Kinder zu haben. Die Rapperin Urknall 1610 hinterfragt, ob Rap eigentlich Veränderungspotential birgt. Henryk Gericke von Tapetopia gibt Einblick in die modische Subkultur in der DDR und schreibt auch über „Darkwave unterm Ostkreuz“, der Verein „Heldenstadt Anders“ aus Leipzig kommt zu Wort, sowie auch Ronja vom Plastic Bomb und Fini von Black Square.
Und und und. Grafiken, kurze Artikel, Rezepte, wahnsinn, was da zusammengekommen ist, auf über 120 Seiten.
Bekommen könnt ihr das direkt bei den Machern über die Insta-Seite isses, glaube ich, am einfachsten!

musikalisch lasse ich mal einen ihrer ersten Releases „sprechen“

LP: v/a – fünf fäuste für ein halleluja

Gut Ding will Weile haben.
In diesem Fall „5 Fäuste für ein Halleluja“, wobei mit den Fäusten die beteiligten Bands gemeint sind.
T.I.M. – was ein SoloProjekt von Holger Voss ist, einem Altpunker, respektive einem, der schon in den 70ern aktiv war und immer noch ist. Erinnert mich Sound- und Songwriting-technisch sehr an die Zeit der Vemrischung des Punk mit der Neuen Deutschen Welle. Halt dem guten Teil davon. Aus Lüneburg, und das schon wohl seit 1999 in dieser Form „Terrorist in Mind“.
Jerome 5 – die mich erstmal an gewohntes denken lässt, als ich die Dimple Minds Gedenkstimme höre, aaaber: abwechslungsreich! Wirklich einfallsreich in der Instrumentierung oder den eingesetzten Sounds auf Instrumenten und Gesang. Auch die ironischen Texte bringen ne Menge Fun, wie zB „baguette“. Geht so in Richtung Detlef.
Das Mad Monkey Massacre macht Melodic-Deutschpunk, mies gelaunt, deutsche Texte, so wie alle Bands hier auf der Compilation. Kommen Aus Flensburg. Mit „klopf klopf“ kommt ein Song, Fliehende Stürme gar nicht mal so unähnlich, mit der bandeigenen Prise Deutschpunk.
Rastlos – lassen mich erstmal etwas sprachlos zurück. Es ist sehr waviger Post-Punk. Das Gefühl, was die Musik bei mir hinterlässt ist eine Verlorenheit. Als ob die Musik nicht wüsste, wohin und das überträgt sich auf mich.
Jedenfalls: eher gediegen und ruhige Musik. Textlich kann man hinter den düsteren Bildern, nicht mehr finden, als das, was man dem Punk als Parolenhaft vorwirft. Wie auch immer, es handelt sich wohl um ein Projekt zweier Musiker, Kai (aka Rudi Rastlos) und Yoshi. Mit „Kurzschluss“ hab sie den wohl experimentellsten Song am Start. Irgendwie gut!
Dan Scary – Düsterpunk der mich an Die Angst erinnert, etwas reduzierter, sie brechen die Düsternis mit coolen Backing Vocals auf. Mal auch voll auf die 12, nach vorne, fordernd. Auch sie haben eher düstere Themen und (apokalyptische) Bilder, doch sie schaffen eine gute musikalische Abwechslung in ihr Songwriting zu bringen. Wie sie selbst von sich schreiben: „Dunkelpunk mit einem letzten Funken scheiß Hoffnung“. 100 Blumen sind da nicht ganz so weit von weg, wenn auch sehr anders, hehe.

Insgesamt ist das in einem Picture LP Cover verpackt, Rückseite mit Siebdruck die Titel drauf. 500 Stück gemacht, was üppig ist, greift also zu. Das grau-melierte des Vinyl lässt mich auf recyling Vinyl schliessen, ist aber nur ne Vermutung. 8 seitiges LP-Booklet mit allen Texten.
Nachdem ich nun 10 Minuten auf allen Bandcamp-Seiten gesucht habe, ja auf youtube und in Ecosia, und nichts gefunden habe außer Terence Hill & Bud Spencer, kann ich euch leider weder ein Songbeispiel posten, noch nen Link, wo ihr diese schöne Platte bekommt.
Geheimtipp also. Vrmtl direkt bei einer der Bands. Hier mal die Mail von T.I.M., dem Macher des Ganzen.

7inch: shitshow – s/t

Es ist nicht mehr ganz so früh am Morgen. Mein Ältester kommt vom Briefkasten und meint: „hier ist so ein kleines Päckchen für dich.“ Ich kläre ihn auf, dass das eine Single ist. Aha. „Da steht gar kein Absender drauf!“. „Das ist ja subversiv“, scherze ich. Aha. – ich denke, es ist zu früh und das Gehirn ist noch nicht komplett an, im Teenagerkopf.
Ich nehm das Päckchen also in die Hand, es ist nicht verklebt. Kein Absender. Wer verschickt denn sowas? Das kann doch auch der Postbote aufmachen und sich an dem linkautonomitischen, radikalinski Output erfreuen – und nicht mehr ich!
Es ist wie das Zettelchen in der Schule, was vor dir auf dem Tisch landet, nachdem es durch die halbe Klasse gegangen ist, du es auffaltest und da steht: „Moin! Habt ihr Bock uns zu reviewen?“
Ich hätte mich schon über Ja/Nein gefreut, dafür noch etwas Persönliches anschließend: „würde uns seeehr freuen! Prost, Shitshow
Da ich mehr Informationen über die Band nicht habe, habe ich es doch nun geschafft, eine ordentlich lange Einleitung zu schreiben.
Zwischen Weihnachten und Neujahr ist dieses Kleinod aus Hamburg hier reingeflattert.
Shitshow sind ein Vierer, zwei Frauen, zwei Männer und machen, was die Fotos bei Insta so zeigen, recht enegrische Musik. Allerdings steht „Poswrrpunk“ als Beschreibung dort. Hm.
Also mal auflegen, das gute Stück.
Los geht es mit drei Songs auf der ersten Seite. „epic“ „cellphone monkey“ und „kill“.
Die Band orientiert sich ordentlich an 70er Vorbildern, hier mal schlicht nicht mehr zu nennen. Vielleicht Razors, oder ein bisschen neuer sind wohl die The Distillers. Ach, hier die Band von den Faeroer-Inseln fällt mir noch ein…. Joey and the Shitboys. Das geht für mich alles mehr in eine Garage-Richtung, aber wenn die Band sagt, es ist Powerpunk, dann ist das so.

Hier ein Auge riskieren – und die erste Seite der 7inch hören? –  für die sehr aktive Brüllamsel mit der Zerre auf den Vocals?

Hier das „amtiliche“ Official Video zum Song „kill“

Zweite Seite sind dann noch zwei Songs „run“ und „lies“.
Während die erste Seite kurze Kracher bringt, ist vor allem der letzte Songs mit 2min10 Spielzeit schon fast elegisch.
Für ne erste EP ist das schon ziemlich cool gespielt und super aufgenommen.

Bekommt ihr via Riotbike oder Errortistic Subculture

Und da die Band Shitshow gerade steil geht, sie waren auch schon in Karlsruhe (!! und ich nicht….) hier auch der Link zum Interview im Radio Scheisze.

fanzine: rampage #6

Erster Review für 2023!
Vorneweg fällt mir auf, dass Frauen, weibliche Wesen, oder bi, nonbinäre, was immer, hauptsache nicht männlich, sehr farbenfrohe, bunte Zines machen.
Auch beim Rampage ist das so. Das ist toll. Sollte ich mir wohl selbst mal was abgucken.
„in dieser Ausgabe steckt viel Feminismus & wie immer: Musik“ so kündigt es Liz im Vorwort an.
Stimmt!
Zu Beginn gibt es für den geneigten Digital-Nerd einige Tipps zum Anschauen, beneso aber auch Buchtipps. Beides aktuell wie auch schon vor einigen Jahrzehnten angesprochen, angestoßen, wieder und wieder aufs Tapet gebracht. Queer, Homo, anders Leben, waren und sind Themen der Punkszene!
Interviews mit Bands dürfen in Punkto Musik nicht fehlen.
Die schwedische Band Rotten Mind über Songwriting, die heimische Punkszene und ihr aktuelles Album unterhalten; sehr kurz & knackig.
Ebenso mit Anna Wydra, die bei La Pochette Surprise erschienen ist, über ihre eigene Verletzlichkeit und kratives Songwriting unterhalten. „the absurdity of beeing“ heißt ihr aktuelles Werk.
Auch etwas ausführlicher kommen die Baits zu Wort. Die österreichische Band macht wohl etwas poppigere Musik und hat einen sehr großen Bezug zum Film-Schaffen, weswegen ihr Videos immer einen popkulturellen Bezug haben.

Sonst wird das Rampage immer wieder aufgelockert, bzw regt zum nachdenken an, durch Grafiken, Gedichte, ein paar wenige Reviews, das Allermeiste ganz klar mit queer-feministischem Bezug. „pulp – punk – poetry“ es ist drin, was draufsteht!
Das ist durchweg gut!
Ein ganz tolles Heft, ich hoffe, ihr macht weiter, auch wenn es manchmal im Geldbeutel recht knapp ist.
Es sind so knapp 30 Seiten, dickes Papier, tolle Grafik, klar, bunt, sehr lesbar!
Zu haben auf jeden Fall über Instagram!

LP: pinoreks – IV (behind and beyond)

Pinoreks haben seit Kurzem ihr neues Album raus. Ja, richtig gelesen, neues Album. Ihr kennt Pinoreks nicht? Die Band sagt „es klingt, wie es klingt“. Kommen aus Potsdam und machen sich auch gern rar. Sie mögen ihre kleine Nische direkt an der Basis der Musikliebhaberei.

Pinoreks machen einen straighten New-Wave-Sound. Ganz abgeklärt. Eine tiefe Stimme peitscht die Hoffnungslosigkeit der Generation über die wunderbar schnörkellos spielende Band.
Nach sehr langer Zeit, es sind sieben Jahre geworden, ihr vierte Platte raus; sie heißt schlicht „. . . .“ oder auch „behind and beyond“.
Die Platte ist in ein braunes Cover mit schwarzem Aufdruck gepackt, ein Einleger mit den Lyrics liegt bei und die Musik ist so unaufgeregt, wie das ganze Äußere. Nun, was haut einen denn dann vom Hocker?
Melodischer New-Wave-Post-Punk. Sehr straight und nicht ganz so frickelig wie Interpol. Hat seine düsteren Parts und geht in den Refrains, was sehr schön ist! Sie haben ein gutes Tempo, man kann Zappeln und Träumen gleichzeitig. Der Sänger wechselt auch mal in der Tonart und überrascht mit einer komplett anderen Art. Klar, man könnte vermuten, es singt ein anderer, es finden sich nur überhaupt keine Informationen auf und in der Platte wieder.
Vor ein paar Jahren klang das noch ein bisschen rougher.

Gemischt und aufgenommen 2015 (!!!) haben die sich vertippt? Sie arbeiten scheinbar im Zeitlupentempo.
Wie auch immer. Es dauert wohl, bis der Sound sich so furztrocken gelegt hat, wie er auf Platte klingt. Leider kein DL-Code dabei.
Die geilsten Momente, wie ich finde, haben Pinoreks, wenn sie etwas düsterer und dunkler fallen. Anspieltipps sind „blind“ und „hourglass“.
Joy Division winken!

Bei Bandcamp gibt es alte Sachen, ganz alte, Sachen. Immer noch hörber, zwinker, aber auch aktuell die drei Songs als Appetizer.

MC: chris von der düssel – pitcher bingo abend

Vor einer ganzen ganzen Weile habe ich von Chris von der Düssel gehört. Wir kamen in Kontakt und tauschten dann endlich auch mal ein paar Tapes aus. So auch seinen neuesten Release: „pitcher bingo abend“
Liverecordings an einem Abend mit Freunden in der Düsseldorfer Altstadt, wenn mich nicht alles täuscht.
Er hat Witz, gute Ideen und total viel Spaß. Und er weiß sein Publikum zu begeistern, mal abgesehen davon, dass das Publikum total Bock hatte an dem Abend der Aufnahme.
Facebook, acoustic-randale, ….
Der „pitcher“ ist wohl eine Kneipe in der Düsseldorfer Altstadt. Chris hat eine ordentliche Röhre, alles ist recht emotional.
Es ist ein Livetape, was total Spaß macht zu hören!
Die eigentliche Platte sollte man sich unbedingt mal reinziehen, das klingt schon wesentlich besser.
Dieses Livetape ist total cool verpackt – im Grunde eine der coolsten Verpackungen seit langem: in alte Tabaksbeutel hat er das Tape gepackt. Mit ein paar Bierdeckeln. Ich finds mega.

 

fanzine: zucchini days #1

Auf das Zucchini Days Fanzine bin ich, glaube ich, bei Instagram aufmerksam geworden. So steht es dann auch auf dem Cover: das DeepblueZine Presents: ZucchiniDays Zine #1 im Früjahr 2022.
Mit Deepbluezine macht Esther (she/her) meist kleine Perzines über tote Vögel, Wohlbefinden, erste Zeilen in Büchern, lauter gute Einfälle!
Ich bin sofort auf das Cover und ein Thema angesprungen und habe eine Nachricht hinterlassen. Esther hat mir dann recht schnell ein Heft geschickt. Auf dem Cover sind zwei Frauen, die sich beide hinter ihren Händen die Gesichter verstecken. Oder wollen sie uns die Gesichter nicht zeigen? Hinter ihnen ein leeres Feld in Bersenbrück, da kommen sie nämlich her.
Thematisch bin ich auf „Siebdruck“ angesprungen. Selbstverständlich auch neugierig auf den Rest des Zines!
52 Seiten, Kopiershop-Druck, yeah.

Einleitend ein Vorwort, eine kleine Gschichte über das gepflegte, schwarze Waveoutfit der Jugendtage und eine dazugehörige Playlist auf die Ohren. Mit dabei, zwischen Wave und Pop der 80er, auch die Toy Dolls als immer noch stabile Vertreter des Punk.
Das Label Kellerassel Records wird interviewt, bisher in Internet und so bekannt durch Minimalstpräsenz sind. Und sie bringen in der Hauptsache Death- / Blackmetal und Grindcore raus (entschuldigt, aber an diesem Punkte recherchiere ich nicht weiter, nicht meine Baustelle.) Einen Überblick gibt es bei Discogs, da ist schon ordentlich was zusammengekommen! Sie unterhalten sich darüber, wie man denn so ein kleines Tapelabel macht, von der Musik über die Grafik, etc.
Some Beispieltunes:

Auf diesem Label sind auch Toadeater raus, hier im Heft im Interview. Ihre Themen sind mehr nordisch und auch römisch und griechisch. Götter und Mythologie.
Unter „to be continued“ ist Luki im Gespräch, der ein Label names Sapivon gründen will. Das hatte ich jetzt auch noch nicht, ein Interview mit jemandem, der erst tun wird, was er zu tun gedenkt. Sehr gut!
Ein Interview gibt es noch, mit Minenfeld aus Bersenbrück. Death Metal mit WWI-Thematik. o-kay….

Ein sehr guter, übersichtlicher Artikel über Essstörung und Bodyshaming.
Und zum Abschluß, nach all dem Krach und Lärm, den ich glücklicherweise gar nicht gehört, sondern nur gelesen habe, gibt es den ersehnten Beitrag / Anleitung zum DIY-Siebdruck. Und eine Fragerunde „welches Gemüse bist du“.
Das ist sehr unterhaltsam. Danke für diese erste Ausgabe, freue mich auf die nächste, falls es noch eine geben sollte. Sie schreibt, dass dieses Zine aus der Prüfungsleistung für die Uni entstanden ist.