7inch: spit acid – time for revenge

Spit Acid aus Osnabrück sind nicht die Spit Acid ausn 90ern – nur so als Info für die alten Hardcore-Hasen hier!
Sie haben ihre zweite Veröffentlichung raus, diesmal als 7inch bei My Ruin.

Als es losgeht, bin ich erstmal überrascht, dass die Art Hardcorepunk auch bei MyRuin seinen Platz findet. Bisher habe ich das Label eher im (Post-)Punk wahrgenommen. Klar, einzelne Ausreißer gab es immer.
Spit Acid sind ein Trio. Zwei Frauen, ein Kerl. Da mir keine weiteren Infos über sie vorliegen, kann ich euch nicht genau sagen ob sie queer sind.

Die 7inch „zeit für rache“ beginnt nur mit Drums, die Snare knallt wie Sau, dann steigt ein knarzig verzerrter Basslauf auf und als Gitarre und Stimme einsetzen ist klar, die Band will ein paar sehr deutliche Worte mit sehr druckvoller Musik loswerden.

Heavy, pissed Hardcorepunk, der etwas ins crustige geht, aber im Midtempo bleibt. Feministische Texte, soweit ich das identifizieren kann.
Ziemlich cooler Release.

MyRuin. Vinyl in Baby-Pink Transparent.

 

 

konzert: taranja wu + paddelnohnekanu 16.05.2026 – zodiak schramberg

Vor ziemlich genau 10 Jahren waren wir mit Kuballa schon mal im Zodiak gewesen.
Und immer wenn man nach so langer Zeit nochmal in einem Laden spielt, dann sit schon allein die Freud egroß, dass es den noch gibt und die Leute dort weiter machen UND Subkultur weiter unterstützen.

Ralf, das ist der Inhaber des Zodiak, begrüßte uns mit ein paar Bier und wir bauten mit zwei Tontechnikern die Anlage und die Backline auf.
Für diesen Abend war ja noch Taranja Wu als Solo-Künstlerin mit weitestgehend elektronischem Set-Up angekündigt und so durften wir alles andere an Drums und Kleinkram aufbauen.
Das ging recht floot und ich stelle immer wieder fest, dass so Bühnen in einer Raumecke iwie total cool sind. Der Drummer hat einfach ein bisschen mehr Platz nach hinten, man kann die Verstärker schon fast wie im Proberaum aufstellen und hat auf der Bühne nen super Sound.

Ich hatte Durst an diesem Abend. Die ersten drei Bier waren schon vor dem Essen vertilgt und ich spürte so ein leichtes Kribbeln im großen Zeh.
Taranja Wu begann ein paar Minuten später und versuchte das Publikum mit ihrer recht tanzbaren Mischung aus Elektro und Punk zum tanzen zu bewegen.
Die meisten wollten dann doch eher gemütlich zuschauen und wir diskutierten intern, ob wir die Stehtische nicht einfach direkt vor die Bühne stellen sollten.
Aber hej, wer kennt ihn nicht, den „______ Halbkreis“ vor der Bühne (an ___ dürft ihr euren Laden oder den Namen eurer Stadt eintragen)
Wir beließen es dabei und legten los.
Ich hatte ein gutes Gefühl und mit Tulle und Ole auch ordentlich Spaß, dem Publikum mal wieder einen etwas sperrigen Weg in unsere Musik zu ebnen, indem wir „alles gut, ich warte“ als Intro-Songs spielten, wie auf der LP auch.
Hörgewohnheiten lassen sich nirgendwo besser beobachten, als auf der Bühne ins Publikum!
Am Ende: es war ein runder Abend, ich fuhr die Gang nach Hause.
Nächstes Konzert dann mit V-Mann Joe, ich werde berichten!

LP: ausgestorben – planetenübergabe

Ich hab die Platte mehrfach aufgelegt.
Und weiß nicht, was ich schreiben soll.
Oke, „planetenübergabe“ ist ein scheißcooler Plattentitel. Meega!
Ich würde gerne etwas drüber schreiben, denn so einiges bei den beteiligten Bandmitgliedern ist in den Jahren hängengeblieben.
Die Musik hier, die bleibt nicht hängen. Das ist so 77er Punkrock von der ganz gediegenen Sorte. Da schaffen es nichtmal die Texte und Intonation von Rachut, mich irgendwie zu cachen. Die Musik wirkt so ausgestorben, wie der Bandname titelt.

Ich leg mal nochmal Maulgruppe auf. Die fand ich Bombe.

Augestorben gibt es beim Major Label. Und Freunde des Label und alle der Menschen, die in diesem Allstar-Projekt (Atli Grund ( BIG BALLS AND THE GREAT WHITE IDIOT, KLEIBER ) an der Gitarre, Uwe Roth am Bass ( ARM, DAS MOOR ), Elmar Günther am Schlagzeug ( PAROLE TRIXI ) und natürlich Thomas Wenzel ( DIE GOLDENEN ZITRONEN, DIE STERNE, KOMMANDO SONNE-NMILCH ) und eben Jens Rachut ( MAULGRUPPE, OMA HANS, DACKELBLUT, ANGESCHISSEN, und und und) mitmachen, haben sicher etwas mehr Freude daran, als ich.

 

konzert: neckarions + diaz brother 27.05.2026 – artcanrobert

Nachdem ich nun zuerst über Krach Kultur am 22.05. berichtete und dann vom 25.05. im Kessel Offenburg, muss jetzt der 27.05. folgen, ist klar.
Beim nächsten Bericht dann der 16.05.

Aaaalso: mit den Neckarions hatte ich ein Konzert verabredet. Mit den Diaz Brothers aus Sunderland.
Okay! Ich geh manchmal an Musik ran, als wäre sie eine Wundertüte und warte ab, was passiert. Man muss ja nicht gleich reinhören. Also wenn ich Neckarions gut finde und die mir erzählen, das Diaz Brothers eine supergute Gruppe aus England sind, die melodischen Punkrock machen, dann glaube ich das.
Ich bae dann Anhand der Posts in SM gesehen, dass sie eine Europatour machen und echt ganz gut unterwegs sind. Irgendwo habe ich sicher schon mal über sie was gehört aber noch nicht angehört.

Am Abend des Konzerts, ich hatte bei meinem Arbeitgeber, was nicht immer ganz einfach ist, angemeldet, dass ich früher weg muss. Ausgerechnet an dem Tag sollten wir eigentlich bis 23 Uhr arbeiten. Also im Grunde musste ich mir den ganzen Tag freinehmen…. Augenroll.
Ich war pünktlich zur verabredeten Zeit am Artcanrobert, da standen die Diaz Brothers schon vor der Tour. In wenigen Minuten entspann sich zwischen Neil (Gitarre) und mir ein politisches Gespräch. Das fand ich irgendwie gut.

Wir warteten auf die Neckarions die, wie jeder Auofahren zwischen Karlsruhe und Stuttgart, im Stau landeten und zu spät kamen.
Schwuppdiwupp hatten wir alles auf der Bühne und ich zwei Soundchecks gemacht, an dem Abend machte ich auch noch die Technik, nur Zuschauer blieben aus.
Es kamen, von den am Ende 22 Zahlenden, mehr als die Hälfte das erste Mal ins Artcanrobert. Das war schon sehr sehr großartig, aber leider ein echter Wehmutstropfen, den jede Band hat einfach 40, 50 Peepz „verdient“.
Vor allem, wenn sie so fucking gut sind, wie die Diaz Brothers. Richtig mit Seele und Herz gespielter, emotionaler Punkrock.
Mit Druck und Punk und Emo.
Ich war echt froh, beide Bands waren really happy mit ihrem Sound, das Publikum hatte nichts auszusetzen und kaufte ihnen noch ein paar Platten ab.
Ein super Abend, aber wo wart ihr?

 

LP: hete – s/t

Alter was ist denn da bei Hete los?
Das ist ja mal voll das krass gute Album, dark, deep und dreckig.
Hat mich total überrascht und sofort gecacht.
Die Band hete hat im Grunde keine schnellen Songs, spielt das Midtempo aber so mit Druck und nach vorne, das ich echt ein fettes Grinsen ins Gesicht bekomme.
Mehr Punk als Garage, wobei die Punkeinflüssen sehr sehr deutlich zu hören sind. Dazu singt mal eine weibliche, mal eine männliche Stimme, mal eine, die irgendwie nach Blackmetal oder sowas klingt. Diese Mischung bringt hart Abwechslung in die Lieder.
Eigentlich sind die Melodien oder die Bassläufe sind recht simpel gehalten und vor allem die Gitarren machen oft gar nicht „so ein Ding draus“, sondern bleiben überschaubar. Was ich total gut finde. Ich mag ja auch Dead Years, die sind da aber eben wesentlich ausufernder.
hete bleiben in dem „nach vorne spielen“. Man kann in den oft repetitiven Parts die Lyrics ganz gut verstehen, ausnahmsweise, weil die Mucke so gut ist, verzeihe ich das Fehlen der Worte. Hete können emotional musikalisch überzeugen.
Das Artwork auch recht simpel aber das Pink in dem Grau ist einfach Bombe!
Einzig, und ich weiß nicht, ob den Nerds hier das auch schon aufgefallen ist, das Mastering der North Bomb Factory ist immer ein wenig zuu dick. EIn bisschen zuuu viel Kompressor, denke ich.

Auf der Platte sind 12 Lieder, erschienen bei Kink Records und MyRuin. Textblatt mit Düsternis, Kreuzen und Fotos. Vinyl gibts in grau und schwarz.
Hab voll Bock die live zu sehen!

 

MC: abrichten – aufheben

Ist es Musik um des Musik Willen?
Die Band Abrichten hat ein 6-Song-Tape namens „aufheben“ rausgebracht“ – wobei ich bei einer Kassette „einlegen“ besser gefunden hätte.
Musikalisch wirkt es unheimlich repetitiv. Und was machen sie eigentlich?
Kraut-Rock mit so vertonten Gefühlszuständen, dass man förmlich spürt, dass der Schweiß, um den es textlich geht, Schweiß den man seit Tagen nicht weggeduscht hat oder der Schweiß in den Schuhe, dass man den musikalisch riechen kann, spürbar macht.

Die Band abrichten spielen gut zusammen, die Stimmung, die sie transportieren wollen, kommt bei mir an; ich werd’s nur nicht nochmal hören.
Aber vielleicht gibt es wen da draußen, in den Weiten des Internet, dem dieser poetische Review gefällt und sich nun das Tape bei It’s Eleven bestellt.

 

interview: #4 – krasser-fahrstil – punkrock – rastatt

KRASSER-FAHRSTIL haben in den letzten 2 Jahren munter die Besetzung durchgewechselt. Immer wieder ein Bassist. Dann mal ohne zweiten Gitarristen. Damit ich aber auch nix mehr durcheinanderbringe, dürfen die Herren nun selbst erzählen seit wann sie nun wie zusammen spielen!
geführt haben wir das Interview live und in Farbe im Artcanrobert im Backstage, Dezember 2016.

PP:
Ihr seid komplett neu besetzt seit:

Juki:
September!

Fauli:
Beim NO COMPLY– Releasekonzert im September hatten wir unseren ersten Auftritt zusammen, nachdem wir in 8 Tagen unser Set eingespielt hatten.

PP:
Da habta aber Gas gegeben! War ja ganz gut, euer Auftritt!

Fauli:
Sieben Tage geprobt.

PP:
Und ihr seid immer noch zusammen 😉 Scheint gut zu klappen?!?

Fauli / Juki:
Auf jeden Fall
(Gelächter)

PP:
Kommt ihr alle aus Rastatt?

Juki:
Wir kommen alle aus der Rastatter Umgebung. Armand (drums) und ich aus Bischweier. Wenn er voll ist, will er immer Wachteln mit Speck. Weswegen wir ihn auch „Wachtel“ nennen.

Fauli:
Jau, und Floom (Bass) und ich kommen aus Rastatt!

PP:
Ich habe heute Abend einige Songs gehört, die ich schon kenne, wie „AA“ oder „gewicht“, was ja auch schon auf Sampler #1 war, gehört. Ein paar Songs sind auch verändert. Aber auch schon Neues. Für eine Woche proben… Fleissig!

Fauli:
Wir haben noch ein paar Songs der alten Besetzung, aber es verändert sich einiges! Die Neuen Songs die kommen, werden in jedem Fall zusammen geschrieben!

PP:
Du hattest mir erzählt, ihr hattet aufgenommen im Frühjahr ‘16, glaube ich.

Fauli:
Ja. Aber die Sachen haben wir leider ad Acta legen müssen, durch die Umbesetzung. Dafür haben wir nun einige alte, wie auch neue Songs mit Jables (ADONEY) aufgenommen. Die sind gerade im Mix… Mal schauen! Wir sind sehr gespannt auf das Ergebnis!

PP:
Wie geht’s denn weiter?

Fauli:
Wir schreiben neue Songs. Dann buchen wir gerade Konzerte.
Ich bin immer noch ganz glücklich, daß sich das mit KRASSER FAHRSTIL in letzter Zeit so spontan gefunden hat. Ich hatte bei dem NO COMPLY Releasekonzert vor, alleine zu spielen! Ich hatte schon Beats eingespielt, aber eben 8 Tage vorher traf ich Floom und zapp zarapp waren wir im Proberaum!

PP:
Wie war also euer zweiter Gig?

Fauli:
Gut! Wir haben von einigen Menschen positives Feedback bekommen, haben gut zusammen gespielt: fühlt sich gut an!
Und jetzt eben: Konzerte spielen, spielen, spielen.

PP:
In diesem Sinne, kleine News aus der Provinz!

Viel Spaß und Erfolg weiterhin!

 

Nachklapp:
Die Band gibt es noch. Sie spielen nicht ganz so oft, wie sich das bei Fauli angehört hatte, damals.
Inzwischen haben wir zusammen mit No Flag Left (hießen damals noch Ennolicious) eine selbstproduzierte Split LP rausgebracht „mit abstand am besten

Inzwischen ist seit einigen Jahren Klemmi am Bass dabei und Fauli und Armand (Drums) sind noch von der damaligen Besetzung dabei.

Und wenn ihr das jetzt lest, haben wir gestern zusammen mit paddelnohnekanu, roselin, snailmate und v-mann joe ein Konzert gespielt.

 

konzert: heihaizi + A9 – 25.05.2026 – Offenburg Kessel

Nach dem Konzert am Freitagabend in Bühl, ergabe es sich, dass ich ein Wochenende frei hatte und Pfingstmontag ja gleich nochmal ein Feiertag war.
Prima! Ausschlafen, rumgammeln, und dann auf ne Matineé-Show in den Kessel; in der Hoffnung, dass diesmal beide Bands da sein würden.
Bei der letzten Matineé war nur eine Band da, zwinker. Aber nich minder laut!

Es gab Kaffee und Kuchen, dann ging es mit entspanntem Hochgeschwindigkeits-Hardcore aus Leipzig los.
A9 schrubbten ordentlich über die Griffbretter, der Sänger bellte seine Texte, ein paar Tanzbeine flogen auf den Boden, standen wieder auf, angepeitscht von der Snare.
Habe lange keine so freundlich dreinblickende Gitarristin gesehen bei solch einer Klatsche an Musik. Schön.

Danach machten Heihaizi ihren Linecheck und ließen dann auch gleich die Hunde von der Leine.
Man sagt der Band (oder sie selbst über sich), dass sie die kroatischen Beastie Boys seien. An dem Abend konnte ich endlich feststellen, warum und in welchem Bezug. Vor allem dreht es sich wohl um das Party-Album dieser Band „licensed to ill“.
Heihaizi spielen allerdings auch ein paar schnellere Punksongs.

Auch hier wurden ein paar Tanzbeine und ein paar Fäuste in die Luft geworfen. Hauptsächlich von der mitgereisten Band.
Man merkte, dass einige im Kessel, über das von mir als „frei“ genutzte Wochenende, in Mannheim auf dem Pfingstfest waren.
Ich hatte das schon auch überlegt, Angesichts der Benzinpreise und ohne Mitfahrer*in – momentan einfach keine Chance.

Bin gespannt auf die nächste Punkshow im Kessel.
### SUPPORT LOCAL VENUES ###

 

konzert: wuzetian, brach, no flag left, petricore – krach kultur I – 22.05.2026

Was ein Line-Up!
Schön am Ende einer arbeitsreichen Woche gelegen. Dazu dann noch „schnell“ auf einen Geburtstag einer lieben Freundin die, glücklicherweise, immer recht früh feiert. Bzw. wir sind gemeinsam Essen gegangen.
Ich kam also gerade so punktgenau um 20 Uhr am Komm an.
In meinem Heimatstädtchen passiert musikalisch und live ja gar nicht mal so viel, da ist dann auch die Genreauswahl schon speziell und besonders.

UND: es spielen drei (!!!) meiner Labelbands an einem Abend.
Ich ließ es mir nicht nehmen, auch mit all meinen Plattenkisten anzureisen.
Erstmal ein Bier in die Hand. Und das Aufnahmegerät gestartet.

Als erstes spielten Petricore. Ich glaube, ich kann sagen, dass ich die meisten Konzerte der Band bisher gesehen habe. Oft spielen sie nämlich nicht.
Sehr hoher Grad an Spielfreude und dazu auch noch ziemlich spielsicher.

Kleiner Funfact: den alten, ersten Bass, den Josl mal spielte hat mir Fauli als Garderobe zum Geburtstag geschenkt! Hängt jetzt bei mir im Flur.
Im Publikum war jemand, der schon ein paar Bier drin hatte und im Kreis lief, die Leute anstieß, um Pogo zu tanzen. Nicht wild, mehr auffordernd.
Und – wie immer in solchen Situationen – musste sich jemand schwer angepöbelt fühlen und ging total an die Decke, schrie den Kerl an, drohte mit Prügel, was weiß ich.
Bevor ich einschreiten wollte, kamen aber schon zwei andere und zogen sie auseinander. Der Pogo-Aufforderer war ganz ruhig geblieben. Wer aber bekam dann die Ansage „mach mal langsamer“ ? genau: er. Fand ich scheiße. Hab den Typ, der da so rumkrakehlte später noch in einem „normalen“ Gespräch erleben dürfen: wenig sympathisch.

Zweite Band des Abends: die düsteren, schweren und sehr lauten WuZeTian aus Achern.
Da ich die Band ja aufgenommen und gemischt habe für ihre Platte „alles lebt alles stirbt“ kann ich nicht verschweigen, dass ich die total gut finde.
John, Gitarre, ist inzwischen weggezogen und für den einen (sie spielen leider auch viel zu selten) Gig nochmal gekommen. Sie suchen gerade jemanden für die zweite Gitarre !!!

Nach einer schweißtreibenden Show merkte man richtig, wie sehr das Publikum hier mitgegangen war und eine Pause brauchte.

Es folgen No Flag Left (ex- Ennolicious) die auch auf Krachige Platten zwei schöne Releases rausgebracht haben!
Inzwischen spielt Simon ja auch bei Petricore an der Klampfe.
No Flag Left sind etwas angepisster mit Schreihals Dome am Micro. Eher so Skatepunk mit Hardcore-Einschlag. Ich finde, sie werden jedes Mal besser, wenn ich sie sehe!

Zum Abschluß des echt coolen Abends, ich hatte zwischendurch irgendwo mein Bier verloren und dann lieber noch eins geholt, bevor ich das Alte dann auf der Box vor der Bühne wiedergefunden habe (ich glaube, es war meins), kamen dann Brach auf die Bühne.
Ich hatte sie ja noch nie live gesehen, hatten sie mich doch aber mit ihrem Sound und Songwriting überzeugt, weswegen ich das Tape auch rausgebracht habe.
Eine Wucht. Ein Brett. Sehr gut gespielt.

Ein echt cooles, erstes Krach Kultur Fest im Komm. Eintritt frei.
Ich hoffe sehr, dass die Jungs weitermachen.

 

 

 

LP: stau – der gute rat – 100 (noisiversum)

Den 100sten Release von Fidel Bastro hab ich mir gegönnt. Schon vor ner Weile. Hier nun endlich ein paar Worte dazu, denn Besonders ist er, der Release!

Ich stelle fest, es ist stau, es ist Noiserock, was bei diesem Label auch zu erwarten ist. Vornedrauf ist der Beelzebub, der Gehörte, nein, DIE Gehörnte. Mit riesigen Brüsten und einem imensen Glied.
Das ist das original Cover ist das oben Beschriebene. Die Platte ist allerdings in schwarz und mit einer einfachen Schrift versehen.
Bei einer kurzen Recherche stelle ich fest, dass dieser Release schon sehr alt ist. Nicht weniger überraschend.
Ich finde im Internet wenig bis nichts über die Band stau. Dafür finde ich raus, dass diese Platte „der gute rat“ heißt.
Ein wenig verwirrend.
So wie die Musik, als sie denn endlich losläuft.
Was ist das?
Stehen stau für Hormon- und Testosteron-Überschuß?
„der gute rat“ wird also kredenzt und falls da irgendwo tatsächlich einer drinsteckt, dann habe ich ihn überhört.
Es gibt auch einen gleichnamigen Song, Titeltrack, und da bin ich auch ganz froh, dass ich den jetzt kenne.
Die Synthies sind mehr irre Effekte gemeinsam mit dem Gesang. Dazu Worte, die sich anhören wie Lautmalereien.
„move“ ist eine repetitive Ansage. Total manisch und je länger das läuft, desto mehr zieht diese Platte. Unglaublich! Wie so ne Art tief verborgene Gefühlsregung, die durch das Anspielen dieser Musik nach oben geschwemmt wird; vielleicht weint der ein oder die andere Rotz und Wasser. Ich verspüre einen Sog.
Ihr erinnert euch sicher an „glue man“ von Fugazi. Sowas ist Stau. Nur das sie die Schraube ordentlich angezogen haben in Punkte Irrwitz und Noise.
Anspieltipp ist „5 minuten nix“ – gefunden habe ich das bei youtube bzw auch bei Deezer.
Es sind weit über eine Stunde Musik zu hören, die ganz sicher nicht auf diese Platte gepasst haben – Verwirrung ist also der Band zweiter Vorname.
Erschienen ist die Platte von stau bereits 2004.

Hört doch da mal rein und lasst euch mitziehen.